Wanderung von Neuhaus auf die Bodenschneid und zur Oberen Firstalm

Wanderung: Fischhausen-Neuhaus am Schliersee – Bodenschneidhaus – Bodenschneid – Obere Firstalm – Spitzingsattel

Die Tour auf die Bodenschneid ist eine mittelschwere Wanderung auf einen hervorragenden Aussichtsgipfel zwischen Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee. Eine abwechslungsreiche Mischung aus einfachen Wegen, felsigen Stellen, grasigen Bergflanken und Waldwegen. Dazu eine Hütte vor dem Gipfelanstieg und eine, wenn man den schwersten Teil der Tour hinter sich gebracht hat. Und gut mit dem Zug zu erreichen ist das Ganze auch noch. Was will man mehr?

Eine Stunde geht man vom Bodenschneidhaus noch bis auf den Gipfel der Bodenschneid

Eine Stunde geht man vom Bodenschneidhaus noch bis auf den Gipfel der Bodenschneid

In meinem Artikel zum Bodenschneidhaus schrieb ich, dass ich immer bei zweifelhaftem bis schlechtem Wetter auf das dorthin gewandert bin. So richtig toll was das Wetter auch beim letzten Mal nicht. Aber trocken und nebelfrei, so dass die Hütte diesmal nicht der Abschluß der Wanderung war, sondern nur Zwischenstop auf dem Weg zum Gipfel der Bodenschneid.

Im Gebiet der Raineralm, kurz vor dem Bodenschneidhaus

Im Gebiet der Raineralm, kurz vor dem Bodenschneidhaus

Wieder beginnt die Wanderung am Bahnhof Fischhausen-Neuhaus am Schliersee. Vorbei am Wanderparkplatz geht es über breite und einfach zu gehenden Wege in gut einer Stunde auf das Bodenschneidhaus. Die detaillierte Beschreibung findet Ihr hier: Wanderung auf das Bodenschneidhaus.

Das Bodenschneidhaus, links im Hintergrund das Ziel der heutigen Wanderung

Das Bodenschneidhaus, links im Hintergrund das Ziel der heutigen Wanderung

Zu den weiteren Wegen zur Oberen Firstalm und auf die Bodenschneid wird immer wieder geraten, diese nur bei trockenem Boden zu gehen. Diesem Hinweis schließe ich mich an. Bei Nässe wird vor allem der Abstieg von der Bodenschneid in Richtung Obere Firstalm zur unfreundlichen Rutschpartie im steilen Gelände.

Zum Gipfel geht es, wer hätte es gedacht, nach oben

Zum Gipfel geht es, wer hätte es gedacht, nach oben

Vom Bodenschneidhaus aus führt der Weg zunächst in wenigen Minuten leicht zum Wandfuß der Bodenschneid, wo ein erster felsiger Aufstieg wartet. Schräg am Hang entlang geht man die ersten Meter über Felsen, wobei eine locker gespannte Seilversicherung bergauf hilft.

Felsig bergauf mit Seilversicherung

Felsig bergauf mit Seilversicherung

Der weitere weg ist schmal und felsig, aber gut zu gehen. Ein paar Felsstufen gilt es noch zu überwinden, bevor es in weiten Serpentinen, die man auch schon von unten gut sehen kann, auf den felsigen Gipfelaufbau zugeht.

Ein felsiger Abschnitt auf dem Weg zum Gipfel

Ein felsiger Abschnitt auf dem Weg zum Gipfel

Ein Blick zurück zum Bodenscheidhaus

Ein Blick zurück zum Bodenscheidhaus

Zwischen Felsen hindurch führt eine kurze, felsige Schräge hinauf. Nach rechts blickend gibt es nun einen ersten unvermittelten Blick auf den Tegernsee. Direkt über Rottach-Egern hinweg blickt man auf den südlichen Teil des Tegernsees.

