Winterwanderung zur Berggaststätte St. Martin über Garmisch

Winterwanderung, leicht, 340 Hm: Garmisch-Partenkirchen Bahnhof – Berggaststätte St. Martin – Kriegergedächtniskapelle – Garmisch-Partenkirchen Bahnhof

Eine kleine, leichte Winterwanderung in Garmisch, von München aus bequem mit dem Zug erreichbar. Mit einem Berggasthaus als Ziel, das eine grandiose Aussicht auf das Wettersteingebirge mit der Zugspitze und hinüber zum Karwendel bietet. Mit etwas Glück kann man den Rückweg nach Garmisch rodeln. Das ist die Wanderung zum Berggasthaus St. Martin am Grasberg.

Januarsonne satt auf der Terrasse der Berggaststätte St. Martin. Oben lugt der Gipfel des Kramer hervor

Januarsonne satt auf der Terrasse der Berggaststätte St. Martin. Oben lugt der Gipfel des Kramer hervor

Direkt vom Bahnhof aus wandern wir los. Zunächst durch die Fußgängerunterführung unter den Gleisen hindurch in Richtung Zugspitzbahnhof, dann rechts in die Olympiastraße, der wir bis zum Beginn der Fußgängerzone folgen.

Das Wetter ist, man sieht es auf den ersten Fotos, ziemlich unangenehm. Garmisch liegt unter einer dichten Wolkendecke so dass es sehr kalt und grau in grau ist. Aber das wird sich noch ändern!

Im Michael Ende Kurpark,

Im Michael Ende Kurpark,

Den Richard-Strauss-Platz überqueren wir diagonal, um dann durch den Michael Ende Kurpark in Richtung Loisach zu gehen. Der große Kurpark mit einigen Skulpturen ist einen eigenen Besuch wert, heute gehen wir aber nur in eher gerader Linie über die vereisten und gestreuten Wege.

Am Ende des Kurparks geht es dann nach rechts, über die Hauptstraße und über den Hof der Feuerwehr direkt zum Loisachufer. Dort gehen wir nach links bis zur überdachten Holzbrücke.

Die hölzerene Fußgängerbrücke über die Loisach

Die hölzerene Fußgängerbrücke über die Loisach

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Diese überqueren wir und dann geht es einfach geradeaus über die Kramerstraße und leicht rechts in die Leitlestraße, in deren Verlängerung wir in Richtung zu einem Rodelhügel und zum Kramerplateauweg gelangen.

Aufstieg zur Martinshütte am Kramer

Als wir am oberen Rand des Schlittenhügels angekommen sind, haben wir die Wolkendecke schon fast unter uns gelassen. Nur noch leichte Wolkenfetzen ziehen über den nun blauen Himmel.

Entlang des Schlittenhügels in Richtung Kramerplateauweg. Der Himmel wird blauer und der Kramer-Gipfel zeigt sich!

Entlang des Schlittenhügels in Richtung Kramerplateauweg. Der Himmel wird blauer und der Kramer-Gipfel zeigt sich!

Jetzt lassen wir den Ort hinter uns und wandern im Gebiet des Kramerplateauwegs. Dieser zieht sich von der Maximilianshöhe mit der Windbeutelalm am Fuß des Kramers ohne große Höhenunterschiede bis zum Pflegersee. Immer etwas oberhalb von Garmisch, mit vielen großartigen Ausblicken auf das Wettersteingebirge.

Am Wegweiser ein Schild zur Bergwirtschaft St. Martin. Aber ohne Richtungsangabe

Am Wegweiser ein Schild zur Bergwirtschaft St. Martin. Aber ohne Richtungsangabe

Am Wegweiser hängt schon ein Schild, das auf das Gasthaus St. Martin hinweist. Allerdings ohne zu verraten, in welche Richtung es geht. Auch auf den gelben Wanderwegweisern ist es nicht ausgeschildert. Warum auch immer.

Es geht jedenfalls links bergauf durch lichten Bergwald. Der Weg wird auch als Rodelstrecke genutzt und ist zur Zeit gut festgefroren. Gut, wenn man Schneeketten dabei hat, die man unter die Wanderstiefel ziehen kann.

Nach gut zehn Minuten, kurz nachdem wir ein Wegkreuz passiert haben, ist dann auch schon der Abzweig nach St. Martin erreicht. Links liegt eine große Lichtung, an deren Ende die Kriegergedächtniskapelle steht. Diese werden wir im Abstieg noch besuchen.

Der aufwändig gestaltete Wegweiser am Kramerplateauweg. Hier biegen wir ab

Der aufwändig gestaltete Wegweiser am Kramerplateauweg. Hier biegen wir ab

Jetzt geht es rechts bergauf, am großen, reich verzierten Holzwegweiser entlang. Etwa eine dreiviertel Stunde Aufstieg folgt nun, fast durchgehend relativ steil und an vielen Stellen vereist. Der Weg wird ja, soweit es die Schneelage zulässt, als Rodelbahn genutzt.

Ob Rodeln möglich ist, könnt Ihr vorab auf der Homepage der Martinshütte an der „Rodelampel“ einsehen.

Immer dem Weg folgend steigen wir durch den Bergwald auf. Viel Aussicht gibt es nicht. Einmal haben wir einen schönen Blick hinüber zum Wank. Als wir die Stromtrasse passieren, bietet sich kurz ein schöner Ausblick, am Strommast vorbei, zur Zugspitze.

Auf der St. Martinshütte

Erst unmittelbar vor dem Ziel müssen wir uns entscheiden. Nach links zum Gasthaus oder nach rechts, weiter hoch zur Felsenkanzel, dem Königsstand und in Richtung Kramer-Gipfel. Für heute soll es reichen, wir biegen links ab und stehen eine Minute später auf der Terrasse der Martinshütte.

Hütte über dem Nebelmeer. Die Terrasse verspricht ein hervorragendes Panorama

Hütte über dem Nebelmeer. Die Terrasse verspricht ein hervorragendes Panorama

Und hier ist er, der großartige Ausblick auf das Wettersteingebirge mit Alpspitze und Zugspitze und dazwischen dem Jubiläumsgrat.

Den Eingang ins Höllental mit den mächtigen Waxensteinen sehen wir, etwas links davon die Trasse der Alspitzbahn auf den Osterfelderkopf.

Panoramablick bei strahlendem Sonnenschein über das Wolkenmeer auf das Wettersteingebirge

Panoramablick bei strahlendem Sonnenschein über das Wolkenmeer auf das Wettersteingebirge

Unter uns liegt Garmisch. Bei unserem Besuch ist es nicht zu sehen, der Ort liegt weiterhin unter dichten Wolken. Nur die Kriegerkapelle ist zu erkennen, der Rest verschwindet unter der Wolkendecke.

Erst bei Partenkirchen, weit hinten Richtung Wank und zum Karwendel hin, lichtet sich die Wolkendecke etwas.

So sitzen wir in der strahlenden Wintersonne unter wolkenlosem Himmel (die Wolken sind ja alle unter uns) und blicken auf das Bergpanorama von Garmisch-Partenkirchen, trinken eine Halbe und essen, was die Küche anbietet.

Neben Kuchen sind es überwiegend herzhafte Speisen wie Speckknödelsuppe, diverse Würstl oder auch ein Wiener Schnitzel.

Ein Blick in Richtung Partenkirchen und zum Karwendelgebirge

Ein Blick in Richtung Partenkirchen und zum Karwendelgebirge

Die private Hütte nennt sich übrigens „Berggaststätte St. Martin am Grasberg“. Der Grasberg ist ein Teil des 1985 Meter hohen Kramerspitz oder kurz Kramer. Die genauen Öffnungszeiten findet Ihr auf der Homepage, Dienstag ist Ruhetag. Übernachtungen sind auf der Hütte nicht möglich.

Abstieg nach Garmisch und Kriegergedächtniskapelle

Wenn wir nicht weiter zur gut 200 Höhenmeter höher gelegenen Felsenkanzel aufsteigen wollen, wandern wir auf dem Aufstiegsweg wieder bergab. Wenn es die Verhältnisse zulassen, können wir auch bergab rodeln.

Auf dem Abstiegsweg von St. Martin zum Kramerplateuweg

Auf dem Abstiegsweg von St. Martin zum Kramerplateuweg

Am Kramerplateauweg angekommen, gehen wir nun schräg rechst über die Wiese zur Kriegergedächtniskapelle. Der Bau oberhalb des Ortes wurde 1952 vom Volkstrachtenverein Garmisch zur Erinnerung an die im zweiten Weltkrieg gefallenen und vermissten Garmischer. Viele Tafeln mit und ohne Fotos erinnern an die sinnlos in den Tod geschickten meist jungen Männer.

In der Nähe der Kapelle stehen noch mehrere Kreuze und ein steinerner Altar mit großem Holzkreuz. Ein kurzer Kreuzweg führt vom Ort hinauf zum Altar. Über den Kreuzweg gehen wir nun bergab zurück nach Garmisch.

Der Kreuzweg, über den wir wieder nach Garmisch absteigen

Der Kreuzweg, über den wir wieder nach Garmisch absteigen

Zunächst durch eine schöne, parkähnliche Winterlandschaft. Im Ort angekommen, gehen wir an der Hauptstraße links, über die Loisachbrücke und dann wieder entlang des rechten Loisachufers.

Unterhalb des Kreuzwegs wandern wir durch eine parkähnliche Landschaft

Unterhalb des Kreuzwegs wandern wir durch eine parkähnliche Landschaft

Wir folgen den Wegweisern in Richtung Bahnhof rechts in die Kramerstraße und wechseln an der Ampel an der Hauptstraße links in die Fußgängerzone. An deren Ende zweigt rechts wieder die Olympiastraße ab, über die wir wieder zum Bahnhof gelangen.

Dauer und Schwierigkeit:
Die Wege sind breit und weitgehend leicht zu gehen, wenn auch teilweise recht steil. Im Winter muss man naürlich mit verschneiten oder vereisten Stellen rechnen. Man kann im Aufstieg und im Abstieg mit je etwa eineinhalb Stunden Wanderzeit rechnen.

Höhenangaben:
Garmisch-Partenkirchen Bahnhof: 700 Meter
Berggaststätte St. Martin: 1030 Meter
Kriegergedächtniskapelle Garmisch: 750 Meter

Essen und Trinken:
Am Ziel der Wanderung liegt die Berggaststätte St. Martin. Dort gibt es eine hüttentypische Küche und Brotzeiten, Kuchen und natürlich Getränke. In Garmisch-Partenkirchen gibt es natürlich diverse Möglichkeiten.

Wo muss ich besonders aufpassen:
Im Winter muss man damit rechnen, dass große Wegabschnitte verschneit oder vereist sind. Die Wege werden ja auch als Rodelbahn gebutzt, werden also nicht geräumt. Für Wanderer bietet es sich an, Schneeketten bzw. Spikes, mitzunehmen. Entsprechend vorsichtig sollte man bei Rodelbetrieb sein.

Wandern mit Hund:
Die Wanderung ist auch für Hunde gut geeignet.

Wie komme ich hin?
Mit Bahn und Bus: Von München Hauptbahnhof (Starnberger Flügelbahnhof) aus fährt man mit der Regiobahn in etwas mehr als einer Stunde bis Garmisch-Partenkirchen.
Mit dem Auto: Von München aus mit dem Auto über die A95 bis zum Autobahnende fahren, dann weiter auf der B2/B23 weiter bis Garmisch-Partenkirchen, Ortsteil Garmisch. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu parken und dann über den Kramerplateauweg zum hier beschriebenen Aufstiegsweg zu wandern.

Startpunkt:
Google Maps: 47.491166,11.096120
Openstreetmap: 47.491166,11.096120
What3Words: ///backen.angespannt.atmen

Links:
Homepage der Martinshütte am Grasberg
Informationen über die Kriegergedächtsniskapelle.

GPX-Track:

Gesamtstrecke: 9808 m
Maximale Höhe: 1034 m
Minimale Höhe: 690 m
Gesamtanstieg: 497 m
Gesamtabstieg: -512 m
Download file: garmisch-st-martin.gpx

Buchtipps und Wanderkarte:

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