Gasthaus St. Martin und Ruine Werdenfels in Garmisch

Winterwanderung: Gasthaus Almhütte in Garmisch – Kramerplateauweg – Gasthaus St. Martin – Werdenfelser Hütte – Ruine Burg Werdenfels und zurück

Ausnahmsweise heute einmal eine Winterwanderung. Dass die vom Wetterbericht versprochene Auflösung des Nebels und der Sonnenschein am Nachmittag nicht stattgefunden haben, zeigen die Fotos. Es war also eine kalte und unerfreulich nebelig-graue Angelegenheit, diese Wanderung am 2. Januar. Bei schönem Wetter allerdings wandert man einen besonders leichten Weg in schöner Umgebung. Die Wanderung führt von der Almhütte in Garmisch den Kramerplateauweg entlang leicht erhöht an Garmisch vorbei bis zur Ruine der Burg Werdenfels und zurück. Damit diese Wanderung nicht völlig eben bleibt, schieben wir den Aufstieg zum Gasthaus St. Martin ein.

Auf dem Kramerplateauweg oberhalb von Garmisch

Auf dem Kramerplateauweg oberhalb von Garmisch

Bis zur Almhütte in Garmisch gelangt man bequem mit dem Auto, damit sind die etwa 80 Höhenmeter vom Tal auf das Niveau des Kramerplateauwegs schon mal geschafft. Allerdings ist es auch für nicht-Autofahrer leicht möglich, den Kramerplateauweg zu erreichen, denn es gibt zahlreiche Verbindungswege von Garmisch herauf.

Der Weg führt dann auf nahezu gleichbleibender Höhe am Hang des Kramers durch lichten Wald und erlaubt immer wieder Ausblicke in das Tal und den Ort Garmisch-Partenkirchen sowie, wenn das Wetter mitspielt, auf die umliegenden Berge, von denen die gegenüber liegende Zugspitze nur der bekannteste ist. Markant ist auch die Skisprungschanze am Eckbauer zu sehen.

Kurz nach Beginn des Weges queren wir auf einer breiten Brücke ein breites Schmelzwasserbett, das allerdings Anfang Januar komplett trocken war. Nach nur etwa 20 Minuten Wanderung auf dem gut ausgebauten Kramerplateauweg gelangen wir an einer großen Wiese an eine Kreuzung. Rechts, leicht unterhalb des Weges, steht die Krieger-Gedenkkapelle. Links führt der Weg hoch zum Gasthaus St. Martin und zum Gipfel des Kramers. Diesen Weg nehmen wir nun.

Nach kurzer Zeit, hinter einer Schranke, wird der Wald dichter und der Weg spürbar steiler, allerdings immer gut zu gehen. Der Weg ist ein Fahrweg hoch zum Gasthaus. Im Winter wird er als Rodelbahn genutzt, entsprechend wird nicht gestreut und geräumt. Je nach Schneeverhältnissen muss mit Rodlern gerechnet werden.

Das Gasthaus St. Martin am Grasberg

Das Gasthaus St. Martin am Grasberg

Etwa 45 Minuten muss man für den Aufstieg zum Gasthaus St. Martin am Grasberg rechnen. Der Blick von dort ist sicher sehr eindrucksvoll, wenn es nicht so nebelig ist wie auf dem Foto. Auf dem Aufstiegsweg geht es wieder hinunter und an der Kreuzung von vorhin folgen wir den Schildern zur Burgruine Werdenfels. Wir sind nun wieder auf dem Kramerplateauweg, der weiterhin als breiter, fast vollständig flacher Wanderweg sehr leicht zu gehen ist.

Immer wieder gibt es Abzweigungen hinab nach Garmisch. Die Beschilderung ist sehr gut und am Rand des Weges stehen immer wieder Bänke und einige Brunnen. Da der Weg auch als Waldlehrpfad angelegt ist, gibt es verschiedene Tafeln mit kurzen Erläuterungen zu den Funktionen des Bergwaldes.

Großartiges Bergpanorama von der Terrasse des Gasthauses - wenn es nicht nebelig ist ...

Großartiges Bergpanorama von der Terrasse des Gasthauses - wenn es nicht nebelig ist ...

An einer Bergstraße endet der Kramerplateauweg. Wir überqueren die Straße, gehen nach rechts und nach etwa 40 Metern wieder links in den Wald hinein. Nun führt der Weg leicht bergab durch nun dichteren Wald. Weiter den Schildern zur Ruine Werdenfels folgen. An einem Schild führt der Weg sowohl links als auch rechts zur Burg. Also schnell eine Münze geworfen, und dann wandern wir links bergauf.

