Auf den Ahornbüchsenkopf an der Roßfeldstraße

Mini-Wanderung: Ahornkaser an der Roßfeldstraße – Ahornbüchsenkopf und zurück / Spaziergang über den Panoramaweg

Ein Hinweis vorweg: Nur wegen dieser kurzen Tour auf den Ahornbüchsenkopf wird niemand die Roßfeldstraße hinauffahren. Sie als Wanderung zu bezeichnen grenzt schon an Hochstapelei: Höchstens zwanzig Minuten Gehzeit für Auf- und Abstieg zusammengenommen, um gerade einmal 80 Höhenmeter zu überwinden. Nicht besonders beeindruckend. Beeindrucken ist aber der wunderbare Rundumblick auf dem Gipfel, den der Ahornbüchsenkopf bietet. Dazu schöne Steige und unten die Berggaststätte Ahornkaser.

Ein Blick ins Salzburger Land vom Ahornbüchsenkopf-Gipfel

Ein Blick ins Salzburger Land vom Ahornbüchsenkopf-Gipfel

Also, nur wegen dem Hüpfer auf den Ahornbüchsenkopf wird niemand herkommen. Wer aber auf dem Rückweg vom Purtschellerhaus ist und vor oder nach der Einkehr beim Ahornkaser noch etwas Auslauf braucht, der sollte sich den kurzen Aufstieg nicht entgehen lassen. Und er ist ein schönes, schnelles Ziel, wenn man einen Ausflug auf die Roßfeld-Panoramastraße macht.

Von unten beim Ahornkaser oder vom Wanderparkplatz Ahornkaser (P3) an der Roßfeldstraße aus gesehen, sieht der kleine Gipfel bewaldet aus, so gar nicht nach Aussichtsgipfel. Wege oder Pfade sind zunächst nicht erkennbar, also geht es erst einmal ein paar Meter über die Almwiese bergauf.

Der Ahornbüchsenkopf von Westen gesehen

Der Ahornbüchsenkopf von Westen gesehen

Im Sommer ist sie mit Kühen bevölkert, jetzt im Herbst aber nur eine Wiese voller Hufspuren und Kuhfladen. Ich bin vom Zufahrtsweg zum Ahornkaser, naher der Straße aus aufgestiegen. Am Zaun entlang ist aber schnell ein Pfad erkennbar, der ein paar Meter steil bergauf führt, bevor er auf die rechte Seite des Zauns wechselt.

Es folgt eine kurze Querung eines Steilhangs. Kurz darauf erreiche ich eine Mulde, die bei Kühen sehr beliebt sein muss, wie unzählige Fladen in der Wiese beweisen. Auf der Wiese steht ein Altar aus drei großen Steinplatten. Die Texttafeln links und rechts rahmen ein Bild auf der Mitteltafel ein.

Ein kleiner Bergaltar, ein paar Meter unterhalb des  Ahornbüchsenkopf-Gpfels

Ein kleiner Bergaltar, ein paar Meter unterhalb des Ahornbüchsenkopf-Gpfels

Über die Wiese führt ein gut sichtbarer kurzer Serpentinensteig nun die wenigen Meter zum Gipfel mit dem hölzernen Gipfelkreuz. Neben dem Gipfelkreuz stehen noch zwei Bänke und ein Tisch für die Gipfelbrotzeit und Gipfelhalbe, mit der man den Erfolg des mehrminütigen Anstiegs feiern kann.

Und vor allem kann man hier den Blick auf den Untersberg, auf die Stadt Salzburg, das Salzburger Land bis zum Dachstein und in Richtung Hoher Göll schweifen lassen. Denn trotz der Bäume nach Westen bietet der Ahornbüchsenkopf einen fantastischen Ausblick. Auch hinunter auf die Serpentinen der Roßfeld-Panoramastraße.

Auf dem Gipfel des Ahornbüchsenkopfs

Auf dem Gipfel des Ahornbüchsenkopfs

Wie für den Aufstieg gibt es auch für den Abstieg mehrere Möglichkeiten. Nach Westen am Zaun entlang führt ein steiler Steig zurück auf die Wiese beim Ahornkaser. Auf den letzten Metern verliert sich der Steig auf der Wiese.

