Im Hochseilgarten im Parco Avventura Busatte am Gardasee

Hochseilgarten: Der Parco Avventura delle Busatte in Torbole sul Garda

Diesmal geht’s zum ersten Mal in einen Hochseilgarten. Ein Flyer im Hotel hat uns neugierig gemacht auf den Kletterwald, der im Freizeitpark Parco Avventura delle Busatte bei Torbole liegt. Es gibt am Gardasee schon mehrere dieser Kletterparks, aber dieser ist der Einzige, den wir im nördlichen Bereich kennen. Wir haben schnell festgestellt: Der Besuch lohnt sich.

Neben dem Hochseilgarten im Wald bietet der Parco Avventura einige weitere Sportmöglichkeiten. Auf dem Hartplatz haben gleich mehrere Gruppen Basketball gespielt, die Kleinen haben auf der großen Picknickwiese Fußball gespielt, während einige Rentner gerade ein Bocciaspiel begannen.

Im hinteren Teil des Parks befindet sich der Bike Park, eine sehr große BMX-Bahn mit Wellenbahn, Hügeln und weiteren BMX-Bahnen. Dort hat gerade eine Schulklasse oder die Jugendmannschaft eines Sportvereins BMX-Fahren geübt. Mit Helm, Arm- und Knieschutz sind die Kinder rasant über die Betonelemente gefahren.

Am Eingang zum Hochseilgarten

Am Eingang zum Hochseilgarten

Wir haben den Park aber einmal komplett durchquert und direkt den Hochseilgarten am Waldrand angesteuert. Man kann sich an den Wegweisern zum “Sentiero Busatte Tempesta” orientieren, der gleich neben dem Hochseilgarten beginnt.

Nach ein paar Minuten Wartezeit, weil gerade eine größere Gruppe eingewiesen wurde, hatte einer der Betreuer Zeit für uns. Nachdem wir bezahlt und das Infoblatt, das auch auf deutsch ausliegt, unterschrieben haben, ging es ans Ankleiden.

Hüftgurte für Erwachsene und Komplettgurte für Kinder

Hüftgurte für Erwachsene und Komplettgurte für Kinder

Jeder bekommt einen Helm und einen Hüftgurt, an dem das Seilset schon angebracht ist. Das Seilset besteht aus drei Seilen, zwei mit einem Karabiner am Ende und eines mit einer Rolle. Kinder bekommen statt eines Hüftgurts einen Komplettgurt.

Dann beginnt auch schon die Einweisung, bei der alle Handgriffe genau erläutert und vorgeführt werden. Die wichtigsten Punkte sind leicht zu verstehen und schnell gemerkt: Immer nur eine Person an einer Aufgabe, auf den Plattformen sollen maximal drei Personen stehen. Die rote Markierung am Seil heißt “Karabiner einhängen”, die gelbe Markierung bedeutet “Rolle einhängen”. Und, wie am Klettersteig, immer darauf achten, auf der gesamten Route durchgängig mit mindestens einem Karabiner eingehängt und gesichert zu bleiben.

Diese Hängebrücke auf der grünen Route ist noch sehr einfach

Diese Hängebrücke auf der grünen Route ist noch sehr einfach

Die ersten beiden, grünen, Einsteigerparcours, sind sehr leicht und finden in geringer Höhe statt, teilweise nur einen Meter über dem Boden. Sie sind ideal zum Eingewöhnen an alle Handgriffe, dabei aber interessant und schön gestaltet. Über Holztritte in Fußform gehen wir über den Seilweg, an der Liane schwingen wir von Baum zu Baum und die Seilbrücke hat zum Glück noch ein Geländer.

Da musst Du durch - der Netztunnel

Da musst Du durch - der Netztunnel

Im Netztunnel sind eindeutig die Kinder im Vorteil, die sowieso sehr spielerisch und mit großem Mut und Geschick an alle Aufgaben herangehen. Dabei haben sich auch alle Kinder, die wir gesehen haben, immer gewissenhaft selbst gesichert.

Die erste Station, die ein wenig Überwindung kostet, ist die Seilrutsche am Ende des grünen Parcours. Auch hier befindet sich der Start nur etwa zweieinhalb Meter über dem Boden, aber das vielleicht zehn Meter lange Stahlseil endet in einem großen Fangnetz. Da soll man jetzt reinrutschen? Also gut: Kurz Luft holen und dann nix wie durch.

Im Fangnetz gelandet - dieser Parcours ist geschafft

Im Fangnetz gelandet - dieser Parcours ist geschafft

Als das geklappt hat, haben wir uns auch an die etwas schwierigeren Parcours gewagt. Sie alle sind gut aufgebaut, die Schwierigkeiten steigen langsam. Dadurch, dass alle Stationen im Wald an und zwischen den Bäumen stattfinden, haben wir uns auch immer wohl gefühlt. Ein Gefühl von Ausgesetztheit oder zu großer Höhe haben wir nie gehabt.

