Die neue Biwakschachtel für den Jubiläumsgrat

Hanwag stiftet eine neue Biwakschachtel für den Jubiläumsgrat

Zu seinem 90-jährigen Firmenjubiläum stiftet der bayerische Bergschuhhersteller Hanwag eine neue Biwakschachtel für den Jubiläumsgrat. Die Schachtel ersetzt die alte Schützhütte, das „Grathütterl“ aus Wellblech, die dort seit 1962 steht und nun ein wenig in die Jahre gekommen ist. Die neue Biwakschachtel ist größer als die alte, bietet mehr Komfort und ist gut sichtbar, da sie knallrot gestrichen ist.

Die Tafel der neuen Biwakschachtel am Jubiläumsgrat

Die Tafel der neuen Biwakschachtel am Jubiläumsgrat

Nun ist es nicht so, dass ich die alte Hütte kennen würde, ich habe nur Fotos davon gesehen. Sie sieht ein wenig aus wie einer der alten Bauwagen, allerdings ist sie aus Wellblech. Auch die neue Hütte werde ich sicher nie auf ihrem Einsatzort in 2684 Metern Höhe sehen. Der Jubiläumsgrat ist mir doch deutlich zu ausgesetzt und zu schwer.

Darum habe ich mich gefreut, dass ich die neue Jubigrat-Biwakschachtel zumindest ein paar Mal auf etwa 518 Metern Höhe in München besuchen konnte. Im Rahmen einer „Biwakschachtel-Tour“ ist sie im ersten Halbjahr 2011 durch Deutschland gefahren. Ich habe sie an den Münchner Standorten auf der Ispo Sportmesse, am Rindermarkt und auf dem Alpintag in der BMW-Welt gesehen und ein paar Fotos gemacht.

Auch wenn ich noch nie eine Biwakschachtel genutzt habe, glücklicherweise, es sind ja Notunterkünfte, macht sie einen sehr guten Eindruck. Auf jeden Fall kann man dort sicher gut schlafen, durch die Bullaugenfenster kann man das Wetter vor der Hütte beobachten. Großen Komfort gibt es allerdings nicht, aber dafür ist sie ja auch nicht gemacht. Aber Matratzen mit Decken und Kissen sowie einen Tisch gibt es noch in dem kleinen Raum. Ausgelegt ist sie für 12 Personen, immerhin dreimal so viel wie die Standardbelegung der alten Hütte.

Ein paar Daten zu der Hütte: Sie ist 6 Meter lang, 2,45 Meter breit und 2,48 Meter hoch, ist aus Aluminium gebaut und wiegt 2,3 Tonnen.

Ende Juli 2011 wird das alte Grathütterl abgebaut und die neuen Biwakschachtel mit dem Hubschrauber zu Ihrem Standort zwischen Zugspitze und Alpspitze geflogen und verankert. Und ich werde beim nächsten Mal, wenn ich in den Bergen bei Garmisch bin, Ausschau halten, ob ich aus der Ferne eine rote Hütte sehe.

Links:
Infos zum Jubiläumsgrat mit Fotos des alten Grathütterls bei wikipedia

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