Wanderung von Campione del Garda nach Pieve di Tremosine

Wanderung: Campione del Garda – Pregasio – Pieve di Tremosine – Campione del Garda

Tremosine ist ein aus vielen einzelnen Dörfern bestehender Ort, der oberhalb des Gardasees liegt. Nur der Ortsteil Campione und der alte Hafen liegen direkt am See, alle anderen Ortsteile bis zu 500 Meter höher. Über serpentinenreiche Wege mussten die Einwohner der höher gelegenen Ortsteile früher steigen, um zum See und zurück zu gelangen. Diese alten Wege sind heute sehr interessante Wanderwege.

Der kleine Ort Pieve di Tremosine liegt hoch über dem Gardasee. Dort geht es heute hin

Der kleine Ort Pieve di Tremosine liegt hoch über dem Gardasee. Dort geht es heute hin

Von unserem Hotel in Malcesine habe ich Tremosine direkt gegenüber täglich vor Augen. Campione ganz unten am See, oberhalb der steilen Felswände liegen die anderen Dörfer, die den Ort Tremosine bilden, weit verstreut in den Bergen. Besonders der Hauptort Pieve di Tremosine ist durch seine „Schauderterrassen“, von denen man steil hinunter auf den See blicken kann, berühmt geworden.

Ebenfalls berühmt geworden ist die Straße durch die Brasa-Schlucht. Vor 100 Jahren, im Mai 1913, wurde die Straße mit ihren vielen Serpentinen und steilen Abhängen eröffnet. Was für die Einwohner von Tremosine eine erhebliche Erleichterung des täglichen Lebens war, wurde für den Rest der Welt zu einer sensationell schönen Gebirgsstaße voller Nervenkitzel. So wurden hier Werbespots und Filmszenen aus James-Bond-Filmen gedreht.

Inzwischen gibt es eine neue Straße, so dass Teile der alten Straße zu einem langsam wieder verwildernden Wanderweg werden. Das werden wir im zweiten Teil der Wanderung erleben.

Die Piazza von Campione del Garda. Hier beginnt die Wanderung

Die Piazza von Campione del Garda. Hier beginnt die Wanderung

Los geht es in Campione del Garda. Mein Plan, von Malcesine stilvoll mit dem Schiff anzureisen, zerschlug sich leider nach einem Blick auf den Fahrplan: Die Schiffe fahren Campione gar nicht an. Also heißt es, über Riva und Limone nach Campione zu fahren. Mitten in einem Tunnel befindet sich die Abfahrt nach Campione, nach einer fast endlosen Kurve bin ich dort.

Die Ankunft in Campione ist ernüchternd, für mich ist es der unattraktivste Ort, den ich am Gardasee kenne. Es liegt auf einer schmalen Landzunge, umgeben von Steilwänden. Dieser einzige Ortsteil von Tremosine, der direkt am See liegt, wurde früher etwa zur Hälfte von einer Baumwollspinnerei eingenommen, die allerdings Anfang der achtziger Jahre geschlossen wurde.

Die Reste der alten Baumwollspinnerei von Campione

Die Reste der alten Baumwollspinnerei von Campione

Große Teile der Fabrik sind inzwischen abgerissen, nur einzelne alte Gebäude stehen noch, sonst nur noch Außenmauern. Nebenan wurden Häuserblöcke im italienischen Stil gebaut, allerdings sieht alles sehr künstlich aus. Insgesamt fand ich Campione eine seelen- und leblose Mischung aus Industrieruine, Baustelle und Investorenparadies. Der Vorteil: Parkprobleme gibt’s nicht, das große Parkhaus, einzige Parkmöglichkeit im Ort ist angenehm leer. Kein Wunder, hier ist auch kaum jemand.

Update: Seit einem Bergsturz ist das Parkhaus geschlossen, man parkt nun auf einem Kiesplatz innerhalb der Industrieruine.

Aber jetzt beginnt die Wanderung und die ist toll! Über den Hauptplatz Piazza Arringhi von Campione geht es zu einer kleinen Brücke über den Bach. Direkt danach beginnt der Aufstieg in die Schlucht. Und der hat es in sich: Über hunderte von Stufen zieht sich der Weg 267 an der Südseite der trichterförmigen Schlucht hoch.

Die ersten von vielen hundert Stufen, die hoch in die Schlucht führen

Die ersten von vielen hundert Stufen, die hoch in die Schlucht führen

An vielen Stellen kann man auf den Gardasee sehen oder tief hinunter in die Schlucht. Neben dem Weg befindet sich eine Rohrleitung, eine alte Wasserleitung zweigt ab. Dann, nach etwa 20 Minuten, bin ich an einem Tunnel angelangt. Am Eingang steht eine kleine Madonna. Wer Münzen in den Wassergraben nebenan wirft, finanziert Kerzen, die im Winter für die Madonna entzündet werden. Und wer einen Rosenkranz betet erhält laut der Infozettel „unendlichen geistigen und materiellen Segen“.

Die Madonna am Tunneleingang

Die Madonna am Tunneleingang

Ich gehe aber nun durch den recht langen und spärlich beleuchteten Tunnel. Da er nur etwa 1,70 Meter hoch ist, gehe ich recht gebeugt. Am Tunnelende gelangt man an ein kleines Wasserwerk. Die Wege sind mit hohen Maschendrahtzäunen gesichert, leicht oberhalb befindet sich ein kleines Speicherbecken in der immer noch sehr engen Schlucht.

Nicht schön, aber interessant: Der eingezäunte Wanderweg am Wasserwerk

Nicht schön, aber interessant: Der eingezäunte Wanderweg am Wasserwerk

Über eine Brücke wechselt der Weg nun auf die Nordseite der Schlucht. Von hier aus kann man immer wieder auf Campione blicken, das nun schon sehr weit unterhalb liegt. Jetzt werden auch erst die Ausmasse der alten Fabrikanlage richtig deutlich.

Brücken und Treppen am Wasserwerk - hier wechselt der Weg auf die andere Seite der Schlucht

Brücken und Treppen am Wasserwerk – hier wechselt der Weg auf die andere Seite der Schlucht

Hier oben ist es wesentlich schöner als dort unten im Ort. Durch die üppige Vegetation zieht sich der Weg weiter in vielen Serpentinen nach oben. Hier auf der Nordseite ist er deutlich schmaler als auf der Südseite. Der Weg besteht auch eher aus Felsen als aus Stufen.

Der Blick von oben in die Schlucht und auf Campione

Der Blick von oben in die Schlucht und auf Campione

An manchen Stellen werden Wanderer mit ausgeprägter Höhenangst Probleme bekommen. Geländer gibt es nämlich auch keine mehr. Dafür einen schönen, steilen Weg und tolle Tiefblicke auf den Gardasee. Und obwohl es um mich herum überall grün ist, kann die Sonne an der steilen Wand jetzt richtig auf den Weg brennen. Im Hochsommer ist das sicher sehr anstrengend.

Nichts für Leute mit starker Höhenangst - der schmale Wanderweg am Rand der Schlucht

Nichts für Leute mit starker Höhenangst – der schmale Wanderweg am Rand der Schlucht

Diesen Weg sind die Arbeiter früher jeden Tag aus ihren Dörfern am Berg zur Arbeit in der Baumwollspinnerei von Campione gegangen und wieder zurück gegangen. Gut, dass es jetzt ein reiner Wanderweg geworden ist.

Nach insgesamt einer dreiviertel Stunde steilem Aufstieg, vor allem anfangs über viele Stufen, öffnet sich plötzlich der Trichter der Schlucht. Jetzt führt der Weg zwischen Olivenbäumen und der Blick wird wieder weiter. Links oberhalb liegt der Ortsteil Prabione, zu dem ich aber nicht wandern will.

Oben wandert man zwischen Olivenbäumen

Oben wandert man zwischen Olivenbäumen

Ich gehe weiter in Richtung Pregasio, vorbei an einigen Kühen, die vielleicht die Milch für den berühmten Tremosiner Käse geben. Der jetzt breite Betonweg zieht sich weiter in Kehren den Berg hinauf. Rechts zweigt der Weg 202 nach Pieve ab.

Die Abzweigung nach Pieve di Tremosine, kurz vor Pregasio

Die Abzweigung nach Pieve di Tremosine, kurz vor Pregasio

Ich gehe aber noch zwei Kehren weiter nach Pregasio hinein. Vorbei an Neubau-Reihenhäusern geht es an der Hauptstraße nach links in den alten Ortdkern. Sehr schön italienisch, sehr ruhig. Hier gibt’s nun erstmal ein einfaches Mittagessen und ein Lemonsoda. Eine kleine Trattoria und einen Supermarkt gibt es hier. Mit Pregasio habe ich auch den höchsten Punkt der Wanderung erreicht.

Um weiter nach Pieve di Tremosine zu kommen, muss ich den Weg wieder etwas zurück gehen. Auf dem Rückweg sehe ich, dass es auch einen Weg direkt in den alten Ortskern gegeben hätte.

Nach wenigen Minuten zweigt der Weg 202 nun nach links ab. Eine Wohltat nach dem Wandern auf den Teer- und Betonstraßen. Ein schmaler, erdiger Weg unter schattenspendenden Bäumen. Sehr angenehm wandere ich den Weg entlang, der leicht abfällt.

Ein schöner Wanderweg in Richtung Pieve

Ein schöner Wanderweg in Richtung Pieve

Durch den Wald geht es weiter, jetzt ist rechts wieder ein Maschendrahtzaun. An einem Haus führt der Wanderweg dann wieder auf die Straße. Verkehr gibt es hier praktisch nicht, da die Straße nur ein paar Privathäuser anbindet.

Durch den kleinen Ort Arias führt der Weg, jetzt wieder sehr der Sonne ausgesetzt, an Olivenbäumen vorbei nach Pieve, dass ich nach etwa 40 Minuten Gehzeit erreiche. Direkt am Ortseingang befindet sich das Hotel Paradiso, das mit seiner „Schauderterrasse“ wirbt. Das lasse ich mir nicht entgehen.

Schauderterrasse - ein tolles Wort

Schauderterrasse – ein tolles Wort

Mein Lemonsoda-Spiegel ist wieder bedenklich niedrig, so dass ich Schauder und Genuss angenehm verbinden kann. Das Hotel liegt direkt an der Abbruchkante zum Gardasee und an die große Terrasse wurde noch eine vorstehende Plattform angebaut, von der aus man etwa 300 Meter senkrecht zum See und der Seestraße hinabblicken kann. Eine Art 60er-Jahre Alpspix.

Die Schauderterrasse des Hotels Paradiso

Die Schauderterrasse des Hotels Paradiso

Ich wandere weiter in den Ort Pieve hinein, leicht rechts haltend. Am Kriegerdenkmal einige Stufen hinab und nach rechts an der Kirche vorbei führt die Straße direkt zum Hauptplatz von Pieve di Tremosine, der Piazza Cozzaglio, ein typischer alter italienischer Dorfplatz, um den Häuser in erdigen Farbtönen stehen.

Campione und der Gardasee, wie so oft im Dunst

Campione und der Gardasee, wie so oft im Dunst

Auch hier gibt es natürlich eine Bar und Gelateria mit einer kleinen Terrasse, von der aus man steil nach unten sehen kann. Und ein Teil des Restaurants wurde über die Klippe hängend gebaut.

Interessante Konstruktion - das Ristorante hängt etwa 300 Meter über dem Gardasee

Interessante Konstruktion – das Ristorante hängt etwa 300 Meter über dem Gardasee

Direkt neben der Terrasse führt über eine Treppe der Weg 201 „ex Porto“ zum alten Hafen. Mindestens so steil, wie ich vorhin aufgestiegen bin, geht es nun bergab. Der Weg ist sehr schmal, steil, felsig und zugewachsen, die Serpentinen sehr eng. Großartig.

In Pieve - links die Aussischtsterrasse, rechts führt der Wanderweg treppab Richtung Hafen

In Pieve – links die Aussischtsterrasse, rechts führt der Wanderweg treppab Richtung Hafen

Nach ein paar Minuten passiere ich eine Höhle, neben der eine Maria steht. Auch dieser Weg war früher ein Wirtschaftsweg. Die Bewohner von Tremosine haben die Güter aus dem Hafen über den Weg hoch in ihren Ort geschleppt. Wie ich später auf einem alten Foto gesehen habe, war der Weg aber früher zumindest besser befestigt. Trotzdem muss es eine extreme Schufterei gewesen sein, die Waren hier hochzuschleppen.

Die Madonna auf den Weg von Pieve hinunter zum alten Hafen

Die Madonna auf den Weg von Pieve hinunter zum alten Hafen

Nach etwas mehr als einer halben Stunde trifft der Weg auf die alte Straße. Diese wird nicht mehr befahren, die neue Straße befindet sich weiter links. Geradeaus führen Stufen weiter hinunter zum alten Hafen („ex Porto“). Ich halte mich rechts und folge der Straße in Richtung Campione.

Auf der alten Straße zwischen Gardasee und Tremosine. Links geht's nach Campione

Auf der alten Straße zwischen Gardasee und Tremosine. Links geht’s nach Campione

Für heutige Verhältnisse wäre die Straße viel zu eng. Als Wanderweg ist sie aber genial. Links unten liegt der Gardasee, rechts ragen steil die Felsen auf, an denen entlang sich de Straße zieht. Immer geht es leicht bergab.

An manchen Stellen liegen Felsen auf der Straße, die durch den Aufschalg zersplittert sind. An andere Stellen wächst die Straße regelrecht zu. Geländer sind verrostet und durch Steinschlag teilweise grotesk verbogen oder abgerissen. Die Natur holt sich die alte Straße zurück.

Steinschlag und Wildwuchs - die Natur holt sich die alte Straße zurück

Steinschlag und Wildwuchs – die Natur holt sich die alte Straße zurück

Ich komme an einem Quertunnel vorbei, der zur neuen Straße führt, die hier ebenfalls im Tunnel verläuft. Vorsicht, wer hier mit Kindern den Tunnel erkundet, er endet direkt im Straßentunnel.

Auf dem Wanderweg nach Campione

Auf dem Wanderweg nach Campione

Auch die alte Straße führt durch einen alten Tunnel. Kurz danach muss man für wenige Meter an der neuen Straße entlang gehen, bevor der Weg nach Campione am Ende einer offenen Galerie wieder nach rechts abzweigt. Über Schotter geht es nun das letzte Stück zurück zum Gardasee. Nach einem Tunnel ist dann der neue Teil von Campione wieder erreicht, eine sehr abwechslungsreiche Wanderung ist zu Ende.

Ich habe diese Wanderung dem Bruckmann Wanderführer „Die 40 schönsten Touren am Gardasee“
(Amazon Link) entnommen. Dort startet und endet die Wanderung allerdings in Pieve di Tremosine. Ich finde meinen Startpunkt in Campione angenehmer. Zuerst den steilen Aufstieg, dann die Wanderung leicht oder auch steil bergab. Den Weg über die alte Straße finde ich als Abschluss interessanter als den Weg oben nach Pieve.

Video zur Wanderung:

Das finde ich ja super: Ralf ist den Weg nach diesem Artikel gegangen und hat gleich ein Video von der Wanderung gedreht und auf seiner Youtube-Seite digitalphat veröffentlicht. Hier die Hightlights der Wanderung in 3:06:

Dauer und Schwierigkeit:
Der Aufstieg von Campione nach Pregasio und der Abstieg von Pieve bis zur Straße sind sehr steil, aber durch die Stufen recht gut zu gehen. Die restlichen Abschnitte der Wanderung sind überwiegend leicht abfallend.
Für den Aufstieg nach Pregasio kann man gut eine Stunde Gehzeit rechnen. Etwa 45 Minuten von Pregasio bis Pieve. Von Pieve bis zur alten Straße etwa 40 Minuten. Von dort aus sind es noch einmal etwa 40 Minuten bis nach Campione. Insgesamt kann man also etwa drei Stunden reiner Gehzeit rechnen. Insgesamt war ich etwa viereinhalb Stunden unterwegs.

Höhenangaben:
Campione del Garda: 67 Meter
Pregasio: 478 Meter
Pieve di Tremosine: 413 Meter

Essen und Trinken:
Bars oder Trattorias in Campione, Pregasio (kleiner Umweg) und Pieve. In Pregasio gibt es auch einen Supermarkt, der mittags aber geschlossen hat. Unterwegs gibt es keine weitere Einkehr.

Wo muss ich besonders aufpassen?
Die Wege im Auf- und Abstieg sind sehr steil und oft nicht gesichert. Auf der alten Straße kann es zu Steinschlag kommen. Wichtig ist auf der Wanderung auch Sonnenschutz, da einige Abschnitte sehr der Sonne ausgesetzt sind. Man sollte, besonders im Sommer, genügend Getränke mitnehmen.

Wie komme ich hin?
Von Riva del Garda aus auf der Gardesana Occidentale („45 bis“) über Limone nach Campione del Garda fahren. Die Ausfahrt nach Campione befindet sich in einem Tunnel. Dann in Richtung der Kirche fahren und kurz vorher rechts abbiegen. Ein von Außenmauern der alten Industriegebäude umrahmter Kiesplatz dient nun als Parkplatz.

Google-Maps-Karte:
Hinweis: Die Streckenführung auf dieser Google-Maps-Karte ist von Hand eingezeichnet und sehr schematisch. Sie dient nur dazu, den ungefähren Verlauf der Wanderung zu zeigen. Bitte nutzt eine Wanderkarte, wenn Ihr diese Tour ebenfalls wandern wollt!