Kurz nach der Kuppe des Weges führt der Weg rechts vorbei an ein paar Häusern, kurz darauf nach links. Nach etwa 45 Minuten, von der Kreuzung aus gerechnet, haben wir die Werdenfelser Hütte und die direkt dahinter liegende Ruine der Burg Werdenfels erreicht.

Ruine der Burg Werdenfels

Ruine der Burg Werdenfels

Um die Burg herum führt ein weitere Weg mit einigen Hinweistafeln, die die Geschichte der Burg Werdenfels, ihre Bauweise und Funktionen erläutern. Von der Burg aus hat man auch einen sehr guten Ausblick ins Tal am nördlichen Ortsrand von Garmisch-Partenkirchen mit Burgrain und in Richtung Farchant.

Zurück geht es wieder auf dem Hinweg. Von der Ruine bis zur Almhütte Grainau sollte man gut eine Stunde Rückweg einplanen. Mit Kindern durchaus auch etwas länger.

Im Winter gibt es in der Nähe der Almhütte Donnerstags und Sonntags zwischen 16.00 und 17.00 Uhr eine Wildfütterung.

Der Kramerplateauweg am Kramer in Garmisch

Der Kramerplateauweg am Kramer in Garmisch

Dauer und Schwierigkeit:
Die Wanderung auf dem Kramerplateauweg ist sehr leicht und auch für kleinere Kinder sehr gut geeignet. Für einen Weg zwischen der Almhütte und der Ruine der Burg kann man eine bis anderthalb Stunden rechnen. Der Aufstieg zum Gasthaus St. Martin dauert etwa 45 Minuten, der Abstieg eine knappe halbe Stunde.

Höhenangaben:
Kramerplateauweg: ca. 760 Meter
Gasthaus St. Martin: 1040 Meter
Werdenfelser Hütte: 795 Meter

Essen und Trinken:
Die Eckpunkte der Wanderung sind alle Gaststätten, sowohl in der Almhütte in Garmisch als auch im Berggasthaus St. Martin und in der Werdenfelser Hütte gibt es Speisen und Getränke, sonst gibt es auf dem Weg selbst keine Verpflegung.

Wo muss ich besonders aufpassen?
Der Weg ist sehr einfach und ohne besondere Gefahren. Lediglich an der Kreuzung zum Weg auf den Grasberg und auf dem Weg zum Gasthaus St. Martin muss bei entsprechenden Schneeverhältnissen mit Rodlern und für Wanderer schlechten Wegverhältnissen gerechnet werden.

Ist der Weg für Kinderwagen geeignet?
Ja, der Kramerplateauweg ist, wenn er schneefrei ist oder nur wenig Schnee liegt, für Kinderwagentouren sehr gut geeignet. Auch der Weg hoch zum Gasthaus St. Martin ist mit geländegängigen Kinderwagen möglich, aber aufgrund der Steigung schon deutlich anspruchsvoller. Empfehlenswerter ist aber sicher eine Kraxe.

Wie komme ich hin?
Mit dem Zug: Von München aus in gut anderthalb Stunden bis Garmisch-Partenkirchen. Danach zu Fuß oder mit dem Bus durch den Ortsteil Garmisch zu den Kramerhängen gehen. Hier sind verschiedene Wege und Einsteigspunkte zum Kramerplateuweg möglich.

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Mit dem Auto: Von München aus auf der Autobahn A95 und die Bundesstraße B2 Richtung Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Farchanter Tunnel in Richtung Garmisch fahren. Dort auf der Bundesstraße B23 (Burgstraße, Zugspitzstr.) fahren, rechts über die Loisachbrücke und dann rechts in die Äußere Maximilianstraße fahren. Dort links in die Straße „Zur Maximilianshöhe“ einbiegen und bis zum Parkplatz an der Almhütte fahren.

Links:
Berggasthof Almhütte
Berggasthof St. Martin am Grasberg

Buchtipps und Wanderkarte:

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Der Startpunkt Almhütte liegt nicht in Grainau, sondern in Garmisch! Die Almhütte ist auch bekannt als „Windbeutel-Alm“.
    Am besten der Ausschilderung „Tierheim“ oder anfangs „Sportplatz Gröben“ folgen.

    Gruß Josef Ostler

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