Colma di Malcesine auf dem Monte Baldo

Wanderung: Bergstation der Monte Baldo Seilbahn – La Capannina – Colma di Malcesine – nördlicher Aussichtspunkt – Bergstation

Mehr ein Spaziergang als eine Wanderung ist der Weg über die Colma di Malcesine auf dem breiten Rücken des Monte Baldo. Das wechselnde Wetter mit Nebelschwaden und starken Winden lies keine weitere Wanderung auf die höheren Gipfel des Monte Baldo zu, also blieb es bei der kurzen Wanderung zum nördlichen Aussichtspunkt.

Auf der Colma di Malcesine am Monte Baldo

Auf der Colma di Malcesine am Monte Baldo

Mit der modernen Seilbahn Funivia Monte Baldo gelangt man in wenigen Minuten vom Talort Malcesine über die Mittelstation San Michele auf den Monte Baldo in 1760 Metern Höhe. Eine Besonderheit sind die runden Gondeln von der Mittelstation zur Bergstation. Während der Fahrt auf den Berg dreht sich die Gondel einmal komplett um die eigene Achse, so dass jeder, der einen Fensterplatz hat, also fast alle, mal hinunter auf den See und mal zum Berg hin sieht.

Monte Baldo Seilbahn kurz vor der Bergstation

Monte Baldo Seilbahn kurz vor der Bergstation

Von der Bergstation der Funivia Monte Baldo auf 1760 Metern Höhe führt nach links ein Weg ein paar Meter bergauf zu einem Skilift. An der Kuppe angelangt sieht man schon die Hütte La Capannina, zu der es nur fünf Minuten Fußweg sind. Zur Hütte gehört ein großer Biergartenbereich. Bei sehr windigem Wetter, dass es hier oft gibt, bietet sich der große Gastraum der Hütte als Pausenstation an.

Berghütte La Capannina am Monte Baldo

Berghütte La Capannina am Monte Baldo

Schräg gegenüber befindet sich ein Gatter, in dem einige Alpakas leben. Direkt daneben werden Produkte aus Alpakawolle verkauft. Und auch Alpaka-Wanderungen sind möglich.

Direkt hinter der Hütte ist ein Gebiet mit vielen kleinen Felsen, die sich zum Klettern anbieten. Hier gibt es sogar eine, allerdings sehr kleine, Höhle. Wer eine Taschenlampe mitgebracht hat, kann hier zum “Höhlenforscher” werden. Oder auf die benachbarten Felsen klettern. Für Kinder ist es ein ganz spannendes Klettergebiet.

Der Weg zum Aussichtspunkt führt durch die Wiesen auf immer gleicher Höhe nach Norden. Weiter im Osten kann man auf Hochtäler des Monte Baldo, die serpentinenreichen Bergstraßen, den Staudamm Lago Pra de la Stua und das etwa 1300 Meter hoch gelegene Dorf San Valentino sehen. Nach nur etwa 15 Minuten sind wir schon am nördlichen Aussichtspunkt angelangt.

Blick vom Aussichtspunkt zum nördlichen Gardasee-Ufer

Blick vom Aussichtspunkt zum nördlichen Gardasee-Ufer

Sofern die Wolken nicht zu dicht sind, hat man von hier einen tollen Blick auf das nördliche Gardasee-Ufer mit Torbole, Riva del Garda und dem Monte Brione zwischen den beiden Orten. Vom Aussichtspunkt aus führen links und rechts Wege steil bergab, für dieses Mal reicht es aber und wir kehren um. Auf dem Hinweg geht es auch wieder zurück zur Capannina.

Colma di Malcesine Richtung La Capannina und Bergstation

Colma di Malcesine Richtung La Capannina und Bergstation

Auf jeden Fall sollte man auch über die Wiese nach Westen, in Richtung Gardasee, gehen. Der Blick auf den gut eintausendsiebenhundert Meter tiefer liegenden See ist grandios. Je nach Wetter hat man einen weiten Blick oder man sieht zwischen Wolkenfetzen Teile des Sees oder des gegenüber liegenden Ufers mit Limone und Campione del Garda.

Blick vom Monte Baldo auf den Gardasee

Blick vom Monte Baldo auf den Gardasee

Ein Hinweis zum Wetter und zur Kleidung: Auch wenn in Malcesine die Sonne scheint und die Temperaturen schon die 30 Grad Marke erreichen, kann es auf den Bergen des Monte Baldo sehr windig und kalt sein. Bergschuhe, eine lange Hose und eine Windstopper-Jacke sollte man auch jeden Fall mitnehmen, auch eine Fleecejacke kann nicht schaden, wenn man die Bergtour nicht nur auf die Bergstation der Seilbahn beschränken möchte.

Dauer und Schwierigkeit:
Der Weg ist völlig leicht zu gehen und weist kaum Höhenunterschiede auf. Von der Bergstation zur Berghütte La Capannina braucht man kaum fünf Minuten, von dort zum Aussichtspunkt über die Colma di Malcesine benötigt man etwa 15 Minuten. Der Rückweg ist genauso lang.

Höhenangaben:
Malcesine: ca. 90 Meter
Talstation Malcesine: ca. 100 Meter
Mittelstation San Michele: ca. 560 Meter
Bergstation Funivia Monte Baldo: ca. 1760 Meter
La Capannina: 1770 Meter
Aussichtspunkt: 1750 Meter

Essen und Trinken:
In der Bergstation der Seilbahn gibt es ein Restaurant und eine Bar. Die Berghütte La Capannina bietet von Panini und Salaten bis zu größeren warmen Gerichten viel Auswahl. Rechts neben der Bergstation befindet sich noch das Gasthaus Ristorante Baita dei Forti.

Wo muss ich besonders aufpassen?
Der Weg über den breiten Bergrücken ist völlig unschwierig und auch für Kinder sehr leicht zu gehen. Etwas vorsichtiger sollte man am Aussichtspunkt sein, hier geht es teilweise steil herunter, wenn man über die Zäune hinaus weitergeht.

Ist der Weg für Kinderwagen geeignet?
Mit geländegängigen Kinderwagen kann man den Weg gehen. Allerdings gibt es in der aktuellen Preisliste der Seilbahn keine Hinweise mehr auf die Mitnahmemöglichkeit von Kinderwagen. Fahrräder oder Gleitschirme können jedoch mitgenommen werden. Im Zweifel einfach an der Kasse nachfragen.

Wie komme ich hin?
Von Riva del Garda aus gelangt man mit dem Auto oder mit dem Linienbus über Torbole auf der östlichen Uferstraße nach Malcesine. Im Ort an der Ampel nach links der Beschilderung zur Funivia Monte Baldo folgen. Die Talstation verfügt über eine Tiefgarage, die für Seilbahnnutzer einen günstigen Ganztages-Pauschaltarif anbietet. An der Kasse das Parkticket stempeln lassen. Alternativ kann man per Schiff von Riva del Garda oder Torbole von Norden bzw. den anderen südlich gelegenen Anlegestellen nach Malcesine fahren. Durch die Altstadt kommt man in gut zehn Minuten zur Talstation der Seilbahn.

Links:
Homepage der Funivia Monte Baldo (IT / DE / EN)
Homepage der Funivia Monte Baldo (Deutsch)
Homepage der Hütte La Capannina (Italienisch)

Wanderkarte:

Hast Du auch diese Artikel schon gelesen?

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar