Vom Wank zum Gschwandtnerbauer und zur Gamshütte

Wanderung: Bergstation Wankbahn – Wankhaus – Berggasthof Gschwandtnerbauer – Gamshütte – Partenkirchen

Der Wank ist als Aussichtsberg von Garmisch-Partenkirchen bekannt. Hier hat man einen großartigen Blick zum Wettersteingebirge mit Zugspitze, Alpspitz und den Waxensteinen und den Tiroler Bergen mit dem spitz herausragenden Daniel im Hintergrund. Auf der anderen Seite blickt man hinüber zum Karwendel. Je nach Laune kann man einfach mit der Wankbahn hochfahren und den Tag auf dem weitläufigen Gipfelrücken genießen oder auf einem der verschiedenen Wege wieder nach Partenkirchen wandern. Die „Hütten“-Tour vom Wankhaus und der Sonnenalm zum Gschwandtnerbauer und zur Gamshütte bis hinunter nach Partenkirchen ist nicht schwierig, aber recht lang.

Panoramablick vom Wank Richtung Karwendel

Panoramablick vom Wank Richtung Karwendel

Doch zunächst geht es völlig ohne Anstrengung mit der Gondelbahn vom Ortsteil Partenkirchen über die Mittelstation – dort einfach in der Gondel sitzenbleiben – bis zur Bergstation auf gut 1750 Metern Höhe hinauf. Schon auf dem Weg hinauf hat man einen schönen Blick auf Garmisch-Partenkirchen, auf das mächtige Wettersteingebirge aber auch auf den kleineren Eckbauer mit der neuen Skisprungschanze.

Im Haus der Bergstation befindet sich die Sonnenalm mit einer großen, zum Wetterstein hin ausgerichteten, Sonnenterrasse. Das Gebäude nach links umrundend geht es in nur drei bis vier Minuten an der Startplattform der Gleitschirmflieger vorbei hinauf zum Wankhaus, einer Hütte des Deutschen Alpenvereins. Auch hier kann man den Blick auf die Zugspitze und die übrigen Wettersteinberge sowie hinunter nach Garmisch-Partenkirchen von der Sonnenterrasse aus genießen. Direkt hinter dem Wankhaus befindet sich das Gipfelkreuz des Wank.

Die Bergstation der Wankbahn, im Hintergrund das Wankhaus

Die Bergstation der Wankbahn, im Hintergrund das Wankhaus

Auf dem weitläufigen Gipfelplateau des Wank kann man auch eine kleine Rundwanderung unternehmen. Hier geht man einfach vom Wankhaus an der Sonnenalm vorbei über den grasbewachsenen Bergrücken in Richtung der Skilifte, dann weiter leicht bergab. Um einen kleineren Grashügel im Osten herum führt ein sehr leicht zu gehender Weg, an dem mehrere überdachte Tische und Bänke Gelegenheit zur Brotzeit bieten. Auf dem Bergrücken befindet sich eine Freiweide, auf der mehrere Pferde leben. Die weite Wiese bietet auch viel Platz zum Toben für Kinder. Witzig: An (mindestens) zwei Stellen gibt es ein kostenloses „Naturkino“.

Blick zum Wetterstein mit Zugspitze, Alpspitz und Waxensteinen

Blick zum Wetterstein mit Zugspitze, Alpspitz und Waxensteinen

Wenn man den grandiosen Ausblick genossen hat, sich genug gesonnt und auch gestärkt hat, beginnt die eigentliche Wanderung. Auf dem Rundweg um den kleinen Ostgipfel zweigt ein Weg Richtung „Gschwandtnerbauer (1,5 h)“ ab. Sofort wird der Weg spürbar schmaler, steiler und steiniger. Schnell führt der Weg durch einen lichten und damit auch sehr sonnenbeschienenen Kiefernwald, später dann Mischwald, hindurch. Zwischendurch zeigt sich weit unten der Wagenbrüchsee bei Krün.

