Schliersbergalm – leichte Wanderung am Schliersee

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Wanderung: Schliersee – Schliersbergalm und zurück

Das ist mal wieder eine Wanderung der ganz leichten Art, eher ein Spaziergang bergauf. Sogar die festen Bergschuhe können zu Hause bleiben, wenn es vom Ort Schliersee zur Schliersbergalm geht, Kompass und Navigationsgerät sowieso. Denn der Weg ist gut beschildert und so leicht, dass er sogar mit Kinderwagen gut zu gehen ist. Und wer sich gar nicht anstrengen mag, nimmt die Seilbahn. Oben warten Biergarten und Restaurant der Schliersbergalm und viel Abwechslung für Erwachsene und Kinder.

Die Schliersbergalm oberhalb vom Schliersee

Die Schliersbergalm oberhalb vom Schliersee

Hier ist nicht der Weg das Ziel, obwohl der auch schön ist. Aber eine Herausforderung stellt er nun wirklich kaum dar. Egal, ob man als Bahnfahrer vom Bahnhof Schliersee oder als Autofahrer vom Parkplatz in Schliersee startet, in etwa einer Stunde gemütlichen Bergaufgehens ist die Schliersbergalm erreicht. Der Weg führt dabei zunächst über die Leitnerstraße bis zur Talstation der Schliersbergbahn. Dort befindet sich auch ein kleiner Parkplatz. Wer nicht wandern mag, kann mit der Schliersbergbahn in wenigen Minuten bis direkt zur Schliersbergalm fahren.

Wegweiser zur Schliersbergalm

Wegweiser zur Schliersbergalm

Wer lieber eine zumindest kurze Wanderung machen möchte, nimmt den Weg durch den Dekan-Maier-Weg, der durch einen etwas höher gelegenen Ortsteil von Schliersee führt. Nachdem die letzten Häuser passiert sind, wird aus der Teerstraße ein breiter Fahrweg, der in einigen Serpentinen durch die Weiden bergauf zur Schliersbergalm führt. Dieser Weg ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

chöner Schliersee- und Bergblick am Weg

chöner Schliersee- und Bergblick am Weg

Meistens stehen Bäume am Wegrand, so dass man etwas Schatten hat und der Weg einen alleeartigen Charakter hat. Manche Teile des Weges sind aber auch sehr sonnig. Durch die Weiden und Blumenwiesen, dabei mehrfach die Schliersbergbahn unterquerend, gelangt man in maximal einer Stunde vom Ort Schliersee zur Schliersbergalm. Immerhin knapp 300 Höhenmeter sind aber zu überwinden.

Auf dem Weg zur Schliersbergalm

Auf dem Weg zur Schliersbergalm

Auf der Schliersbergalm wird allerdings einiges geboten. Wer bei “Alm” an eine kleine, urige Holzhütte denkt, wo man Speckbrot und eine kuhwarme Milch bekommt, wird einen mittleren Schock bekommen. Von Minigolf über Bällebad, Trampolin, Freibad-Schwimmbecken bis zum “Alpenroller”, einer Art Mini-Achterbahn, findet man hier alles, was Kinder toll finden. Die Kleinen dürften also versorgt sein. Erwachsene spielen Minigolf, sonnen sich oder trinken eine Halbe im Biergarten unter dem großen, Schatten spendenden, Zeltdach. Im Haupthaus der Schliersbergalm befinden sich das Restaurant mit Außenfläche, sowie das Hotel.

Aussicht auf Pool, See und Berge an der Schliersbergalm

Aussicht auf Pool, See und Berge an der Schliersbergalm

Der Alpenroller ist eine Bahn, auf der ein-Personen-Wagen auf Schienen über die Wiese fahren. Der Schwung des Gefälles reicht aus, den Wagen ordentlich Geschwindigkeit zu verpassen, ein wirklich rasante Sache, die man der Bahn beim ersten Ansehen gar nicht zutraut. Aber wer hoch wandert, wird auf dem letzten Wegstück vermutlich schon Alpenroller über die Wiese oberhalb des Weges flitzen sehen.

Alpenroller stehen bereit für die nächste Fahrt

Alpenroller stehen bereit für die nächste Fahrt

Hier oben kann man bequem und sehr entspannt einen ganzen Tag verbringen. Dem Haus und manchen Attraktionen sieht man das Alter allerdings schon an. Da muss jeder für sich entscheiden, was nun liebenswerte Patina oder doch schlicht renovierungsbedürftig ist.

