Ausflug zum Egglburger See und zur Ebersberger Weiherkette

Wanderung: Egglburger See – Ebersberger Weiherketter – Klostersee – Heldenallee – Aussichtsturm Ebersberg – Museum Wald und Umwelt

Diesmal gibt es eine kleine Wanderung im Münchner Umland. Genauer gesagt, bei Ebersberg im Osten von München. Oder ist es nur ein Ausflug? Es gibt auf jeden Fall eine ganze Menge Programm auf dem Weg. Mehrere Seen, mehrere Gasthäuser, je nach Jahreszeit ein Freibad, Rodeln oder auch pflückfrische Äpfel und Walnüsse. Dazu ein Waldmuseum mit Waldlehrpfad und ein Aussichtsturm. Es wird also für Erwachsene und Kinder einiges in der freien Natur geboten. Und das alles im S-Bahn Bereich.

Eine Wanderung im Naturschutzgebiet Egglburger See und Ebersberger Weiherkette

Eine Wanderung im Naturschutzgebiet Egglburger See und Ebersberger Weiherkette

Der Egglburger See ist der größte See im Landkreis Ebersberg und liegt im gleichnamigen Naturschutzgebiet, direkt am Stadtrand von Ebersberg. Ein Neubaugebiet ist ihm schon recht nah gekommen, aber einige Wiesen und Felder liegen noch dazwischen.

Hier ist ein guter Startpunkt für die Tour. Parken kann man im Ort Ebersberg, die S-Bahn-Fahrer kommen das kurze Stück vom Bahnhof zu Fuß. Zunächst gehen wir zwischen den Feldern und Wiesen den Weg “Zur Gass” entlang auf den See zu. Unmittelbar vor dem See liegt, etwas erhöht, das “Gasthaus Zur Gass”.

Das Wirtshaus Zur Gass, leicht erhöht über dem Egglburger See

Das Wirtshaus Zur Gass, leicht erhöht über dem Egglburger See

Weiter gehen wir über die, ab hier nur für Anlieger nutzbare, Straße entlang hinunter zum Seeufer. An einer Kreuzung biegt links eine Allee als Uferweg ab. Nach rechts gehen gleich zwei Wege ab. Wir nehmen den ersten. Dieser wird nach dem Bauernhof zum reinen Fußweg. Nach kurzer Zeit führt der Weg in den schmalen Wald, der sich durch das Ebrachtal zieht.

An der Ebersberger Weiherkette

An der Ebersberger Weiherkette

Entlang der Ufer des kleinen Weihers und des Langweihers führt der Weg schließlich zum Klostersee. Der Klostersee ist schon recht groß. Am Nordufer, an dem wir entlanggehen, befindet sich das erst kürzlich komplett renovierte Strandbad. Direkt daneben finden wir mit dem Seehaus und dem Seeluna auch die nächsten Gasthäuser.

Am Seeluna biegen wir auch nach links ab in Richtung “Am Priel”. Diese Straßenbezeichnung ist nicht immer eindeutig, “Am Priel” ist recht weit verzweigt. Aber schon nach wenigen Metern bergauf wird der Weg zur Heldenallee, die zwischen Wiesen hindurch zur Ludwigshöhe führt. Dort befinden sich die Ebersberger Alm, das Naturkundemuseum und der Ebersberger Aussichtsturm.

Die Heldenallee zur Ludwigshöhe mit dem Ebersberger Aussichtsturm

Die Heldenallee zur Ludwigshöhe mit dem Ebersberger Aussichtsturm

Die Heldenallee heißt so, weil den ganzen Weg über, bis in den Wald am Aussichtsturm, an jedem Baum eine Gedenktafel befindet. Jede Tafel erinnert an einen Ebersberger, der als Soldat im ersten Weltkrieg umgekommen ist.

Am Ende der Allee befindet sich die Ebersberger Alm, ein großes Lokal mit Südterrasse und einem schönen Blick in Richtung der Stadt Ebersberg und der Alpen. Von hier aus sind es nur wenige Schritte zum Museum Wald und Umwelt.

