Schneeschuhe MSR Lightning Axis

Schneeschuhe MSR Lightning Axis

Der MSR Lightning Axis war der zweite Schneeschuh, den wir testen konnten, in diesem Fall ein Damenmodell. Wie der MSR Lightning Ascent besteht auch der Lightning Axis aus einem Alu-Flachrahmenmodell mit einem aufgespannten Kunststoff-Deck. Der grundsätzliche Aufbau beider Modelle ist also sehr ähnlich. Es gibt aber zwei große Unterschiede.

MSR Lightning Axis Schneeschuhe W22 Purple - Foto: Cascade Designs, Inc.

MSR Lightning Axis Schneeschuhe W22 Purple – Foto: Cascade Designs, Inc.

Beide Unterschiede betriffen das Bindungssystem. In meinem Artikel zum MSR Lightning Ascent habe ich beschrieben, dass ich das Anschnallen der Bindung aus vier Gummiriemen pro Schuh langwierig und schwierig fand.

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Dieses Riemensystem ist für die Lightning Axis geändert worden. Statt vier dünnen Riemen gibt es einen dicken Frontriemen, der über eine Art Ratschensystem fixiert wird. Dahinter dann ein Riemen, wie man ihn vom Lightning Ascent kennt, sowie ein Fersenriemen.

Der Vorteil dieser Bindung ist, dass man sie nur einmal auf die Bergschuhe anpassen muss. Sobald sie eingestellt sind, kann man den Schuh in den breiten Riemen schieben, ohne diesen erneut öffnen zu müssen. Man sollte die breite Speedlock Bindung am Besten schon zu Hause in Ruhe einstellen, da die Schließelemente recht klein sind. Man benötigt sie ja auch nicht mehr, sobald die Bindung korrekt eingestellt ist.

Die Speedlock Bindung des Lightning Axis

Die Speedlock Bindung des Lightning Axis

Ansonsten fanden wir die Bindung der des anderen Schneeschuhs sehr ähnlich. Das Schließen der hinteren Riemen ist, zumindest bei unseren ersten Tests, ebenfalls recht langwierig. Sobald man die Schneeschuhe aber angezogen hat, sitzen sie sehr fest.

Die zweite Änderung gegenüber den Lightning Ascent Schneeschuhe ist die so genannte Axis Gangeffizienz-Technologie. Was verbirgt sich dahinter? Diese Einstellung soll Schneeschuh-Gehern helfen, die die Füße beim gehen schräg nach außen oder innen stellen.

Mit der Axis-Einstellung kann man Fußfehlstellungen ausgleichen, indem das gesamte Bindungssystem leicht gedreht wird. So kann der Schneeschuh selbst gerade laufen, wenn die Füße schräg stehen. Hierdurch vermeidet man dann, sich selbst auf die Schneeschuhe zu treten.

Die MSR Lightning Axis Gangeffizienzeinstellung

Die MSR Lightning Axis Gangeffizienzeinstellung

Die weiteren Merkmale des Schneeschuhs entsprechen denen des MSR Lightning Ascent. Auch die Größen der Schneechuhe sind bei den zwei Damen- und drei Herrenmodellen identisch. Durch die unterschiedlichen Bindungen sind die Lightning Axis aber etwa 50 Gramm schwerer.

Die Frontzacken des Lightning Axis von unten gesehen

Die Frontzacken des Lightning Axis von unten gesehen

In der Nutzung sind die Lightning Axis Schneeschuhe ebenfalls mit den Ascent gleichzusetzen. Das Rahmensystem ist ja auch identisch. Auch hier gibt es die vielen Harschzacken an den Alurahmen und den zwei Querstreben, sowie die doppelten Frontzacken. Und auch die Lightning Axis können bei Bedarf durch die „Lightning Tails“ Verlängerungen ergänzt werden, so dass die Tragkraft, etwa im Tiefschnee, erhöht wird.

Ein Bügel dient als Steighilfe der MSR lightning Schneeschuhe

Ein Bügel dient als Steighilfe der MSR lightning Schneeschuhe

Die Verarbeitungsqualität der MSR Lightning Axis Schneeschuhe und die Tauglichkeit bei unserer Wanderung auf verharschtem Schnee in der Ebene sowie bergauf und bergab war hervorragend. Auch die MSR Lightning Axis machen einen sehr guten und sicheren Eindruck, auch hier ist aber das Anlegen der Schuhe relativ kompliziert.

Der Preis der Lightning Axis liegt bei etwa 280 Euro pro Paar, liegt also im oberen Bereich dessen, was man für Schneeschuhe ausgeben kann. Dafür bekommt man aber auch einen wirklich sehr guten Schneeschuh.

Weitere Schneeschuhe und Informaationen findet Ihr bei Bergfreunde.de*

Hinweis: Die hier vorgestellten MSR Lightning Axis Schneeschuhe wurden mir für den Test leihweise zur Vefügung gestellt.
* = Bergfreunde-Afilliate-Link

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