Minigolf - für Spaßspiele reicht die alte Neuner-Bahn aus

Minigolf – für Spaßspiele reicht die alte Neuner-Bahn aus

Auf dem 9-Loch-Minigolfplatz dürften ambitionierte Spieler verzweifeln, wer nur aus Spaß spielt, wird ihn haben. Das altertümliche Minikarussell dreht sich vermutlich seit den sechziger Jahren, aber die Kinder freut es heute noch. Dafür sind auch die Preise der Geräte noch zivil. Zumindest an der Ballspritzmaschine ist jede Euro-Inflation spurlos vorübergezogen: 1 DM = 50 Cent. Und das im Jahr 2011, das nenne ich mal Preisstabilität.

Keine Inflation seit 2002: 1 DM sind immer noch 50 Cent an der Ballspritze

Keine Inflation seit 2002: 1 DM sind immer noch 50 Cent an der Ballspritze

Wer oben ist, muss auch wieder runter. Hier gibt es gleich mehrere Möglichkeiten: Natürlich kann man über den Aufstiegsweg auch wieder hinunter gehen. Oder man nimmt die Gondelbahn. Oder man benutzt die Sommerrodelbahn. Diese führt von der Bergstation der Schliersbergbahn bis zur Talstation. Allerdings muss man hier etwas aufpassen, nicht zu schnell zu werden, um nicht aus der Bahn zu fallen. Und auch nicht zu langsam, sonst bleibt man stehen. Wer das richtige Tempo raus hat, ist auf jeden Fall schneller im Tal als der Kollege, der hinunter wandert.

Die Sommerrodelbahn der Schliersbergalm

Die Sommerrodelbahn der Schliersbergalm

Man kann natürlich auch noch weiter wandern als nur zur Schliersbergalm hinauf. Der Weg führt weiter zum Gipfel des Schliersbergs hinauf. Allerdings soll der nicht so spannend sein und auch keine Aussicht bieten, da er bewaldet ist. Daher haben wir auf diese Wanderung zugunsten einer Bootsfahrt auf dem Schliersee verzichtet.

Der Ort Schliersee und die Schliersbergalm vom See aus gesehen

Der Ort Schliersee und die Schliersbergalm vom See aus gesehen

Dauer und Schwierigkeit
Vom Bahnhof Schliersee wandert man in etwa einer Stunde gemütlich zur Schliersbergalm. Von der Talstation der Schliersbergbahn in etwa 45 Minuten. Nur wenige Minuten dauert es mit der Schliersbergbahn. Immerhin knappe 300 Höhenmeter muss man aber überwinden.

Schneller geht es mit der Schliersbergbahn

Schneller geht es mit der Schliersbergbahn

Höhenangaben:
Schliersee: 777 Meter
Schliersbergalm: 1061 Meter

Essen und Trinken:
Gibt es auf der Schliersbergalm reichlich, in Restaurant (mit Kinderkarte) und Biergarten. Und natürlich in Schliersee.

Wo muss ich besonders aufpassen?
Wer die Hauptstraße in Schliersee überquert hat, hat das schwierigste Stück des Weges gemeistert. Der Weg hoch zur Alm ist sehr leicht.

Ist der Weg auch für Kinderwagen geeignet?
Ja. Innerhalb des Ortes ist der Weg geteert, danach ist es ein breiter Fahrweg, ungeteert, aber in gutem Zustand. Wer einen einigermassen geländegängigen Kinderwagen hat, wird keine Probleme bekommen. Der Weg bis zur Talstation der Schliersbergbahn ist übrigens das steilste Wegstück.

Wie komme ich hin?
Mit der Bahn: Die Bayerische Oberlandbahn BOB fährt von München in etwa einer Stunde bis Schliersee. Dort in den Ort, die B 307 überqueren. Durch die Leitnerstraße zum Dekan-Maier-Weg.
Mit dem Auto: Von München aus nimmt man die Autobahn A8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Weyarn. Dann über Miesbach auf der B 307 bis Schliersee. Links in die Leitnerstraße. Dort nach wenigen Metern links den Parkplatz P5 nehmen oder bis zur Talstation der Schliersbergbahn fahren und dort parken.

Links:
Schliersbergalm (mit Webcam)

Google-Maps-Karte:

Schliersbergalm am Schliersee auf einer größeren Karte anzeigen

Buchtipp und Wanderkarte:

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7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den ausführlichen Bericht. Wie lang ist die gesamte Strecke denn etwa?

