Wanderung rund um den Spitzingsee

Wanderung: Spitzingsattel – Obere Firstalm – Untere Firstalm – Stümpfling – Bergstation Suttenbahn / Stümpflingbahn – Jagahütt’n – Roßkopf – Grüner See – Albert-Link-Hütte – Spitzingsee – Spitzingsattel

Der Spitzingsee ist eines der beliebtesten Wandergebiete rund um München und heute führt die Wanderung einmal um den See herum. Allerdings nicht direkt am Ufer, sondern mit einem Umweg über einige Almen, Hütten und Berge. Direkt einmal um den See zu gehen ist auch möglich, aber für einen ganzen Sommertag doch etwas kurz. Für Wanderer mit Kinderwagen ist diese etwa einstündige Uferwanderung allerdings eine ganz schöne Tour.

Am Ufer des Spitzingsees

Am Ufer des Spitzingsees

Wir haben die kurze Wanderung am Ufer entlang später als Winterwanderung um den Spitzingsee gemacht.

Jetzt geht es aber weiter hoch: Vom Spitzingsattel bergauf über die Firstalmen, den Stümpfling und den Roßkopf, um zum Ort Spitzingsee hinabzusteigen und nur einen Uferweg zurück zum Spitzingsattel zu wandern.

Der erste Teil der Wanderung ist gleich der mit Abstand langweiligste. Vom Spitzingsattel wandert man über die für Autos gesperrte Schotterstraße, den Trautweinweg, zur oberen Firstalm. Eine halbe Stunde lang geht es bei gleichbleibender Steigung über die immergleiche Schotterstraße durch den immergleichen Wald. Wer wissen will, wie sich “langweilig” anfühlt, hier kann man es erfahren.

Mei, wie fad: Der Weg zur oberen Firstalm

Mei, wie fad: Der Weg zur oberen Firstalm

Nachdem dieser Teil geschafft ist, verläuft der Weg auf der Straße noch gut 15 Minuten erst nahezu eben, dann in einem Schlussanstieg und einer Linkskurve direkt zur oberen Firstalm.

Die Firstalm selbst ist aber sehr nett und bietet mit Gastraum, Sonnenterrasse und viel Platz zum Spielen (mit Spielgeräten) einen schönen Rahmen für eine erste Rast. Bis hier kommt man übrigens auch mit dem Kinderwagen hin. Sportlich sollte man aber schon sein, denn die Steigung zieht sich wirklich arg.

Schön, trotz des Aufstiegswegs: Die obere Firstalm

Schön, trotz des Aufstiegswegs: Die obere Firstalm

Von der oberen geht es dann in wenigen Minuten weiter zur unteren Firstalm. Die beiden Almen sind durch einen felsigen Weg über eine Wiese miteinander verbunden. Auch auf der unteren Firstalm kann man rasten, der Biergarten-Außenbereich ist etwas großzügiger als oben.

Im Winter kann man übrigens von der oberen Firstalm (Trautweinweg) und von der unteren Firstalm (Kratzerweg) aus zum Spitzingsattel rodeln. Schlitten werden gegen Gebühr an beiden Almen verliehen. Zu den Rodelverhältnissen könnt Ihr Euch auf auf www.mondscheinrodeln.de informieren.

Die untere Firstalm, von der oberen aus gesehen

Die untere Firstalm, von der oberen aus gesehen

Nach rechts über den Hof am Biergarten vorbei führt der weitere Weg. Über einen steinigen Weg auf einer Weide bergauf wandern wir in Richtung der Bergstation von Stümpflingbahn und Suttenbahn, die sich auf dem Bergrücken zwischen Stümpfling und Roßkopf direkt gegenüberstehen. Am oberen Ende der Weide geht es nach links, über einen breiten Weg bergauf und dann in einer Rechtskurve wieder bergab zu den Bergstationen.

Bergstation der Suttenbahn. Die der Stümpflingbahn sieht gegenüber genauso aus

Bergstation der Suttenbahn. Die der Stümpflingbahn sieht gegenüber genauso aus

Nach knapp 40 Minuten von der unteren Firstalm haben wir die Bergstationen erreicht. Dort bietet sich mit der “Jagahütt’n” ein weiterer gastronomischer Stützpunkt mit ansprechend großer Terrasse als Zwischenziel an.

