Von Fischbachau auf den Breitenstein

Wanderung: Fischbachau-Birkenstein – Kesselalm – Hubertusalm – Gipfel Breitenstein – Gipfel Bockstein – Bucheralm – Birkenstein

Der Breitenstein ist einer der beliebten Münchner Wanderberge, liegt aber immer im Schatten seines wesentlich bekannteren Nachbarn, dem markanten und gut 200 Meter höheren Wendelstein. Eigentlich zu Unrecht. Denn auch wenn es an einem schönen Herbsttag am Breitenstein schon recht belebt ist, tritt man sich doch nicht auf die Füße. Und auf einer Wanderung kann man auch gleich zwei Gipfel erklimmen.

Knapp unterhalb des Breitenstein-Gipfels liegt die Hubertushütte mit ihrem gemütlichen Biergarten

Knapp unterhalb des Breitenstein-Gipfels liegt die Hubertushütte mit ihrem gemütlichen Biergarten

Die Wanderung beginnt am großen Wanderparkplatz im Ortsteil Birkenstein. Von dort geht es zunächst die Zufahrtsstraße hoch und dann nach rechts auf der Straße weiter. Am Wegweiser Richtung “Kesselalm” nach links an den letzten Häusern vorbei, dann in den Wald hinein und nach rechts auf den Wanderweg.

Der Weg durch den Wald ist teilweise recht steil, aber auf dem breiten Fahrweg gut zu gehen. Nachdem wir einen Bach mehrmals überquert haben, treten wir aus dem Wald heraus und sehen uns einer großen Felswand gegenüber. Aber hier geht es nicht hinauf, sondern nach rechts in einigen Serpentinen über freies Almgelände weiter bergauf.

Nach etwa einer Stunde Wanderung erreichen wir die Kesselalm. Hier kann man Pause machen und auf der balkonartig um das Haus verlaufenden Terrasse sitzen. In der Nähe der Kesselalm findet man aber auch auf einer Bank, auf Felsen oder auf der Almwiese Platz für eine Brotzeit. Auf den umliegenden Wiesen können Kinder herumtoben.

Wir wandern weiter zur Hubertusalm. Nur wenige Minuten gehen wir geradeaus über einen Fahrweg, bis wir die Talstation der Materialseilbahn erreichen. Hier zweigt auch ein Weg ab, über den man auf den Wendelstein wandern könnte, der sich an dieser Stelle auch zum ersten Mal zeigt. Das machen wir aber nicht, wir gehen links neben der Seilbahn den schmalen Weg bergauf.

Über Almwege gelangen wir zur großen Felswand, die es nun zu ersteigen gilt. Aber keine Sorge, kraxeln muss man hier nicht, es geht einen durchaus steilen, aber sehr schönen Weg über Steine, Wurzeln und Felsen hinauf. Trittstufen erleichtern an vielen Stellen den Aufstieg, der an der Felswand entlang führt. Auch wenn es teilweise anstrengend ist, der tolle Weg und die Aussicht sind es wert!

Die Hubertushütte unterhalb des Breitenstein-Gipfels

Die Hubertushütte unterhalb des Breitenstein-Gipfels

Etwa eine Stunde, nachdem wir die Kesselalm verlassen haben, taucht plötzlich ein Nebengebäude der Hubertushütte auf. Nur noch wenige Meter und wir sind an der Hütte angelangt, die ein wenig märchenhaft erscheint. Ein kleines Häuschen mit einem schönen Biergarten auf der grünen Almwiese unterhalb des Berggipfels. Hier kann man einige Zeit verbringen. Die Speisekarte beschränkt sich auf einfache Essen wie Speckbrett oder Suppen, das ist aber völlig OK. Vom Biergarten aus bietet sich ein toller Blick auf den nahen Gipfel, den Wendelstein und die weiteren Berge, sowie hinunter zur Kesselalm und den Aufstiegsweg. Einen Spielplatz gibt es nicht, aber zum Spielen findet sich genug Platz.

Das Gipfelkreuz auf dem felsigen Gipfel des Breitenstein

Das Gipfelkreuz auf dem felsigen Gipfel des Breitenstein

Der Weg zum Gipfel mit dem großen Kreuz ist nur noch Formsache. In einigen Serpentinen geht es, zunächst über die Wiese, dann über die Felsen, etwa 10 Minuten bergauf. Der Gipfelbereich selbst ist komplett felsig. Vorsicht: Auf der anderen Seite geht es mehrere hundert Meter senkrecht bergab!

Der Wendelstein, vom Breitenstein-Gipfel aus gesehen

Der Wendelstein, vom Breitenstein-Gipfel aus gesehen

Der Weg zum zweiten Gipfel, dem Bockstein, führt zunächst wieder den Serpentinenweg zur Hubertushütte zurück und an dieser vorbei. Dann auf dem Weg, dann über eine weite Wiese an einem kleinen Weiher vorbei. Rechts ragen die Felsen auf. Am Wegweiser dann rechts hoch, zwischen den Felsen hindurch zum zweiten Gipfelkreuz. Auch hier ist Vorsicht geboten, hier fällt es zum Tal hin sehr steil ab. Von Gipfel zu Gipfel dauert die Wanderung nur etwa 20 Minuten.

