Fossálar – der kleine Wasserfall an der Ringstraße

Fossálar, ein kleiner Wasserfall zwischen Kirkjubæjarklaustur und Skaftafell

Einer der vielen Wasserfälle, die wir zufällig auf unserer Islandreise gesehen haben, ist der Fossálar, der unmittelbar neben der Ringstraße liegt. Wir hatten bei unserer Reiseplanung nichts von ihm gelesen und sind spontan für eine abendliche Fotopause auf den Parkplatz gegenüber gefahren.

Auf dem Weg von Kirkjubæjarklaustur zum Skaftafell-Nationalpark fanden wir den Fossálar-Wasserfall

Auf dem Weg von Kirkjubæjarklaustur zum Skaftafell-Nationalpark fanden wir den Fossálar-Wasserfall

Verglichen mit den anderen Wasserfällen, die wir bisher gesehen hatten, ist der Fossálar winzig. Die Fallhöhe des Wassers beträgt an der größten Stufe nur gut einen Meter. Auch der Fluß, in dem er sich befindet, ist eher schmal.

Dennoch hat der Fossálar eine besondere Anziehungskraft und Schönheit. Vielleicht, weil er den Betrachter nicht durch die sonst riesigen Dimensionen isländischer Wasserfälle überwältigt, sondern irgendwie vertraut und normal erscheint?

Der kleine Wasserfall wird aber inzwischen auch von Reisebussen angefahren. Kein Wunder, liegt er doch direkt an der Ringstraße und genau gegenüber ist ein Parkplatz angelegt worden.

Abends sind die Busse aber wohl schon wieder Richtung Reykjavik unterwegs. So haben wir bei unserem Besuch Parkplatz und Wasserfall nur mit zwei sympathisch abgedrehten englischen Pärchen geteilt. Offenbar waren sie von der überwätigenden isländischen Natur sehr euphorisiert. Zwei Tage später haben wir die vier wieder auf dem Campingplatz in Höfn getroffen und sie waren noch genauso überdreht. Eine lustige Gruppe.

Der Fossálar liegt zwischen der Ringstraße und einer langgezogenen Felskante, die steil hinter dem Wasserfall aufragt. Nach Süden, zum Meer hin, ist die Landschaft völlig flach, nach Osten hin geht sie in die weite Fläche des Skeiðarársandur über.

Wie die Umgebung des Fossálar aussieht, seht Ihr in diesem Video von Dunstan Yong. Hier sieht man auch schön den gewundenen und sich immer wieder verzweigenden Verlauf des kleinen Flusses:

Ebenso zufällig wie auf den Wasserfall selbst bin ich auf seinen Namen gestoßen. In der Facebook-Gruppe „Reisen in Island“ wurden Fotos von diesem Wasserfall gepostet. Als ich im Kommentar fragte, ob der Wasserfall wohl einen Namen hat, dauerte es nur ein paar Minuten, bis ich die Antwort erhielt, so dass ich den Fossálar nun auch unter seinem Namen vorstellen kann.

Die Frage, ob es sich lohnt, den Fossálar zu besuchen, erübrigt sich. Er liegt wirklich direkt an der Ringstraße, so dass ein kurzer Stop ausreicht, um ihn sich in Ruhe ansehen zu können.

Links:
Fotos vom Fossálar und einigen anderen sehenswerten Orten in der Umgebung, die wir verpasst oder nur im Vorbeifahren gesehen haben, findet Ihr bei reisewut.com

Buchtipps und Wanderkarte:

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hui, das sind aber schöne Langzeitbelichtungen geworden! Island ist ja auch noch so ein Traum für mich, vor allem, nachdem ich gerade in Irland wieder ein wenig die Liebe zur Fotografie wieder entdeckt habe (und etwas 20 GB Bilder mitgebracht hab *g*)

    Kaum zu glauben, dass der so klein ist, der Wasserfall!

    Nur mit ÖPNV wird das dort eher schwierig, oder?

  2. Hallo Hubert,
    Danke schön! Ich gebe es gerne weiter. Die meisten Langzeitaufnahmen hat mein Sohn mit der Nikon Coolpix 7800 gemacht, die hat einen integrierten Graufilter. Eine tolle Kamera, schade, dass sie nicht mehr gebaut wird.
    ÖPNV gibt es sogar in Island, aber ich glaube nicht, dass die Busse dort anhalten 😉
    Wir waren mit einem kleinen Camper unterwegs, da ist man dann doch deutlich flexibler.
    Viele Grüße
    Uli

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