Die Jagahütt'n

Die Jagahütt’n

Zwischen den Bergstationen hindurch geht es gleich auf den Weg “SB6 Roßkopf”. Wieder ist es ein steiniger Bergweg, der bei mäßiger Steigung in nur fünf Minuten zu einer Alm führt. Dort dann scharf links erneut gut fünf Minuten über die Weide gewandert und wir stehen am Roßkopf-Gipfelkreuz.

Am Roßkopf-Gipfel

Am Roßkopf-Gipfel

Von hier aus geht es jetzt zum Grünsee. Vom Gipfelkreuz aus führt der Weg nach rechts an einem Schuppen vorbei, dann wenige Meter am Zaun entlang. Ein Brett dient als Überstiegshilfe, das nehmen wir dann auch und schon geht es über die Weide steil bergab. Der Weg führt dann durch die Sträucher und wieder über die Weide, bis er sich kurz vor dem Grünsee verliert. Nach starken Regenfällen ist dieser Weg sicher nicht zu empfehlen.

Im Abstieg vom Roßkopf sieht man auf den Grünsee hinab

Im Abstieg vom Roßkopf sieht man auf den Grünsee hinab

Am anderen Ende des Grünsees stehen Tannen in einer Reihe, wenn man sich leicht rechts hält, findet man den Weg dort wieder. Dann weiter hinab bis zum breiten Forstweg und dort nach rechts. Nach zehn Minuten führt ein Abzweig in Richtung Spitzingsee, den wir nehmen. Auf einem breiten Fahrweg wandern wir nun stetig bergab, zunächst zwischen Wiesen, dann durch den Wald, wo der Weg recht steil bergab führt. An einem Abzweig geht es nach links weiter. Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir dann direkt hinter ein paar Almhütten die Albert-Link-Hütte. Diese ist wieder eine sehr gute Rastmöglichkeit.

An der Albert-Link-Hütte

An der Albert-Link-Hütte

Die Albert-Link-Hütte ist Teilnehmer am “So schmecken die Berge“-Programm des DAV und in der “Wandern mit Kindern” Broschüre des DAV aufgeführt. Für Kinder gibt es einen kleinen Spielplatz und große Wiesen zum Toben. Kindermenüs gibt’s natürlich auch.

Geschnitzte Figuren an der Albert-Link-Hütte

Geschnitzte Figuren an der Albert-Link-Hütte

Von der Albert-Link-Hütte geht es über die Brücke und dann auf der für den allgemeinen Verkehr gesperrten Straße nach links. In einer Viertelstunde ist der Ort Spitzingsee dann erreicht.

Den Spitzingsee kann man nun rechts oder links umrunden. Der Weg rechts führt als Seepromenade an den Hotels vorbei. Am Beginn der Promenade gibt es einen kleinen Wiesenstrand, von dem aus man im See baden kann. Ein Stück weiter, an den Hotels vorbei, befindet sich ein recht großer Spielplatz.

Der Ort Spitzingsee mit Badestrand

Der Ort Spitzingsee mit Badestrand

Schöner ist allerdings der Weg links um den See herum. Zunächst geht es auf der Straße nach links am Wehr vorbei. Dann vor der Klausenhütte nach rechts auf den Seeweg. Direkt am Tretbootverleih gibt es noch einen Mini-Biergarten auf dem Anleger. Der Weg führt nun direkt am Spitzingsee entlang durch den Wald. Zwischendurch finden sich mehrere kleine Badebuchten.

Nach einer Brücke geht es nach links, der Weg entfernt sich nun vom Ufer und führt als Kiesweg durch die Wiesen. Nach dem Steg geht es nach rechts, wieder zum See und direkt an der Nordspitze des Sees wieder hoch zur Straße und zum Spitzingsattel.

Dauer und Schwierigkeit:
Für die gesamte Wanderung muss man mit vier bis viereinhalb Stunden Gehzeit rechnen. Mit Kindern, wie immer, mehr. Allerdings kann man auch nur einen Teil wandern und mit der Stümpflingbahn (Vierer-Sessellift) entweder den Abstieg sparen oder mit ihr Hochfahren und dann entweder über die Firstalmen oder den Roßkopf und die Albert-Link-Hütte wieder absteigen.

