Kurze Winterwanderung zum Zeigersattel am Nebelhorn

Winterwanderung: Nebelhorn Bergstation Höfatsblick – Edmund-Probst-Haus – Zeigersattel und zurück

Eine kurze, aber sehr aussichtsreiche Winterwanderung am Nebelhorn. Über den Jahreswechsel 2016/2017 waren wir in Oberstdorf und sind natürlich auch mit der Seilbahn auf das Nebelhorn gefahren. Neben der neuen Gipfelstation direkt am Gipfel und der großartigen Aussicht dort sind wir den kurzen Winterwanderweg gegangen. Dieser führt von der Bergstation “Höfatsblick” der Nebelhorn-Seilbahn am Edmund-Probst-Haus vorbei auf den Zeigersattel und lässt sich in nur gut einer Stunde erwandern.

Der Gipfelbereich des Nebelhorns mit den Seilbahnstationen und dem Gipfelgebäude

Der Gipfelbereich des Nebelhorns mit den Seilbahnstationen und dem Gipfelgebäude

Die Talstation der Nebelhorn-Seilbahn liegt direkt am Rand des Ortszentrums von Oberstdorf. Mit der großen Gondelbahn fahren wir zunächst zur Mittelstation an der Seealpe und steigen dort in eine weitere Gondelbahn um, die uns zur Bergstation “Höfatsblick” auf 1932 Metern Höhe bringt. Damit haben wir aber noch nicht den Gipfel des Nebelhorns erreicht, denn der liegt noch knapp 300 Meter höher.

Östlich des Nebelhorn-Gipfels beginnt der Hindelanger Klettersteig

Östlich des Nebelhorn-Gipfels beginnt der Hindelanger Klettersteig

Im Sommer könnten wir hochwandern, im Winter sind die oberen Regionen den Skifahrern vorbehalten. Natürlich wollen wir trotzdem zum Gipfel und fahren mit der Nebelhorn-Gipfelbahn direkt zum neu erbauten Gipfelhaus. Die Gipfelbahn ist ebenfalls eine Gondelbahn, die Gondeln sind aber etwas kleiner als die der ersten beiden Sektionen.

Auf dem Nebelhorn-Gipfel

Das neue Nebelhorn-Gipfelhaus mit der großen Aussichtsterrasse

Das neue Nebelhorn-Gipfelhaus mit der großen Aussichtsterrasse

Direkt vom Ausstieg kommen wir auf die Aussichtsterrasse, die ein wirklich beeindruckendes Gipfelpanorama bietet. Die gesamten Allgäuer Alpen mit der Höfats liegen direkt vor uns, bis zur Zugspitze reicht der Blick nach Osten und angeblich kann man sogar den Bodensee sehen. Den habe ich aber nicht gesehen.

Bis zur Zugspitze reicht der Blick vom Nebelhorn

Bis zur Zugspitze reicht der Blick vom Nebelhorn

Für diesen Blick hat es sich auf jeden Fall gelohnt, bis zum Gipfel zu fahren. Übrigens beginnt der Hindelanger Klettersteig direkt im Gipfelbereich. Einen offiziellen Einstieg gibt es an der Gipfelstation aber offenbar noch nicht.

Nebelhorn-Gipfel und Gipfelhaus

Nebelhorn-Gipfel und Gipfelhaus

Das zweistöckige Gipfelgebäude mit Restaurant und Cafeteria ist zur Saison 2016/2017 komplett neu gebaut worden und sieht wirklich schick aus. Ein flaches Gebäude aus Stahl und Glas, aber trotzdem einigermassen zurückhaltend an den Berg gebaut. Von der Terrasse aus ist man dann in einer Minute Gehzeit über Fels auf dem Gipfel.

Der Gipfel des Nebelhorns mit dem Gipfelkreuz ist von der Terrasse in einer Minute erreichbar

Der Gipfel des Nebelhorns mit dem Gipfelkreuz ist von der Terrasse in einer Minute erreichbar

Ebenfalls neu gebaut ist der Nordwandsteig, ein Gittersteg, der an die Nordwand des Nebelhorns gebaut wurde. Durch einen Tunnel gelangt man auf den Steg, der an der Nebelhorn-Nordwand entlang zur Seilbahnstation führt. Vom Steg aus hat man einen Blick nach Norden, Richtung Rubihorn und Grünten.

Auf dem Nebelhorn-Nordwandsteig

Auf dem Nebelhorn-Nordwandsteig

Aber wir wollten uns ja etwas bewegen und zumindest eine kurze Winterwanderung machen. Also fahren wir wieder ein Stück hinunter zur Station Höfatsblick.

Der Aufstiegsweg und der Zeigersattel

Der Aufstiegsweg und der Zeigersattel

Winterwanderweg zum Zeigersattel

Direkt neben dem großen Gebäude der Bergstation mit Gondelstation, Restaurant und Aussichtsterrasse liegt das Edmund-Probst-Haus, eine Alpenvereinshütte, auf 1932 Metern Höhe. Zwischen den beiden Gebäuden hindurch führt ein Weg bergab. Das ist der Beginn des Winterwanderwegs zum Zeigersattel.

Am Beginn des Winterwanderwegs zum Zeigersattel

Am Beginn des Winterwanderwegs zum Zeigersattel

Unter einem Sessellift hindurch, der allerdings bei den Schneebedingungen Ende Dezember 2016 noch nicht in Betrieb war und an einer Schneekanone vorbei gehen wir zunächst bergab zur Geißalphütte.

An der Gaißalphütte

An der Gaißalphütte

Um die Hüttengebäude herum führt der Weg weiter bergab. An der nächsten scharfen Kurve haben wir dann den tiefsten Punkt der Wanderung erreicht und gehen nun in angenehmer Steigung stetig bergauf.

