10 Tipps für die Hüttenübernachtung

So geht’s: Übernachten auf der Alpenvereinshütte

Eine Übernachtung auf einer Hütte in den Bergen eine tolle Sache. Man kann bis in den Abend und schon früh am Morgen wieder wandern. Das Verhältnis von Anfahrt und Bergzeit ist viel besser als auf Tagestouren. Das Essen schmeckt oberhalb von 1000 Metern sowieso besser, das ist wohl ein Naturgesetz. Ein gemütlicher Hüttenabend mit Freunden und einem Kartenspiel ist durch nichts zu ersetzen. Für Kinder ist eine Hüttenübernachtung ein großes Abenteuer. Und wenn man dann noch vor der Hütte sitzt und den Sonnenuntergang und die Sterne beobachtet, gibt’s nichts besseres. Und das alles für vergleichsweise kleines Geld.

Die Friedrichshafener Hütte im Verwall: Eine tolle Hütte für Familien

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Aber eine Übernachtung auf einer Alpenvereinshütte ist doch auch etwas anders als eine Nacht im Hotel. Man muss seinen Hüttenschlafsack und Hüttenschuhe mitbringen, muss Abstriche im Komfort machen und schläft auch schon mal mit 20 anderen, wildfremden Menschen in einem Raum. Hier also 10 Tipps, die hoffentlich bei der Vorbereitung auf die erste Hüttenübernachtung helfen können.

1. Buche Dein Bett vorher

Besonders, wenn Du mit einer Gruppe auf die Hütte willst oder wenn Du ein Familienzimmer suchst, weil Du mit Kindern auf eine Berghütte willst, lohnt es sich, vorher zu reservieren. Auch wenn Du in den Ferien oder am Wochenende auf eine vielbesuchte Hütten übernachten willst, solltest Du vorher reservieren.

Wie das Wandern allgemein, so boomen auch Hüttentouren. Und die Bettenkapazitäten am Berg wachsen nicht so schnell. Zum Glück, denn völlig vollgebaute Berge will ja auch niemand! Und so ganz nebenbei erfährst Du bei der Anfrage auch auch, ob die Hütte überhaupt zur gewünschten Zeit geöffnet ist.

Noch ein Haus, das Kinder lieben: Das Anton-Karg-Haus im Kaisertal

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2. Gib Bescheid, wenn Du doch nicht kommst

Andere freuen sich, wenn sie das Bett bekommen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn der Hüttenwirt trotz Nachfrage am Ende leere Betten hat. Ein kurzer Anruf ist immer drin.

3. Vergiss Deinen DAV-Ausweis nicht

Als Alpenvereins-Mitglied zahlst Du deutlich weniger für die Übernachtung, etwa 50% Ersparnis sind drin. Wär doch blöd, wenn man die nicht bekommt, weil der Ausweis zu Hause liegt. Du hast keinen DAV-Ausweis? Dann schau mal auf der Homepage des Alpenvereins nach, ob es für Dich sinnvoll ist, Mitglied zu werden.

4. Gute Nacht: Bring Deinen Hüttenschlafsack mit

Der Hüttenschlafsack ist Pflicht auf den meisten Hütten, auf jeden Fall im Bettenlager. Warum? Weil die Decke keinen Bezug hat und oben am Berg nur selten gewaschen wird. Da ist der eigene Hüttenschlafsack die Hygienehülle. Wenn man im Zimmer übernachtet, braucht man ihn manchmal nicht. Fragt einfach bei der Buchung beim Hüttenwirt nach.

Zwei Hüttenschlafsäcke, wie man sie beim DAV kaufen kann

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5. Waschzeug und Kleinkram

Neben dem privaten Waschzeug muss man auch sein eigenes Handtuch mitbringen. Microfaser-Handtücher trocknen am nächsten Tag recht schnell. Wer einen leichten Schlaf hat und durch einen rauschenden Gebirgsbach oder den schnarchenden Nebenmann wachgehalten wird, sollte die altbewährten Ohrstöpsel mitbringen. Wenn man nachts mal raus muss oder früh weiterwandern will, sollte man seine Stirnlampe dabeihaben.

6. Vergiß die Hüttenschuhe nicht

Mit den Bergstiefeln oder Wanderschuhen darf man nicht in die Zimmer, also denke an Deine Hüttenschuhe, Schlappen oder Adiletten. Auf vielen Hütten gibt’s zwar Leihschuhe, aber will man die wirklich anziehen? Wer weiß schon, wie viele hundert Käsfüße da vorher drin waren.
Ein paar Arten von Hüttenschuhen habe ich bereits getestet:
The North Face NSE Traction Mule
01M One moment Schuhe

Will man da wirklich reintreten? Hüttenschuhe zum Ausleihen. Besser, man bringt die eigenen mit

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7. A Hund isser scho

Du wanderst mit Hund? Dann frag vorher auf jeden Fall auf der Hütte nach, ob der Bello mitkommen darf und wo er übernachten kann. Ins Zimmer oder Lager dürfen die Hunde üblicherweise nicht. Auf manchen Hütten können Hunde im Schuppen übernachten.

Darf ich wirklich nicht mit in den Schlafraum?

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8. Willkommen in Sparta

Kein W-LAN, kein Satelliten-TV, nicht mal ein Jacuzzi?
Die Ausstattung auf den Hütten ist sehr unterschiedlich. Von Fast-Hotel-Standard bis zu hochgebirgiger Kargheit mit tröpfelndem Kaltwasserhahn ist alles vorhanden. Sieh vorher nach, wie die Hütte ausgerüstet ist, dann gibt’s keine negativen Überraschungen. Und rechne nicht damit, dass es auf jeder Hütte eine Dusche, Warmwasser oder Handyempfang gibt. Auch diese Infos findest Du vorab im Web.

Eine echte Hochgebirgs-Schutzhütte: Die Hildesheimer-Hütte im Ötztal

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9. Aus is

Lass die Kippen mal stecken. Auf allen DAV-Hütten herrscht Rauchverbot. Wer nicht drauf verzichten mag, muss vor die Tür gehen.

10. (Nur) Bares ist Wahres

Verlass Dich nicht darauf, dass Du mit EC- oder Kreditkarte zahlen kannst. Bargeld lacht immer, Karten nur manchmal.

Schlafgelder sind an der Kasse zu zahlen: Auf vielen Hütten aber nur mit Bargeld

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Extratipp: Der Alpenverein

Weitere Infos findest Du beim Alpenverein. In der Geschäftsstelle oder auch im Internet. Hier gibt es gleich mehrere Seiten zum Thema Hüttenbesuch.

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