Die Ebersberger Alm und der Aussichtsturm

Die Ebersberger Alm und der Aussichtsturm

Das Museum Wald und Umwelt befindet sich in einem alten Bauernhaus, das direkt an der Grenze zwischen Ebersberger Forst und dem Landschaftsschutzgebiet Egglburger See und Weiherkette liegt. Im Museum erfährt man, wie der Mensch in den letzten Jahrhunderten den Wald genutzt und verändert hat, wie sich die Nutzung und das Verständnis des Waldes in letzter Zeit geändert hat und natürlich auch viel über einzelne heimische Pflanzen und Tiere.

Das Museum ist vor wenigen Jahren neu gestaltet worden. Dabei wurden die Ausstellungen sehr interessant und kindgerecht gestaltet. Es werden auch Führungen angeboten.

Das Museum Wald und Umwelt im alten Bauernhaus auf der Ludwigshöhe

Das Museum Wald und Umwelt im alten Bauernhaus auf der Ludwigshöhe

Das Museum ist einen eigenen Besuch wert, hier kann man mehrere Stunden verbringen. Aber auch wer nicht so viel Zeit im Museum verbringen möchte, sollte sich das Außengelände ansehen. Hier gibt es unter anderem einen Barfusspfad, eine Lehmbaustation und den Naturerlebnispfad, der durch den Wald und die Wiesen führt.

Am Museum Wald und Umwelt

Am Museum Wald und Umwelt

Der Naturerlebnispfad führt auch am Ebersberger Aussichtsturm entlang, der an der höchsten Stelle der Ludwigshöhe, etwas hinter der Ebersberger Alm, steht. Der Turm ist 35 Meter hoher, offener Betonturm. 168 Stufen führen bis knapp über die Baumwipfel hinauf.

Der Ebersberger Aussichtsturm als Schatten auf den Herbstbäumen

Der Ebersberger Aussichtsturm als Schatten auf den Herbstbäumen

Von hier oben sieht man die Ausmaße des Ebersberger Forstes, angeblich das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, in dem sich keine Siedlungen befinden. Nach Süden hat man bei klarem Wetter einen fantastischen Blick auf die Alpenkette und bis weit in die Zentralalpen hinein.

Schöne Aussicht auf Ebersberg, aber heute ohne Alpenblick

Schöne Aussicht auf Ebersberg, aber heute ohne Alpenblick

Anschließend kann man dem Naturerlebnispfad mit einigen Stationen weiter durch den Wald folgen und so wieder zum Museum gelangen. Oder man kürzt ab und geht gleich wieder hinunter zur Alm und über die Heldenallee zurück zur Straße am Priel. Hier geht es nun nach rechts. Autoverkehr gibt es fast gar nicht, nur die wenigen Anwohner fahren hier. So wandern wir gemütlich über den asphaltierten Weg zurück zum Egglburger See.

Wer noch nicht genug gewandert ist, kann den See in einer weiten Schleife noch umrunden. Hier kommt man noch durch den kleinen Ortsteil Hinteregglburg, der vor allem aus einem großen Bio-Bauernhof besteht. Ein kleiner Weg führt zur Kapelle auf dem Hügel. Durch die hohen Bäume ist sie von der Hauptstraße und dem Ausgangspunkt an der Gass richtig versteckt. Weiter durch die Wiesen geht es dann zurück zum Ausgangspunkt am Gasthaus “Zur Gass”.

Schafe am Museum Wald und Umwelt

Schafe am Museum Wald und Umwelt

Diese Landschaft bietet zu jeder Jahreszeit ganz eigene “Attraktionen”. Im Sommer oder an warmen Herbsttagen locken die Biergärten. Dazu natürlich auch das Strandbad am Klostersee, das mit Sprungturm, Spielplatz und Liegebereich für Erwachsene und Kinder toll ist. Im Herbst findet man an und unter den vielen Apfelbäumen entlang der Wege leckere Äpfel.

An manchen der Höfe in dem Gebiet kann man die ungespritzten Äpfel und auch Walnüsse kiloweise kaufen. Im Winter ist es in dem Gebiet recht schneesicher. Der Hügel am Waldmuseum ist dann für kleine Kinder genau richtig für erste Schlittenfahrten. Die Größeren zieht es eher etwas weiter zum Sportpark. Dort gibt es einen großen Schlittenhügel und, wenn der Schnee reicht, sogar eine Skiabfahrt mit Mini-Schlepplift.