Hier ist der  tiefste Punkt des Winterwanderwegs und wir beginnen den Anstieg zum Zeigersattel

Hier ist der tiefste Punkt des Winterwanderwegs und wir beginnen den Anstieg zum Zeigersattel

Nach einem kurzen steileren Stück stehen wir auch schon auf dem Zeigersattel. Eine knappe halbe Stunde hat die Wanderung bis hierhin nur gedauert. Bis hier auf den Zeigersattel ist der Weg präpariert, aber einige Fußspuren zeigen an, dass man noch weiter in Richtung Zeigergipfel gehen kann. Allerdings verlässt man damit den offiziellen Winterwanderweg.

Der Blick vom Zeigersattel nach Süden

Der Blick vom Zeigersattel nach Süden

Weil wenig Schnee liegt, ist der Weg auf den Kammweg zum Schattenberg noch ein Stück weit gut zu gehen, zumindest bis zum Windsack an einem Weidezaun. Hier ist die Aussicht noch etwas besser als am Zeigerattel selbst.

Der große Gund und der Gipfelbereich des Nebelhorns. In der Bildmitte liegen Seilbahnstation und Edmund-Probst-Haus

Der große Gund und der Gipfelbereich des Nebelhorns. In der Bildmitte liegen Seilbahnstation und Edmund-Probst-Haus

Nach Norden sieht man direkt in die weite Grube des großen Gund, in deren Mitte die Station Höfatsblick und das Edmund-Probst-Haus liegen, darüber sind der Nebelhorn-Gipfel und das Gipfelhaus gut zu sehen.

Der Kamm zum Schattenberg, vom Windsack aus gesehen

Der Kamm zum Schattenberg, vom Windsack aus gesehen

Der Kamm zum Schattenberg teilt den Blick: Rechts das Faltenbachtal, durch das die Seilbahn fährt, links das Oytal mit dem Seealpsee. Direkt nebenan der Zeiger, der von Wikipedia als “touristisch unbedeutend” beschrieben wird.

Rechts im Bild der schon leicht zugefrorene Seealpsee

Rechts im Bild der schon leicht zugefrorene Seealpsee

Vom Zeigersattel Richtung Südosten

Vom Zeigersattel Richtung Südosten

Und ein ganz kleines Stück des Tales mit den letzten Ausläufern von Oberstdorf kann man auch noch sehen. Über das Tal hinaus führt der Blick dann in Richtung Kleinwalsertal mit dem markanten Ifen.

Ganz im Westen liegt das Kleinwalsertal mit dem markanten Ifen

Ganz im Westen liegt das Kleinwalsertal mit dem markanten Ifen

Über den Hinweg geht es dann auch wieder zurück. Ein kurzer, aber schöner Winterwanderweg mit einem großartigen Panoramablick.

Dauer und Schwierigkeit:
Für Hin- und Rückweg von der Seilbahnstation und dem Edmund-Probst-Haus kann man jeweils etwa eine halbe Stunde Gehzeit rechnen, mit Panormablick geniessen und Fotopausen kann man etwa eineinhalb Stunden rechnen. Der Weg ist gut präpariert und war bei unserem Besuch leicht zu gehen. Bei anderen Schneeverhältnissen kann er möglicherweise schwerer sein.

Höhenangaben:
Talstation Nebelhornbahn: 828 Meter
Station Seealpe: 1280 Meter
Station Höfatsblick / Edmund-Probst-Haus: 1932 Meter
Gipfel Nebelhorn: 2224 Meter

Essen und Trinken:
Direkt neben der Station Seealpe der Nebelhornbahn liegt die Seealpe. In den Bahnstationen Höfatsblick und der Gipfelstation sind Restaurants und Cafes. Das Edmund-Probst-Haus bietet Hüttenküche und Übernachtungsmöglichkeiten.

Das Edmund-Probst-Haus auf 1932 Metern Höhe

Das Edmund-Probst-Haus auf 1932 Metern Höhe

Wo muss ich besonders aufpassen:
Wie üblich bei Winterwanderungen, auch wenn es eine kurze Wanderung auf einem präpariertem Weg ist, können die aktuellen Gegebenheiten je nach Schnee- und Wettersituation sehr unterschiedlich sein. Unbedingt auf Informationen und Sperrungen achten und Vorsicht im nicht gesicherten Gelände.

Wie komme ich hin?
Mit dem Zug: Bis Oberstdorf fahren, dann mit dem Bus zur Talstation der Nebelhornbahn fahren. Alternativ kann man auch durch den Ortskern (Fußgängerzone) gehen. Sowohl der Bahnhof als auch die Talstation grenzen direkt an die Fußgängerzone.
Mit dem Auto: Bis Oberstdorf fahren, dort der Ausschilderung zur Nebelhornbahn folgen. Direkt an der Talsation kann man parken.

Eine Gondel der Nebelhornbahn bei der Fahrt ins Tal

Eine Gondel der Nebelhornbahn bei der Fahrt ins Tal

Links:
Weitere Fotos vom Nebelhorn findet Ihr im Flickr-Album
das-hoechste.de – Website der Nebelhornbahn
Winterwanderung zum Zeigersattel
Panoramakarte mit Informationen, welche Wege geöffnet sind.
Homepage Edmund-Probst-Haus
Nebelhorn bei oberstdorf.de

Wenn Ihr Euch für weitere Informationen zum Hindelanger Klettersteig Interessiert, schaut bei oberstdorf.de, das-hoechste.de, via-ferrata.de, klettersteig.de und hindelanger-klettersteig.de vorbei.

Wanderkarte:

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