Im Aufstieg zur Bodenschneid

Im Aufstieg zur Bodenschneid

Eine weitere Felstufe vor dem Gipfel

Eine weitere Felstufe vor dem Gipfel

Über den Fels sind es nur noch ein paar wenige Meter zum großen Gipfelkreuz hinauf, wo sich ein großartiges Alpenpanorama zeigt. Natürlich sieht man die Berge der unmittelbaren Umgebung wie Wendelstein, Rotwand oder Hochmiesing, Schinder, Risserkogel oder Wallberg.

Das große Gipfelkreuz der Bodenschneid

Das große Gipfelkreuz der Bodenschneid

Der Blick über den Spitzingsee zum Hochmiesing und zur Rotwand

Der Blick über den Spitzingsee zum Hochmiesing und zur Rotwand

Aber auch weiter entfernte Berge und Berggruppen sind bei passendem Wetter zu sehen. Die bayerische Alpen vom Watzmann bis zur Zugspitze sind genauso zu sehen wie die Karwendelberge, Rofangebirge, Zillertaler Berge oder auch der Großvenediger.

Fernblick und der Kasten für das Gipfelbuch

Fernblick und der Kasten für das Gipfelbuch

Der Gipfelbereich bietet genügend Platz für eine ausgiebige Pause und Brotzeit. Die fiel diesmal allerdings aus, da ein scharfer Wind um den Gipfel blies. Also besser schnell wieder absteigen.

Knapp 950 Meter unterhalb des Bodenschneid-Gipfels liegt der Tegernsee

Knapp 950 Meter unterhalb des Bodenschneid-Gipfels liegt der Tegernsee

Wege hinunter gibt es einige: Natürlich zurück zum Bodenschneidhaus, aber auch in Richtung Sutten, zur oberen und unteren Firstalm oder nach Enterrottach. Heute geht es über das Gebiet der Krettenburg hinunter zur Oberen Firstalm.

Der Beginn des Abstiegswegs in Richtung Firstalmen

Der Beginn des Abstiegswegs in Richtung Firstalmen

Der Weg zieht sich knapp unterhalb des scharfen Grats über den Bergrücken in Richtung Sutten.

Ein Blick zurück zum Gipfel

Ein Blick zurück zum Gipfel

Nach einem Weidezaun führt der Weg zur Unteren Firstalm geradeaus weiter, der zur Oberen Firstalm zweigt nach links ab. Sofort geht es steil bergab in Richtung Nordosten. Diesen Abstieg würde ich bei Nässe meiden, da wird er sehr unangenehm sein.

Der steile Abstieg hinunter zu den Firstalmen

Der steile Abstieg hinunter zu den Firstalmen

Nach dem steilen Abstieg zieht sich der Weg unschwierig weiter über Wiesenflächen und, teils steinig, aber sehr schön durch den Wald. Nördlich der Krettenburg geht es in Richtung zu den Firstalmen.

Nach dem steilen Stück führt der Weg unschwierig über Wiesen und durch den Wald

Nach dem steilen Stück führt der Weg unschwierig über Wiesen und durch den Wald

Zwischendurch zweigt der schwarz markierte Weg zurück zum Bodenschneidhaus ab. Kurz darauf folgt eine weitere Möglichkeit, doch noch zur Unteren Firstalm abzusteigen.

Ein Stück noch bis zur Firstalm

Ein Stück noch bis zur Firstalm

Die letzten Minuten, bevor die Obere Firstalm erreicht ist, hat man direkt den Aufstiegsweg zum Brecherspitz im Blick. Eine letzte Kurve, dann ist auch die Obere Firstalm erreicht, wo sich die Einkehr lohnt.

An der Oberen Firstalm

An der Oberen Firstalm

Der weitere Abstieg erfolgt dann über den Trautweinweg direkt hinunter zum Spitzingsattel, wo sich die Haltestelle für den Bus zurück zum Bahnhof Neuhaus befindet. Der Weg ist breit und problemlos zu gehen.

