Blomberg und Zwiesel – Familienberg und Sommerrodelbahn

Wanderung: Talstation Blombergbahn – Blomberghaus – Zwiesel (Zwieselberg) und zurück

Der Blomberg ist ein echter Familienberg, den man sowohl leicht erwandern als auch per Sessellift erklimmen kann. Das Blomberghaus mit Spielwiese und die Sommerodelbahn, die an der Mittelstation des Sessellifts beginnt, machen den technisch nicht anspruchsvollen Berg für Kinder besonders interessant.

Blick vom Blomberghaus auf den noch schneebedeckten Zwiesel

Blick vom Blomberghaus auf den noch schneebedeckten Zwiesel

Los geht die Wanderung direkt am Parkplatz vor der Talstation der Bahn. Am rechten Rand des Parkplatzes führt der Weg direkt in den Wald. Ein Schild verspricht den Aufstieg in 1,5 Stunden, mit Kindern ist es in zwei Stunden gut zu schaffen. Nach nur gut 100 Metern teilt sich der Weg. Links beginnt der etwas steilere Weg durch den Wald, der im Winter auch als Rodelbahn dient. Rechts zweigt die Fahrstraße ab. Diese führt auf deutlich mehr Kilometern bis zum Blomberghaus.

Jetzt muss man sich entscheiden: Soll man den langen Weg über die Fahrstraße oder den steileren Bergweg nehmen?

Jetzt muss man sich entscheiden: Soll man den langen Weg über die Fahrstraße oder den steileren Bergweg nehmen?

Der Weg durch den Wald kreuzt mehrfach den Sessellift und führt auch direkt an der Mittelstation vorbei. An dieser kann man sich die Sommer-Rodel ausleihen. Etwas weiter hoch den Berg hinauf führt der Weg an einer großen Fläche vorbei, die nahezu baumlos ist. Ein Schild erläutert die Gründe: Nach einem Schneebruch im Jahr 2000 hat der Borkenkäfer die Baumbestände angegriffen.

Aus dem Wald zum Blomberghaus

Aus dem Wald zum Blomberghaus

Weiter durch den Wald ist das Blomberghaus schnell erreicht. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Benediktenwand, das Brauneck und bis weit in die österreichischen Alpen hinein. Eine Tafel erklärt, welche Berge zu sehen sind. Natürlich auch der nahe Zwiesel, das Gipfelziel dieser Wanderung. Das Blomberghaus selbst ist recht groß, man kann dort auch übernachten und hat sowohl drinnen als auch draußen viele Plätze. Dazu eine große Wiese mit einem kleinen Spielplatz, man merkt, dass der Blomberg Ausflugsziel vieler Familien ist. Sogar eine Wickelmöglichkeit für die ganz Kleinen gibt es.

Vom Blomberghaus aus führt ein Weg in etwa einer halbe Stunde hinauf bis zum Gipfel des Zwieselbergs, der nur etwa 150 Höhenmeter höher liegt. Bei unserer Wanderung Mitte April lag allerdings noch Schnee, entsprechend verschneit bis matschig war der Weg. Er lohnt sich allerdings, denn von hier aus ist die Fernsicht noch deutlich besser als vom Haus aus.

Das Panorama, dass sich vom Zwieselberg aus bietet. Neben Benediktenwand und Brauneck sieht man bis weit in die österreichischen Alpen.

Das Panorama, dass sich vom Zwieselberg aus bietet. Neben Benediktenwand und Brauneck sieht man bis weit in die österreichischen Alpen.

Zurück geht es wieder am Blomberghaus vorbei auf dem Aufstiegsweg zurück. Alternative Wege sind die Fahrstraße oder eine Weg über den Gipfel des Blombergs.

Wer die Rodelbahn zum Abstieg nutzen möchte, muss das Stück vom Berg bis zur Mittelstation laufen, da die bergab führende Bahn nicht an der Mittelstation hält! Wer genug vom Laufen hat, kann natürlich runterfahren und gleich wieder bis zur Mittelstation hochfahren.

Dauer und Schwierigkeit
Für den Aufstieg zum Blomberghaus über den steileren Waldweg sollte man zwei Stunden rechnen, eventuell etwas weniger. Der Weg ist sehr gut, breit und gut ausgeschildert. Vom Blomberghaus zum Zwiesel etwa 30-45 Minuten, zurück jeweils deutlich weniger, etwa eine Stunde kann man für den gesamten Rückweg rechnen.

Höhenangaben
Talstation: ca. 700 m
Blomberghaus: 1203 m
Zwieselberg (Zwiesel): 1348 m

Essen und Trinken:
An der Talstation der Blombergbahn sowie vor allem im Blomberghaus.

Wo muss ich besonders aufpassen?
Blomberg und Zwiesel sind eher einfache Berge, auf die man auch mit Kindern sehr gut wandern kann. Wer nicht vom breiten Weg abkommt, sollte keine Schwierigkeiten haben. Auch der Gipfel des Zwiesel ist weitläufig, allerdings fallen die Wiesen an manchen Stellen steiler ab.

Wie komme ich hin?
Mit dem Zug: Ab München mit der Bayerischen Oberlandbahn bis Bad Tölz. Von dort aus mit dem Bus bis zur Talstation des Sessellifts.
Mit dem Auto: Von München aus auf der A8 bis Holzkirchen, dann auf der B13 bis Bad Tölz. Von hier aus über die B472 zur Blombergbahn. Ab Bad Tölz ist die Blombergbahn ausgeschildert. Alternativ geht der Weg über die A95 (Garmischer Autobahn) bis Sindelsdorf, dann über die B472 Richtung Bad Tölz zur Blombergbahn.

Links:
http://www.blombergbahn.de/ (mit Webcam)
http://www.blomberghaus.de/

Wanderkarte:
Kompass-Karte WK 182 Isarwinkel – Bad Tölz – Lenggries, 1:50.000, ISBN 3-85491-234-X

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