Uferweg am Egglburger See

Uferweg am Egglburger See

Dauer und Schwierigkeit:
Hier eine Zeitangabe zu machen, ist kaum möglich, da man an mehreren Stellen die Möglichkeit hat, die Strecke zu verlängern oder zu verkürzen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten für längere Aufenthalte. Insgesamt kann man einen halben Tag einplanen. Oder auch einen kompletten Tag. Schwierigkeiten gibt es bei dieser Wanderung keine.

Der Ebersberger Aussichtsturm

Der Ebersberger Aussichtsturm

Höhenangaben:
Egglburger See: 553 Meter
Klostersee: 558 Meter
Ludwigshöhe: 617 Meter
Hinteregglburg: 586 Meter

Essen und Trinken:
Auf dem Weg gibt es mehrere Gasthäuser: Das Gasthaus zu Gass am Egglburger See, Das Seehaus und Seeluna am Klostersee und die Ebersberger Alm an der Ludwigshöhe. In Ebersberg selbst gibt es natürlich noch weitere Gasthäuser, Cafés und Restaurants.

Der Egglburger See, vom Uferweg aus gesehen

Der Egglburger See, vom Uferweg aus gesehen

Wo muss ich besonders aufpassen?
Wer auf die wenigen Autos achtet und nicht in einen der Seen fällt, sollte auf der sicheren Seite sein.

Ist der Weg auch für Kinderwagen geeignet?
Ein großer Teil des Weges ist für Kinderwagen gut geeignet. Vor allem der Teil von der Gass zum Egglburger See, entlang der Weiherkette bis zur Ebersberger Alm und dem Museum Wald und Umwelt. Dazu der Rückweg über den asphaltierten Weg “Am Priel”. Auch eine Umrundung des Egglburger Sees ist mit geländetauglichen Kinderwagen möglich. Einige Stellen, besonders am hinteren Seeteil, sind aber schmal und können matschig sein.

Der Ebersberger Aussichtsturm von unten

Der Ebersberger Aussichtsturm von unten

Wie komme ich hin?
Mit der Bahn: Die S4 fährt in 45 Minuten vom Münchner Marienplatz bis nach Ebersberg. Von dort aus kann man schnell zum Startpunkt an der Gass laufen. Etwas weiter, aber schön durch das Ebersberger Zentrum, ebenfalls mit einem Marienplatz, geht es in Richtung Klostersee.
Mit dem Auto: Über die “WaBuLa”, die Wasserburger Landstraße und die B304 fährt man von München aus nach Ebersberg. Alternativ über die A94 bis Forstinning und dann durch den Ebersberger Forst. Parken kann man auf dem Wanderparkplatz an der Ebersberger Alm / Waldmuseum oder im Ort Ebersberg.

Links:
Stadt Ebersberg – Weiherkette und Ebersberger Forst
Museum Wald und Umwelt Ebersberg
Wirtshaus zur Gass
Ebersberger Seehaus
Ebersberger Alm

Bücher zum Thema:

Hast Du auch diese Artikel schon gelesen?

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,

    wie ist es möglich, das z.B wenn ich in Google die Ebersberger Weiherkette suche, Ihr Bild im Ergebnis gleich rechts daneben eingeblendet wird. Mus man das irgendwie verknüpfen?
    Wir waren übrigens letzte Woche in der Höllental Klamm.
    Sehr schöne Gegend.
    VG Franz Czech

  2. Hallo Herr Czech,

    das freut mich ja, dass mein Foto gleich angezeigt wird! Aber ich habe es nicht extra verknüpft. Google ordnet das Bild selbstständig durch den Bildnamen und den Seitenzusammenhang ein, in dem das Bild angezeigt wird.

    Viele Grüße,
    Uli

  3. Pingback: Am Klostersee bei Ebersberg

  4. Pingback: Pflugblatt* (beta)

  5. Pingback: Tipp und Kindheitserinnerung: der Eberberger Aussichtsturm | Pflugblatt* (beta)

Schreibe einen Kommentar