Auf die Gleiwitzer Hütte in den Hohen Tauern

Wanderung in den Hohen Tauern: Von Fusch auf die Gleiwitzer Hütte

Im Nationalpark Hohe Tauern, der sich über die Bundesländer Salzburg, Kärnten und (Ost-)Tirol erstreckt, finden sich die höchsten Berge Österreichs. Der 3798 Meter hohe Großglockner und der Großvenediger mit 3657 Metern sind die bekanntesten. Ganz so hoch soll es für uns nicht gehen, wir steigen nur zur Gleiwitzer Hütte auf, zu der wir aber auch gut 1360 Meter vom Talort Fusch aufsteigen.

Ausblick von der Gleiwitzer Hütte

Ausblick von der Gleiwitzer Hütte

Gegenüber vom Gasthof Lampenhäusel in der kleinen Gemeinde Fusch an der Großglocknerstraße parken wir unsere Autos und beginnen mit dem Aufstieg. Von 815 Meter Höhe wandern wir auf die in 2176 Metern Höhe gelegene Hütte hinauf.

Zunächst führt der Weg in den Wald hinein, was uns ganz angenehm ist, denn es ist wirklich heiß. Der Wald ist angenehm kühl und schattig. In Serpentinen zieht sich der Weg hinauf, nie zu steil, aber mit gutem Höhengewinn. Nur die Aussicht leidet. Wir passieren eine kleine Lichtung und queren auf einer noch im Bau befindlichen neuen Brücke einen Bach.

Nur wenige Minuten später folgt eine weitere Bachquerung. Diesmal aber wesentlich spektakulärer, denn hier führt die Brücke einige Meter oberhalb des Baches, der in Kaskaden und kleinen Wasserfällen unter uns wild und laut bergab rauscht. Jetzt öffnet sich der Weg, wir wandern in ein breiter werdendes Tal, das uns zur Hirzbachalm führt.

Hier ist das Tal richtig breit und wir genießen den Blick auf die grünen Berge der Hohen Tauern um uns herum und die Schnee- und Felsberge, die in der Ferne vor uns liegen. Sehr beeindruckend. Auf den Wiesen um die Hütte herum liegen Felsen, die im Sonnenlicht gleißend metallisch glänzen, als wenn dort Silberklumen herumliegen würden.

Nach der Hirzbachalm machen wir uns auf die letzten knapp 400 Höhenmeter zur Gleiwitzer Hütte. Der Weg führt nun in vielen Serpentinen über Wiesenhänge bergauf. Dabei ist er meistens kaum mehr als Fußbreit, aber sehr gut zu gehen. Rund um uns herum ist alles grün. Jede Bergflanke ist grün, Licht, Halbschatten und Schatten wechseln sich im hügeligen Gelände ab und die verschiedenen Pflanzen sorgen ebenfalls für wechselnde Farbtöne. Das sind mindestens 50 Shades of Green.

Nach drei Stunden und 45 Minuten, inklusive kurzer Pausen, kommen wir auf der Hütte an und entern einen Tisch und mehrere Liegestühle. Der Bergblick von der Hütte aus ist grandios und die Hütte selbst liegt lange in der Sonne. Hervorragend.

Die Gleiwitzer Hütte kann ich Euch auf jeden Fall empfehlen. Eine urige Hütte mit einem sehr engagierten Hüttenteam. Eine kurze Saison haben sie hier oben. Im Jahr 2013 lag der Schnee zum Eröffnungstermin noch mehrere Meter hoch, wie eindrucksvolle Fotos belegt haben, so dass es in den ersten drei Wochen der ohnehin kurzen Saison noch keine Gäste gab.

Bei ServusTV ist die Hütte samt Hüttenteam um die Wirtin portraitiert worden, wie Ihr auf den Seiten des Alpenvereins sehen könnt: Hüttenvideo Gleiwitzer Hütte

Von Schneee war um die Hütte nicht mehr viel übrig, als wir dort waren. Nur hinter der Hütte gab es noch einen größeren Schneefleck im Schatten, sonst dominierte das Grün.

Höhenangaben:
Fusch: 815 Meter
Hirzbachalm: 1800 Meter
Gleiwitzer Hütte: 2176 Meter

Links:
Homepage Gleiwitzer Hütte
Hüttenvideo Gleiwitzer Hütte

Buchtipps und Wanderkarte:

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