  2. Vom Bahnhof Schliersee aus kann man die Schliersbergalm bequem in einer Stunde erreichen. Bergab geht’s dann nochmal etwas schneller. Noch schneller natürlich mit der Sommerrodelbahn :-)

  3. Vielen Dank für den tollen Ausflugstipp! Wir(4 Erwachsene, 4 Kinder) haben heute bei strahlendem Sonnenschein die Alm erklommen. Teilweise war der Weg für Kinderwagenschieber schon sehr steil, aber doch gut machbar. Runter gings dann mit der Gondel! :-)

  4. Perfekt beschrieben. Ideal, um einen schönen Nachmittag zu verbringen. Wer wandern will, kann sich auch durch die Wälder zur Alm schlagen. Dazu einfach von der Leitnerstraße direkt links auf einem Feldweg in den Wald laufen anstatt rechts nach oben zur Gondelstation zu gehen. Den Schildern zum Schlierseeberg folgen. Man stößt wieder auf eine nicht öffentliche Straße, die direkt (wieder beschildert) zur Alm führt. Nicht unanstrengend, aber mehr Wanderfeeling.

  5. An der Talstation hatten wir einen kleinen Disput, welchen Weg wir nehmen sollten. Haben uns dann dafür entschieden dem oben abgebildeten Wegweiser zu folgen, was uns zunächst weg von der Gondel führte. Vorbei an einem Bachlauf, auf einem garantiert nicht kinderwagentauglichen Weg, haben wir uns dann durch den Wald hochgeschraubt. Zweifelsfrei der schattigere und für uns schönere Weg. Mit den Kindern haben wir es (mit einigen Päuschen) in gut zweieinhalb Stunden geschafft – die haben ja ein anderes Zeitversändnis ;-)

    Mein Gesamteindruck von der Alm selbst war eher ernüchternd.

    Alle Attraktionen sind erheblich in die Jahre gekommen! Vielleicht sollten die Betreiber mal bisschen Geld in die Hand nehmen und bissel modernisieren.

    Blaue Rutsche im Wald:
    Die Rutsche war echt eine Enttäuschung. Die rutscht nämlich gar nicht. Aber zum Bälle runterrollen lassen taugt sie allemal.

    Das Schwimmbad haben wir nicht ausprobiert. Aber das sah von weitem ganz gut aus.

    Bällebad:
    Tolle Idee – wo gibt’s das schon unter freiem Himmel. Ist sogar überdacht. Drumherum ein Maschendrahtzaun. Und wenn man von ein paar ausgeblichenen und kaputten Bällen mal absieht wirklich lustig. Den Kindern hat’s gefallen.

    Minigolfanlage:
    Sehr betagt, aber es steht ja schon im Artikel. Nix für Profis, aber gut genug für Kinder und Leute, denen es um den Spaß geht.

    Alpenroller:
    Preis für eine Fahrt 2 Euro. Das TÜV-Siegel am Automaten soll wohl Sicherheit vermitteln. Wir haben trotzdem lange überlegt, ob wir den Alpenroller mit den Knirpsen (4 Jahre alt) tatsächlich benutzen können – weil so richtig Platz für einen Erwachsenen samt Kind ist nicht so richtig. Aber wir haben es dann doch gemacht, und so gefährlich war es nicht. Wir hatten unseren Spaß.

    Der Weg runter:
    Egal ob Gondel oder Sommerrodelbahn – der Preis ist für beides gleich. Wir haben einen mit den Rucksäcken mit der Gondel runtergeschickt.

    Sommerrodelbahn:
    Auch die Sommerrodelbahn war ein Abenteuer. OK – wir sind die neumodischen gewöhnt – mit Metallwanne und Doppelsitzerbobs. Also kleine und vor allem schlanke Personen haben keine Probleme mit den Bobs. Will man mit seinem Kind im Doppelpack runterfahren, wird es schon kuschelig auf dem engen Bob. Ich habe mir eine Brandblase am Knöchel geholt, weil ich kurz die Bande geschleift habe, klarer Fall – nächstes Mal lange Socken anziehen – obwohl es echt heiß war an dem Tag. Am Ende der Bahn gab es auch eine Hinweistafel mit einer Notrufnummer, falls man sich bei der Abfahrt verletzt hat.

  6. Hallo Astrid,

    vielen Dank für den ausführlichen Kommentar!
    Ja, man sieht einigen Dingen dort ihr Alter schon an, die “Patina” ist unübersehbar. Extra wegen der Sommerrodelbahn würde ich auch nicht hinfahren, da hab ich auch schon andere erlebt. Aber insgesamt fand ich es dort sehr entspannend. Und für Kinder sowieso, denen macht es auch nichts aus, wenn manche Sachen etwas älter sind.

    Viele Grüße,
    Uli

  7. Pingback: Familien- und Wanderurlaub in Bad Feilnbach in Oberbayern | Hiking Blog

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