Plötzlich kommt die Sonne heraus und es gibt einen Anflug von Indian Summer auf dem Trautweinweg

Plötzlich kommt die Sonne heraus und es gibt einen Anflug von Indian Summer auf dem Trautweinweg

Und falls man noch länger auf den nächsten Bus warten muss, gibt es mit dem Brotzeitstüberl am Spitzingsattel noch eine weitere Einkehr direkt an der Bushaltestelle.

Er zeigt es: Im Winter wird der Trautweinweg als Rodelbahn genutzt

Er zeigt es: Im Winter wird der Trautweinweg als Rodelbahn genutzt

Dauer und Schwierigkeit:
In gut eineinhalb bis eindreiviertel Stunden wandert man vom Bahnhof Fischhausen-Neuhaus zum Bodenschneidhaus. Vom Wanderparkplatz aus sind es etwa 15 Minuten weniger. In einer Stunde weiter auf den Bodenschneid-Gipfel. Vom Gipfel zur Oberen Firstalm sind es etwa eineinviertel Stunden. Der Abstieg zum Spitzingsattel dauert dann noch einmal 30-45 Minuten. Insgesamt also runde viereinhalb Stunden reine Gehzeit.

Bis zum Bodenscheidhaus ist der Weg leicht zu gehen. Der Aufsteig auf die Bodenscheid ist mittelschwer mit mehreren felsigen Wegabschnitten. Der Abstieg zunächst leicht, nach dem Abzweig zur Firstalm sehr steil, im weiteren Verlauf aber leicht zu gehen. Der Abstieg von der Firstalm zum Spitzigsattel über den Trautweinweg ist sehr leicht zu gehen.

Höhenangaben:
Neuhaus: 800 Meter
Wanderparkplatz: 860 Meter
Bodenschneidhaus: 1353 Meter
Gipfel Bodenschneid:
Obere Firstalm: 1375 Meter
Spitzingsattel: 1127 Meter

Essen und Trinken:
Auf dem Bodenschneidhaus und auf der Oberen Firstalm. Beide Häuser sind ganzjährig geöffnet, das Bodenschneidhaus im Winter aber nur an den Wochenenden. Montag ist dort Ruhetag. Die Obere Firstalm ist täglich geöffnet. An der Bushaltestelle am Spitzingsattel gibt es noch ein Stüberl.

Wo muss ich besonders aufpassen:
Im Aufstieg vom Bodenschneidhaus, im Gipfelbereich und auf dem ersten Teil im Abstieg zur Firstalm sollte man über ausreichend Trittsicherheit verfügen.

Wie komme ich hin?
Mit der Bahn: In gut einer Stunde fährt man mit der BOB von München bis Fischhausen-Neuhaus. Dort am Parkplatz vorbei in die Waldschmidtstraße gehen und nach rechts in die Dürnbachstraße abbiegen. DIe Straße bis zum Ende zum Wanderparkplatz gehen. Dort beginnt die eigentliche Wanderung.
Mit dem Auto: Von München aus auf der A8 bis Weyarn fahren. Weiter über Miesbach und Schliersee bis Neuhaus fahren. Die zweite Straße rechts nach dem Bahnübergang ist die Dürnbachstraße. Bis zum Ende durchfahren, dort ist der Wanderparkplatz Dürnbach-Bodenschneid.
Vom Spitzingsattel aus kann man mit dem Bus zurück zum Bahnhof Fischhausen-Neuhaus fahren. Auf die Abfahrtszeiten achten! Der Bus fährt überwiegend nur stündlich und hat am Spätnachmittag die letzte Fahrt!

Links:
Homepage des Bodenscheidhauses
Bodenschneidhaus in der DAV Hüttensuche
Homepage der Oberen Firstalm
Auch das Brotzeitstüberl hat eine eigene Homepage
Panoramablick von der Bodenschneid bei alpen-panoramen.de

Buchtipps und Wanderkarte:

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