Auf dem breiten Rücken des Wank

Auf dem breiten Rücken des Wank

Bei der Abzweigung „Esterbergalm / Gschwandtnerbauer“ wandern wir auf dem Wanderweg „W2“ in Richtung Gschwandtnerbauer. Nachdem eine kleine Brücke überquert ist, wird der Weg wieder leichter, teilweise führen Stufen schnell bergab. In einer Kurve geht es neben dem Weg steil hinab. Unten ist das Bachbett zu sehen, gegenüber eine steile Felswand.

Auf dem Weg vom Wank herunter

Auf dem Weg vom Wank herunter

Weiter geht es auf dem schmalen, jetzt schattigen Wanderweg „W2“. Der Weg zum Berggasthaus Gschwandtnerbauer zweigt im Wald ab, von dort aus sind es nur noch drei Minuten. Das Gasthaus liegt an einer großen Wiese, die auch Landeplatz für Gleitschirmflieger ist. Der Biergarten mit Spielplatz ist nach jetzt knapp zwei Stunden Bergabwanderung genau richtig. Wieder hat man einen schönen Bergblick, diesmal schon fast vom Tal aus.

Aussicht vom Biergarten des Gschwandtnerbauern

Aussicht vom Biergarten des Gschwandtnerbauern

Um die Straße Richtung Partenkirchen zu meiden, geht es auf dem Hinweg wieder zurück zum Wanderweg in den Wald hinein, dort an der Gabelung nach links, weiter auf dem Wanderweg W2. Der Weg vom Gasthaus und der folgende kleinere Anstieg sind die einzigen Abschnitte, auf denen es auf dieser Wanderung überhaupt nennenswert bergauf geht. Teilweise geht es über Stufen hinauf.

Sonne und Schatten wechseln sich nun ab, und nach einem flachen Stück geht es leicht bergab. Vor einem Wildrost geht es scharf rechts in Richtung Gamshütte. Neben dem Weg befindet sich eine Schlucht mit Bergbach, der in einer Kehre überquert wird. Nun geht es wieder leicht bergauf, dann schon wieder hinab.

Hinweis: In dieser Beschreibung führt der weitere Weg zur alten Gamshütte, die abgebrannt ist. An ihrer Stelle wurde die Tannenhütte neu errichtet. AUf den Wegweisern und in Karten findet man häufig noch die alte Bezeichnung „Gamshütte“, teilweise auch schon „Tannenhütte“.

Nach gut einer Stunde erscheint plötzlich die Gamshütte (Tannenhütte). Sie liegt mitten im Wald, aber in Richtung zur Zugspitze und den anderen Wettersteinbergen hat auch sie eine Terrasse mit einem schönen Ausblick. Quer über die Terrasse verläuft der Weg. Ein alter Weg hinunter nach Partenkirchen ist gesperrt, aber hinter dem Haus führt unser Weg nun schmal durch einen schönen, dichten Wald mit Bächen über Holzstege und Treppen bergab bis zu einem Bergabbruch.

Dort wandern wir nach rechts in Richtung „Josefsbichl / Talstation / Partenkirchen“ am Bergabbruch entlang. Am Ende der Brücke befindet sich rechts im Taleinschnitt ein Wasserfall.

Nach 30-45 Minuten von der Gamshütte aus gerechnet erreichen wir die Wiese bei Josefsbichl mit dem Kreuz. Jetzt trennen sich die Wege der Autofahrer und Zugfahrer. Die Autofahrer folgen dem Schild Richtung „Talstation Wankbahn“, die Zugfahrer gehen bergab über die Wiese nach Partenkirchen. Dort geht es über den Wankweg, die Prof. Michael Sachs Straße und die Sonnenbergstraße zur alten Ludwigstraße.

Dauer und Schwierigkeit:
Die Wanderung ist nicht schwierig, auch in den als steil beschreibenen Stücken kommt man gut voran. Der Charakter der Wege reicht von Spazierweg bis steil und steinig. Insgesamt muss man aber gut vier Stunden Gehzeit rechnen, mit Kindern auch mehr. Etwa auf der halben Strecke, nach dem steilen Teil, ist man beim Gschwandtnerbauer. Der restliche Weg ist der flachere Teil.

Höhenangaben:
Talstation Wankbahn: ca. 740 Meter
Bergstation Wankbahn: 1750 Meter
Gipfel Wank, Wankhaus: 1780 Meter
Gschwandtnerbauer: 1020 Meter
Gamshütte/Tannenhütte: 940 Meter

Essen und Trinken:
An Möglichkeiten für Brotzeit, Bier und Apfelschorle mangelt es nicht. An der Talstation befindet sich ein Kiosk. Echte Hütten bzw. Restaurants sind die Sonnenalm in der Bergstation, das Wankhaus am Gipfel, sowie schon weit unten der Gschwandtnerbauer und die Gamshütte.

Wo muss ich besonders aufpassen?
Der Gipfel des Wank ist sehr weitläufig und gut zu überblicken. Normale Vorsicht reicht aus. Auf dem Weg bergab finden sich wenige Stellen, an denen es steil bergab geht, wie die beschriebenen Taleinschnitte mit Bächen. Der Weg ist aber an keiner Stelle gefährlich schmal.

Wie komme ich hin?
Mit dem Zug: Von München aus in gut anderthalb Stunden bis Garmisch-Partenkirchen. Von dort entweder mit dem Bus zur Wankstation oder zu Fuß in etwa 20 Minuten über die Bahnhofstr., Ludwigstr., Münchner Str., Wankbahnstraße.
Mit dem Auto: Von München aus auf der Autobahn A95 nach Garmisch-Partenkirchen, weiter auf der B2 bis nach Partenkirchen. Dort links in die Münchner Straße, dann wieder links in die Wankbahnstraße biegen. An der Talstation befindet sich der Parkplatz.

Google Maps Karte:

Links:
Wankbahn
Die Homepage vom Gschwandtberbauern
Die Homepage der neuen Tannenhütte

Buchtipp und Wanderkarte:
Verschiedene Wanderungen auf dem Wank und zur Gamshütte und dem Gschwandtnerbauer findet Ihr auch im „Wanderführer Garmisch-Partenkirchen“:

Buchtipps und Wanderkarte:

Gleich weiterlesen:

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Auch ich sage danke für den Tipp. Gestern genau diesen Weg gegangen. Gschwandtnerbauer zwar schon zu dieses Jahr, aber Gamshütte hatte noch offen. Es war eine Super-Tour, gerade für eine so späte Wanderung im Jahr, wenn nur noch wenig Bergbahnen offen haben, Almen ja eigentlich alle schon zu. Auch dass es wenig Mischwald auf dem Weg gibt, macht es leichter seinen Tritt zu behalten, weil nicht zu viele Blätter Steine bedecken.
    Macht weiter so, super Webste. Werde gerne wieder mal eine Wanderung nach euren Empfehlungen machen!

  2. War letzte woche auf dem Wank und bin runtergelaufen (da ich im Wandern neu bin) es ging steil berg ab am der Esterbergalm vorbei richtung Garmisch. Morgen möchte ich hinten runter, über Geschwantnerbauer und Daxkapelle.Mal schauen wie es wird…

  3. Hallo!
    vieln Dank für die Tipps. Du schreibst aber nicht, wie lange diese Wanderung dauert. Kannst Du bitte diese Information hinfügen?
    Vieln Dank im Voraus!
    Lauriane

  4. Hallo Lauriane,

    insgesamt habe ich für die Wanderung vom Gipfel des Wank bis nach Partenkirchen etwa vier Stunden gebraucht. Die Zeiten der einzelnen Wegstrecken weiß ich aber leider nicht mehr.
    Bergauf bin ich mit der Bahn gefahren!

    Viele Grüße,
    Uli

  5. Ich fahre ende September das erste mal mit meiner Frau und Hund nach Bayern um zu Wandern. Wir haben ein zimmer in Grainau gebucht und suchten jetzt nach schönen Wanderungen. Dabei sind wir auf dieser Seite gelandet und sind von dieser Wanderung begeistert. Wir werden die Wanderung genau so laufen wie Sie auch. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.

    Schöne Grüße aus dem Sauerland

    Darius

  6. wenn jemand zum ersten mal wander, kann ich nur sagen dass man sehr viel scherzen bekommt, bei mir hat drei tage alles weh getan.

Schreibe einen Kommentar