Clouds – bunter Kunst-Schnee in München

Das Kunstprojekt Clouds von Philipp Messner vor der Alten Pinakothek im Kunstareal München

Don’t Eat the Yellow Snow! Gelbem Schnee weicht man aus und nimmt zum Schneemann bauen und Schneebälle werfen lieber das unbehandelte weiße Original. Roten Schnee kennen wir aus diversen Krimis. Das Opfer liegt im roten Schnee, da weiß der Zuschauer, der wird nicht mehr. Blauer Schnee? Das wird schon schwieriger. Da fallen mir nur die Markierungen ein, die seit einigen Jahren die Ränder der Skipisten im Weltcup markieren.

Das Kunstprojekt Clouds von Philipp Messner auf der Wiese vor der Alten Pinakothek in München

Das Kunstprojekt Clouds von Philipp Messner auf der Wiese vor der Alten Pinakothek in München

Zur Zeit jedoch gibt es sehr viel gelben, roten und blauen Schnee. Und das mitten in München. Verantwortlich dafür ist der Künstler Philipp Messner aus Bozen in Südtirol. Er hat auf der großen Wiese vor der Alten Pinakothek mitten im Münchner Kunstareal drei Schneekanonen aufgestellt, die mit Lebensmittelfarben gefärbten Schnee versprüht haben. Sein Kunstprojekt hat er „Clouds“ genannt.

Leider war ich nicht dabei, als die Schneekanonen in Aktion waren, habe also die „Clouds“ selbst nicht gesehen, sondern nur noch das Ergebnis. Große blaue, gelbe und rosarote Flächen. Passenderweise hatte es zuvor zum ersten Mal in diesem Winter in München auch ganz normal geschneit, so dass sich die farbigen Schneeflächen auf einer natürlichen weißen Schnee-Leinwand ausbreiten.

Vielleicht war es auch gar nicht so schlecht, dass ich nicht direkt anwesend war, als Philipp Messner „gemalt“ hat. Nadine beschreibt das Erlebnis, mitten drin zu sein, auf KulturNatur nicht besonders begeistert.

Damit hat Philipp Messner sicher eines der größten Kunstwerke in München geschaffen, wenn auch ein sehr vergängliches. Durch die lange Zeit hohen Temperaturen in diesem Winter musste er die Erstellung seiner „Clouds“ verschieben, da geht es dem Künstler nicht anders als dem Liftbetreiber.

Und spätestens mit dem Beginn des Frühlings werden die letzten bunten Reste des Kunstwerks schnöde in die Münchner Kanalisation verschwinden. Bis dahin kann man auf dem Kunstwerk herumlaufen und seine ganz eigenen Spuren hinterlassen.

Wer Ihr es Euch ansehen möchtet: Mit den Trambahnen 27 und 28 bis zum Karolinenplatz oder bis zu den Pinakotheken fahren. Zwischen den beiden Haltestellen liegt die große Wiese vor der alten Pinakothek, zwischen Arcisstraße, Gabelsbergerstraße und Barer Straße. Interessant anzuschauen ist es auf jeden Fall. Und danach geht es dann in eine der drei Pinakotheken, da gibt es dann noch viel mehr Kunst zu sehen.

Links zum Kunstprojekt „Clouds“:
Ebenfalls schon besucht haben die „Clouds“ KulturNatur, das KunstKulturBlog und Muenchenphoto (1 / 2). Mehr Informationen und Fotos zu „Clouds“ findet Ihr auf muenchen.de und im Monopol Magazin.

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