Wanderung Campione – Pieve di Tremosine auf einer größeren Karte anzeigen

Links:
Weitere Fotos der Wanderung habe ich in einem Album bei Flickr abgelegt.

Buchtipps und Wanderkarte:

Gleich weiterlesen:

20 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wow, das sieht nach einer richtig spannenden Tour aus. Hast du zufällig irgendwo den Tourverlauf als GPX oder Grafik oder so?

    Grüße!

    Erika
    ulligunde.com

  2. Hallo Erika,
    ja, die Tour hat Spass gemacht! Einen Track habe ich nicht, da ich ohne GPS unterwegs war. Aber ich werde die Strecke noch in Google Maps einzeichnen.
    Viele Grüsse,
    Uli

  3. Auch wenn meine Höhenangst manchmal sieht, da würde ich auch gerne mal wandern. Genieße gerade ebenfalls ein bisschen Bergidylle und Höhenwanderung 🙂

  4. Wir sind begeistert! Ein klasse Wanderung mit atemberaubendem Ausblick. Steile Hänge mitten im Fels, klasse! Ein muss am Gardasee. Vor allem die alte Straße abwärts zum Hafen besticht mit toller Aussicht und Felsabgängen.
    Danke für die tolle Beschreibung.
    Haben uns so super zurechtgefunden obwohl wir das erste mal da waren.

  5. Diese wunderbare, alte, morbide Baumwollspinnerei – in deren Grünanlagen die Dorfbewohner Tomaten anbauten – gibt es nicht mehr. Der Charme dieses Ortes wich einer Luxusrenovierung. Die Spinnerei ist nun ein Hotel; und zwar nach gängigem Zeitgeschmack durchgestylt. Das immer Gleiche Austauschbare hat den Charme gefressen. Nichts läßt mehr in die Tiefe der Vergangenheit blicken; keine alte bröckelnde Mauer erzählt ihre Geschichten.
    Man hätte es anders renovieren können. Das hätte dann keiner modernen Norm entsprochen und vielleicht weniger Geld eingebracht; in den nächsten zwei Jahrzehnten. Es wäre aber um soviel weniger platt und langweilig gewesen.

  6. Achtung: Wollten am 25. Juli 2015 die Tour gehen. Leider sind sämtliche Wanderwege ab Campione wegen eines Felssturzes gesperrt!!! Auch das Parkhaus und die nördliche Tunnelzufahrt sind gesperrt. Man muss durch das Tunnel fahren und danach wenden, um von der südlichen Seite nach Campione zu kommen. Baden,, surfen ect. sind kein Problem. Schade! Die Tourenbeschreibung klingt toll! Hoffentlich ist das bald wieder möglich!!

  7. Hallo Uli,

    deine Gardasee-Wanderungen mit den detaillierten Beschreibungen und den schönen Fotos sind wirklich klasse und vergrößern die Vorfreude auf unseren Gardasee-Urlaub im Juni enorm! 🙂
    Die Wanderung nach Pieve steht auf unserer Wunschliste ziemlich weit oben. Beim letzten Gardasee-Urlaub sind wir mit dem Auto nach Pieve gefahren – seitdem hab ich ein Trauma von engen Felssträßchen! 🙂
    Deshalb soll es das nächste Mal zu Fuß zu der traumhaften Aussicht gehen.

    Weißt du zufällig, ob die Wanderwege um Campione wieder frei sind nach dem Felssturz oder wo man das erfragen könnte?

    Viele Grüße und weiterhin frohes Wandern!
    Claudia

  8. Hallo Claudia,

    vielen Dank!
    Ja, wir sind auch mal mit dem Auto hochgefahren, eher unfreiwillig, weil die Uferstraße gesperrt war. Das ist schon eine extreme Bergstraße!
    Ob der Wanderweg wieder begehbar ist, weiß ich leider nicht, dazu habe ich keine Informationen gefunden.

    Viele Grüße,
    Uli

  9. Der Wanderweg von Campione nach Pregasio ist (wieder) begehbar. Heute (24.05.2016) sind wir in etwa 60 min. nach Pregasio problemlos angekommen. Der Weg ist immer noch nicht für Leute mit Höhenangst geeignet, aber sehr sehr schön. Wie es weiter aussieht kann ich nicht sagen.