Höhenangaben:
Spitzingsattel: 1127 Meter
Obere Firstalm: 1375 Meter
Untere Firstalm: 1320 Meter
Gipfel Stümpfling: 1506 Meter
Bergstation Suttenbahn / Stümpflingbahn: 1484 Meter
Jagahütt’n: 1484 Meter
Gipfel Roßkopf: 1580 Meter
Grünsee: 1395 Meter
Albert-Link-Hütte: 1053 Meter
Spitzingsee: 1085 Meter

Essen und Trinken:
Gastronomisch gibt es reiche Auswahl. Obere und Untere Firstalm, die Jagahüttn an der Bergstation der Bahnen und die Albert-Link-Hütte sind bewirtschaftet. Am Spitzingsattel gibt es einen Imbiss. Im Ort Spitzingsee gibt es mehrere Restaurants.

Wo muss ich besonders aufpassen?
Der Weg ist recht leicht und ohne besondere Gefahrenstellen. Nach Regenfällen ist der Weg vom Roßkopf zum Grünsee vermutlich sehr glitschig, so dass Abrutschgefahr besteht.

Ist der Weg für Kinderwagen geeignet?
Der beschriebene Weg ist nicht für Kinderwagen geeignet. Vom Spitzingsattel aus kann man mit dem Kinderwagen bis zur oberen oder bis zur unteren Firstalm wandern. Das ist aber schon was für sportlichere Naturen. Nahezu eben ist der Weg um den See herum, für den man 60-90 Minuten rechnen kann. Auf der Straßenseite des Sees führt direkt am Ufer ein Promenadeweg entlang, der teilweise geteert ist, teilweise ein breiter Schotterweg ist. Der Weg am anderen Seeufer ist ein Schotterweg, der aber mit geländegängigen Kinderwagen gut zu fahren ist.
Vom See aus kommt man mit einem Kinderwagen auch gut über die Straße bis zur Albert-Link-Hütte. Hier sind nur die letzten 100 Meter nicht geteert.

Wie komme ich hin?
Mit der Bahn: Von München aus mit der Bayerischen Oberlandbahn nach Fischhausen-Neuhaus. Von dort mit dem RVO-Bus bis zum Spitzingsattel oder bis Spitzingsee-Kirche, wenn man zur Stümpflingbahn will. Einige Busse fahren direkt bis zur Talstation der Stümpflingbahn.
Mit dem Auto: Von München aus auf der Autobahn A8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Weyarn. Über Miesbach, Hausham, Schliersee und Neuhaus in Richtung Bayrischzell fahren. Kurz hinter Neuhaus zweigt rechts die Straße zum Spitzingsee ab. Am Spitzingsattel links auf den Parkplatz (4 Euro pro Tag). Oder auf der Straße bis zum Ort Spitzingsee am südlichen Ufer fahren, dann nach rechts zur Stümpflingbahn.

Google-Maps-Karte:

Rund um den Spitzingsee auf einer größeren Karte anzeigen

Links:
Obere Firstalm: www.obere-firstalm.de
Untere Firstalm: www.untere-firstalm.de
Jagahütt’n
Albert-Link-Hütte
Spitzingsee
Stümpflingbahn
Alpenverein: So schmecken die Berge

Informationen zur Rodelbahn und den Schneeverhältnissen von der oberen Firstalm:www.mondscheinrodeln.de

Webcams:
Webcam an der Bergstation der Taubensteinbahn und weitere Spintzingsee-Webcams auf der Spitzingsee-Homepage

Wanderkarte:

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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Schöne Gegend rund um den Spitzingsee. Eignet sich auch gut im Frühjahr zum wandern. Neben dem Rodeln kann man auch schön eine kleinere Skitour mit Zwischenstation an der Firstalm unternehmen.

  2. Perfekte Wanderroute, bin ich selbst schon einige Male gelaufen und kann sie nur empfehlen…

  3. Pingback: Zur Albert-Link-Hütte und zum Blecksteinhaus | auf-den-berg.de

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