Einige Stationen sind schon mehrere Meter hoch, man rutscht auch schon einmal hoch über einen Waldweg hinweg, aber auf ganz extreme Elemente haben die Erbauer der Wege verzichtet. Es bleibt alles anfänger- und familiengerecht. Genau das Richtige für unsere ersten Besuch in einem Hochseilgarten.

Beim Einhängen der Rolle ins Stahlseil

Beim Einhängen der Rolle ins Stahlseil

Für die einzelnen Routen wird kein Mindestalter, sondern eine Mindestgröße angegeben. Das ist sinnvoll, da man natürlich an die einzelnen Elemente immer gut heranreichen können muss. Während die grünen Parcours ab 125 cm Körpergröße empfohlen werden, sind es bei der blauen Route 135 Zentimeter und beim roten Weg, der auch schon einige Meter über dem Boden verläuft, 145 Zentimeter.

Auf der roten Route geht's schon recht hoch hinaus

Auf der roten Route geht's schon recht hoch hinaus

Für diesen Besuch im Hochseilpark haben wir pro Erwachsenem 20 Euro bezahlt, Kinder zahlen mit 16 Euro etwas weniger. Dafür kann man zwei Stunden lang frei durch den Park gehen und alle Parcours ausprobieren, auch mehrmals. In den etwa zwei Stunden, genau kontrolliert wird das nicht, kann man alle Stationen ohne Zeitdruck schaffen. Die auf den Tafeln beschriebene schwarze, also schwere, Route, war bei unserem Besuch noch nicht fertiggestellt.

Nach dem Klettergarten wartet dann, je nachdem ob man sein Picknck selbst mitgebracht hat, die große Picknickwiese oder die Bar, in der man günstig gut Nudeln essen kann.

Unser Fazit: Cool, der Hochseilgarten im Parco Avventura ist für Einsteiger und Familien extrem gut geeignet. Nicht zu schwierig, aber immer spannend und schön angelegt. An den schwereren Parcours werden aber auch Fortgeschrittene sicher auch Spaß haben. Und wir werden auch im heimischen Bayern mal wieder in einen Hochseilgarten gehen.

Helmgalerie

Helmgalerie

Essen und Trinken:
Am Beginn des Parco Avventura befindet sich die Bar mit Innenraum und kleiner Terrasse. Hier kann man kleinere Gerichte wie Pizza, Nudelgerichte und Salate essen. Sonst bietet es sich an, wie die italienischen Familien, einen Picknickkorb mitzubringen und gemütlich auf der Wiese zu Essen.

Wie komme ich hin?
Mit dem Bus oder dem Schiff: Von Riva del Garda, Malcesine und anderen Orten am Gardasee kann man mit dem Bus oder dem
Linienschiff nach Torbole fahren. Dann muss man noch auf der, wenig befahrenen Straße, zum Parco Avventura Busatte aufsteigen, der oberhalb von Torbole liegt.
Mit dem Auto: Direkt am Hafen von Torbole macht die Hauptstraße eine scharfe Kurve. Dort kann man auch auf einen Platz abbiegen, der sehr nach Fußgängerzone oder “Zona Traffico Limitato” aussieht, aber doch als Straße nutzbar ist. Am hinteren Ende des Platzes geht es dann nach links steil bergauf, um eine Kurve und dann weiter steil auf der schmalen Straße bergauf, die links und rechts von hohen Mauern umgeben ist. Weiter oben fährt man dann wieder auf einer ganz normalen Straße durch den Ortsteil Busatte. Zunächst an einem Parkplatz entlang, dann über mehrere Serpentinen weiter hoch. An der T-Kreuzung nach links, dann ist der Parkplatz des Parco Avventura erreicht.

Links:
Homepage des Parco Avventura Busatte
Ein Bericht bei Familienschack.de über den Kletterpark Busatte

Wanderkarte:

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wusste ich doch, das wir bei unserem Gardaseeurlaub etwas vergessen hatten. 😉

  2. Der Parco Avventura Busatte ist einen Besuch wert, man sollte anschliessend unbedint den Panoramaweg von Busatte bis Tempesta laufen, 400 Metallstufen zwischen Himmel und Wasser, auf ca. 120 Meter über dem See, eine Route von geologischem und pflanzenkundigem Interesse. Die Strecke ist ungefähr 5 km lang. In dem ehemaligen Weinbauerndorf Nago, nur wenige Gehminuten vom Busatte Park entfernt, kann man Relax- Tage verbringen http://www.tonellihotels.com

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