    Grüß
    Sören

  10. Hallo Sören,

    vielen Dank für den Hinweis! Dann kann ich den Hinweis ja wieder entfernen. Schön, dass es wieder geht.
    Ich bin letzte Woche auch wieder durch die Schlucht gegangen, aber dann nach links, Richtung Prabione, weitergegangen.

    Viele Grüße,
    Uli

  11. Kompliment für diese gute Wegbeschreibung. Ich bin vor einigen Jahren dieselbe Runde gegangen und ich hätte es nicht besser beschreiben können. Kleiner Tipp, wir haben im Restaurant Miralago gegessen und es befindet sich in Tremosine auf einer dieser spektakulären Schauderterrassen mit wunderbarem Ausblick über den Gardasee. Vormerkung angeraten. Hast mich wieder an diesen schönen Ausflug erinnert u. werde im Herbst nochmals hinfahren. Gruß aus Südtirol

  12. Hallo Erika,

    vielen Dank! In dem Restaurant war ich, glaube ich, nicht. Vielleicht beim nächsten Mal.

    Viele Grüße,
    Uli

  13. Hallo Ralf,
    vielen Dank für das Video, das ist wikrlich klasse! Als wenn ich nochmal da gewesen wäre. Da hast Du genau die Stellen aufgenommen, die mir auch am besten befallen haben!
    Viele Grüße,
    Uli

  14. Hallo
    Wir haben im letzten September den Weg umgekehrt gemacht. Also erst Richtung Norden. Es war wirklich wunderschön, allerdings hatte ich beim Abstieg stellenweise wirklich mit einer mir zuvor unbekannten Höhenangst zu kämpfen. Ich könnte mir vorstellen, dass deine Richtung etwas besser für mich wäre, da der nördliche Teil nicht ganz so uneben ist und man nicht ganz so ins Bodenlose schaut. Vielleicht probieren wir es noch einmal so. In 2015 wollten wir diese Wanderung bereits machen, was ja durch den Felsabgang nicht möglich war.

  15. Hallo
    wir kommen gerade aus Pregasio und haben diese Tour das zweite Mal gemacht. Diesmal sind wir in Pieve runter und nach Campione gelaufen. Der Abstieg war sehr anstrengend, aber schön. In Campione haben wir uns überlegt mit dem Bus zurück nach Pieve zu fahren ( es war sehr heiss). Der Bus kam mit 20minütiger Verspätung und fuhr zu unserer Verwunderung an der Abfahrt Tremosine vorbei. In Limone allerdings wendete er und wir fuhren zurück, Mit dem Bus durch die Brasaschlucht !!!!!! Es war ein Erlebnis, zumal wir mit dem Auto nie wieder da durch fahren. Eine schöne Tour, können wir nur empfehlen.

  16. Da wir nicht wirklich Wanderer sind und selten in die Berge fahren, habe ich mich über die Beiträge gefreut. Der Ort ist ja nicht so bekannt, was auch gut ist.

  17. Hallo,
    Ein wirklich schöner Aufstieg. Jedoch mussten wir kurz vor Schluss umgekehrt. Für Menschen mit auch nur leichter Höhenangst ist der letzte Abschnitt des Aufstiegs fast nicht möglich. Erschwerend kam dazu, dass wir mit dem Hund unterwegs waren, der eigentlich wandererprobt ist.

    Allerdings waren bei uns nun (14.9.2018) fast an allen Stellen Drahtseile zum Festhalten an der Felswand.

    Der Schotterparkplatz ist nun kostenpflichtig. 1 Euro die Std. Tageshöchstatz 9 Euro. Das Parkhaus ist weiterhin geschlossen.

  18. Hallo,
    wir sind heute (14.6.19) die Route gegangen, allerdings mit Startpunkt Pieve, da dort unsere Unterkunft ist. Es war wirklich eine sehr schöne Strecke, danke dafür! Aktuell ist allerdings der Wanderweg nach Pieve, der vor Pregasio abzweigt, extrem zugewuchert und dementsprechend kaum begehbar. Wir sind dann über Pregasio und die Hauptstraße zurück nach Pieve gelaufen, war auch ganz nett aber wahrscheinlich nicht so hübsch wie der Waldweg.
    Insgesamt gut machbar, auch für nicht so sonderlich sportliche Personen wie uns. Die meisten „gefährlicheren“ Abschnitte sind mit Drahtseilen zum festhalten. Der Abstieg zum „alten Hafen“ von Pieve (von der alten Straße aus) lohnt sich übrigens nicht, der führt nur nach unten an die Hauptstraße am See.

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