Vom Bockstein-Gipfel aus sieht man den mächtigen Felsgipfel des Breitenstein

Vom Bockstein-Gipfel aus sieht man den mächtigen Felsgipfel des Breitenstein

Nun sollte man sich entscheiden, wie man weiterwandern möchte: Zurück auf dem Aufstiegsweg oder den oft empfohlenen Weg über die Bucheralm, mit dem man die Wanderung zu einer Rundwanderung macht. Wir haben uns für den Rundweg über die Bucheralm entschieden.

Zurück vom Gipfelkreuz des Bockstein geht es am Wegweiser nach rechts. In vielen Serpentinen führt ein Schotterweg eine steile Almwiese bergab und später in den Wald hinein. Dort ist der Weg teilweise recht felsig und kann glitschig werden, daher gilt hier wieder: Stöcke sind Freunde!

Die Bucheralm auf dem Abstiegsweg zurück nach Fischbachau

Die Bucheralm auf dem Abstiegsweg zurück nach Fischbachau

Nach einer Dreiviertelstunde sind wir an der Bucheralm, die im Sommer bewirtschaftet ist. Über den Wanderweg “B4a / Schwaigeralm – Marbach – Birkenstein – Fischbachau” geht es einen überwiegend schmalen und teilweise felsigen Weg hinunter. Als wir auf die Forststraße treffen, gehen wir diese nach links bergab weiter. Nach etwa fünf Minuten geht es wiederum links über einen breiten Waldarbeitsweg ein kurzes Stück hinunter, bis wir an einer Kreuzung im Wald stehen. Geradeaus hinüber und wir sind auf dem ersten Teilstück des Wanderweges, den wir zu Beginn der Wanderung gegangen sind. Etwa 45 Minuten nach Passieren der Bucheralm sind wir wieder am Wanderparkplatz.

Dauer und Schwierigkeit:
Vom Parkplatz zur Kesselalm etwa eine Stunde, eine gute weitere Stunde zur Hubertushütte. Auf den Breitenstein-Gipfel etwa 10 Minuten, zum Bockstein etwa 20 Minuten. Für den Weg über die Bucheralm zum Parkplatz kann man etwa zwei Stunden rechnen.

Höhenangaben:
Fischbachau-Birkenstein: ca. 850 Meter
Kesselalm: 1285 Meter
Hubertushütte: 1585 Meter
Breitenstein Gipfel: 1622 Meter
Bockstein Gipfel: 1575 Meter

Essen und Trinken:
Kesselalm und Hubertushütte sind bewirtschaftet. In Fischbachau gibt es natürlich auch verschiedene Gasthöfe.

Wo muss ich besonders aufpassen?
An beiden Gipfeln ist besondere Vorsicht geboten, gerade, wenn man mit Kindern wandert. Der Felsengipfel des Breitenstein fällt steil ab, am Bockstein hat man ein kleines Plateau, dass aber ebenfalls steil ins Tal abfällt. Der Weg vom Bockstein über die Bucheralm war an einigen Stellen sehr rutschig, das muss natürlich nicht immer so sein. Die Wiese hinter dem Biergarten der Hubertushütte ist zum Abhang mit einem einfachen Zaun gesichert.

Ist der Weg für Kinderwagen geeignet?
Bis zur Kesselalm und der Talstation kann man mit einem geländegängigen Kinderwagen kommen, danach ist der Weg auf keinen Fall für Kinderwagen geeignet. Aber auch der Weg zur Kesselalm ist nicht besonders empfehlenswert, da es doch einige steinige Abschnitte gibt und der Weg für Kinderwagen schon sehr steil ist.

Wie komme ich hin?
Mit der Bahn: Von München aus mit der Bayerischen Oberlandbahn nach Fischbachau. Dann über dei Hauptstraße und die Birkensteinstraße am Wanderparkplatz vorbei.
Mit dem Auto: Von München aus auf der Autobahn A8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Weyarn. Über Miesbach, Hausham, Schliersee und Neuhaus fahren. An der Abzweigung zum Spitzingsee vorbei, kurz darauf nach links nach Fischbachau. Im Ort, kurz nachdem man die Kirche passiert hat, rechts nach Birkenstein abbiegen und der Straße bis zum Wanderparkplatz folgen.

Links:
Kesselalm: http://www.kesselalm.de

Buchtipps:

Wanderkarte:

Hast Du auch diese Artikel schon gelesen?

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. da mein Name der des Berges Breitenstein ist,
    interessiert mich eimal ein Besuch dessen,
    darum diese Erkundigungen,
    wenn Sie ineressantes Druck-Material haben bitte ich um Zusendung
    mfG R.Breitenstein

Schreibe einen Kommentar