Eine weitere Möglichkeit für Auf- und Abstieg führt vom und zum Parkplatz Ahornbüchsenkopf (P4) am Hahnenkamm, dem Felskamm auf dem höchsten Punkt der Roßfeld-Panoramastraße.

Natürlich kann man auch vom Tal aus gut 900 Höhenmeter auf den Ahornbüchsenkopf wandern. Aber da bietet das Berchtesgadener Land wohl attraktivere Gipfelziele als ausgerechnet den Berg, unter dessen Gipfel wenige Meter tiefer eine Straße entlangführt. So ist er ein schönes Ziel für einen Ausflugstag über die Roßfeldstraße.

Noch einfacher ist nur der Panoramaweg, der direkt am großen Parkplatz Scheitelstrecke (P5) der Roßfeldstraße beginnt. Er ist laut Schild 700 Meter lang, erscheint aber noch kürzer. Von hier aus hat man einen großartigen Blick über die Straße zum Untersberg, ins danebe liegende Salzburg und hinunter ins Salzachtal in Richtung Hallein und Golling und in die Berge des Salzburger Landes bis hin zum Dachstein-Gebirge.

Der Panoramaweg endet wieder an der Straße, direkt gegenüber des mit Steinschlag-Stahlnetzen verkleideten Hahnenkamm-Felsens. Entlang der Straße und dem Parkplatz geht es dann wieder zum Kiosk.

Dauer und Schwierigkeit:
Zehn Minuten rauf, acht Minuten runter, wenn man sich Zeit lässt, die Wanderung zu genießen. Auf- und Abstiege erfolgen über Steige und auch weglos. Wirklich schwer ist da aber nichts. Der Panoramaweg ist noch einfacher zu gehen, ein Spazierweg mit nur leichten Steigungen am Beginn und Ende.

Höhenangaben:
Ahornkaser: 1520 Meter
Ahornbüchsenkopf: 1604 Meter

Essen und Trinken:
Die Wanderung beginnt und endet an der Bergaststätte Ahornkaser. Oben am Gipfel stehen Rastbänke und Tisch, seine Brotzeit muss man aber mitbringen.
Am Parkplatz Scheitelstrecke (P5) ist ein Kiosk, an dem man Getränke und kleinere Malzeiten bekommt.

Wo muss ich besonders aufpassen:
Bei Nässe sind die Steige auf den Ahornbüchsenkopf ziemlich batzig und damit rutschig. Im Sommer wird man auf den Wiesen auf Weidevieh treffen.

Wandern mit Hund:
Abgesehen von den Kühen auf der Weide im Sommer ist der Weg auf den Ahornbüchsenkopf auch für Hunde eine schöne, kleine Runde.

Wie komme ich hin?
Mit Bus und Bahn: Von München aus fährt man, mit Umstieg in Freilassing, etwa zweieinhalb Stunden mit der Bahn bis Berchtesgaden. Von Berchtesgaden mit dem Bus 848 bis Haltestelle Hennenköpfl fahren und weiter etwa 30 Minuten zum Ahornkaser wandern. Eine direkte Busverbindung gibt es nicht.
Mit dem Auto: Von München auf der A8 in Richtung Salzburg und dann mautpflichtig auf der Tauernautobahn (A10) bis Grödig fahren. Von Grödig über die B305 nach Berchtesgaden. Am Ortsende von Unterau nach links zur Roßfeld-Panoramastraße abbiegen.
Wer die österreichische Autobahnmaut sparen möchte, fährt schon vor der österreichischen Grenze in Piding ab und fährt weiter über die B20 weiter nach Berchtesgaden. Dort in Richtung Salzburg fahren und den Wegweisern zur Roßfeld-Panoramastraße folgen.
Die Roßfeldstraße ist gebührenpflichtig (2020: 8,50 Euro für PKW). Die Parkplätze entlang der Strecke sind kostenfrei. Empfehlenswert für die Tour auf den Ahornbüchsenkopf sind die Parkplätze Ahornbüchsenkopf (P4) oder Ahornkaser (P3), der Panoramaweg beginnt und endet am Parkplatz Scheitelstrecke (P5).

Links:
Homepage der Rossfeldpanoramastrasse.de
Auf berchtesgaden.de findet Ihr Informationen zum Ahornbüchsenkopf, zur Roßfeld-Panoramastraße und zur Berggaststätte Ahornlaser

Buchtipps und Wanderkarte:

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