Buchgeschenke für Wanderer und Bergfreunde

Buchtipps für Outdoorfreunde

Weihnachten naht. Und damit die Frage, was man outdoorbegeisterten Freunden und Verwandten schenkt. Oder was man sich selbst schenkt, weil man die Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest ideal zum Lesen nutzen kann. Ich habe hier einige Bücher zusammengestellt, jedes von Ihnen hat mit Bergen oder Reisen zu tun. Einige sind Neuerscheinungen, manche sind auch schon ein paar Jahre alt. Die meisten der Bücher sind dabei im Taschenbuchformat, passend für das Reisegepäck auf der Zugfahrt zur Oma oder für Schlechtwettertage auf der Hütte. Daher gibt es diesmal auch keine großformatigen Bildbände.

Das Alpenvereinsjahrbuch: Berg 2014

Gleich zu Beginn die erste Ausnahme: Das Alpenvereinsjahrbuch Berg 2014 ist kein Taschenbuch, aber alleine mit diesem Buch kann man die Weihnachtsfeiertage schon ausfüllen. Das Hauptthema in diesem Jahr ist “Alpen unter Druck”. Klimawandel, Erschließungsdruck durch immer neue Bahnen, Pisten, Speicherseen, Bauten und Installationen, den zunehmenden Verkehr und die Energiewende.

Aber auch die bergsteigerischen Aspekte, der Bergsport, die Protagonisten der Alpinszene und die Erlebnisse am Berg finden Ihren Platz in dem umfangreichen Buch. Lange Reportagen, Interviews, Wissensartikel und sehr gute Fotos. Mit 17,80 Euro ist es auch wirklich günstig.

Pro-Tipp: Für Alpenvereinsmitglieder gibt es noch die Alpenvereinskarte “Hochschwabgruppe” dazu. Auf jeden Fall, wenn man das Buch direkt über den Alpenverein bezieht.

Jon Krakauer – In die Wildnis

Von Jon Krakauer habe ich vor vielen Jahren “In eisige Höhen – Das Drama am Mount Everest” gelesen und war begeistert. Ein großartiges und dramatisches Buch, hervorragend geschrieben.

Auch “In die Wildnis” ist schon ein paar Jahre alt. In diesem Buch begibt sich Jon Krakauer auf die Spur von Chris McCandless, der vor etwa 20 Jahren auf der Suche nach der Wildnis in Alaska umgekommen ist. Er versucht die Beweggründe von Chris McCandless nachzuvollziehen, alleine und mit offensichtlich unzureichender Ausrüstung in die Wälder zu ziehen.

Er trifft Menschen, mit denen McCandless auf seinem Weg quer durch die Vereinigten Staaten Zeit verbracht hat und die er oft sehr beeindruckt und auch verändert hat. Er vergleicht McCandless Abenteuer mit seinen eigenen. Und er versucht, die Hintergründe zu erforschen, wie gut Chris McCandless auf sein Leben in der Wildnis vorbereitet war und warum er letztendlich gestorben ist. Ein berührendes Portrait eines Aussteigers, mit viel Sympathie geschrieben.

Puriysten auf Reisen – Berliner Weltsichten

Dieses Buch kann ich Euch gar nicht richtig vorstellen, da ich es selbst noch nicht gelesen habe. Aber ich habe die Herausgeberin und Autorin Madlen vor kurzem kennengelernt, als wir zusammen mit den Reisebloggern Ulli und Timo ein langes Wochenende am Gardasee verbracht haben. Madlen ist ebenfalls Reisebloggerin, über ihre Reisen könnt Ihr auf Puriy.de lesen. Oder im Buch Puriysten auf Reisen, das Reisegeschichten aus Europa, Südamerika, Australien, Afrika und Asien enthält.

Die Geschichten stammen von verschiedenen Autoren und handeln, wie sie im Vorwort schreiben, von einer einfachen funktionalen Reiseweise, in der sich Neugierde und ein wenig Abenteuerlust vereinigen, mit dem Blick auf das Klare, Genaue und Unverfälschte. Ein ganzer Rucksack voller Bilder, Gerüche und Klänge. Dieses Buch ist also mein erster Blind-Tipp! Aber sicher nicht mehr lange, weil ich es mir auf jeden Fall auch zulegen werde.

Marc Ritter: Bluteis

Ein Thriller, der in den Bergen spielt, darauf scheint sich Marc Ritter zu spezialisieren. Zu Recht, das kann er sehr gut. Ich hatte schon Kreuzzug von ihm gelesen. Nun ist der Nachfolgeband “Bluteis” erschienen, wieder mit dem Protagonisten Thien Hung Baumgartner. Wie im ersten Buch an der Zugspitze erleben wir wieder ein geradezu monströses Verbrechen mit vielen Opfern, in das Baumgartner mit seiner Freundin Sandra gerät.

Reale Konflikte, in diesem Fall Nahrungsmittelspekulation und die Ausbeutung der Dritten Welt durch Industrie und Banken der reichen Staaten werden mit der fiktiven Story zu einem spannenden, beklemmenden und hochaktuellen Szenario vermischt. Die Schauplätze der Geschichte sind diesmal die Schweizer Alpen rund um den mondänen Skiort St. Moritz und wieder die Gegend um Garmisch-Partenkirchen. Spannung ist garantiert, das Buch regt aber auch zum Nachdenken an.

Manuel Andrack: Gesammelte Wanderabenteuer

Ein Hinweis vorweg: Wer, wie ich, schon die Bücher “Du musst wandern” und “Das Neue Wandern” von Manuel Andrack besitzt, kann sich den Kauf sparen, da “Gesammelte Wanderabenteuer” diese beiden Bücher beinhaltet. Manuel Andrack, mittlerweile als “Deutscher Wanderpapst” bekannt, ist üblicherweise in den deutschen Mittelgebirgen, vorrangig Eifel und Hunsrück unterwegs. Also eher Streckenwanderungen, gemütliches Wandern statt hochalpinen Abenteuern. Manchmal zieht es ihn aber auch weiter weg, nach Mallorca, Paris oder auch in die Sahara.

Zu großer Form läuft er auf, wenn er in die Tiefen der deutschen Wanderseele eintaucht. Seine Beschreibungen der Planung eine Premiumwanderweges, dem Wander-TÜV einer Weg-Zertifizierung oder des Vereinslebens in einem Wanderverein sind sehr lustig und erhellend, teilweise fast skurril. Und er geht auch der wichtigsten Frage nach: Darf man Mountainbiker grüßen?

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5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Servus Uli,

    nette Buchtipps, die Du da zusammengetragen hast. Danke!
    Die Bücher von Jon Krakauer sind wirklich sehr fesselnd. Auch der Film “In die Wildnis” ist empfehlenswert. Auch wegen der tollen Bilder.
    Das neue von Marc Ritter muss ich mir noch holen. Die Kreuzzug Geschichte war echt abgefahren – vor allem, wenn man die Gegend kennt. Da muss ich vor dem Urlaub noch den Kindle beladen.

    Viele Grüße,
    Rene

  2. Eine schöne Übersicht. Aber so viel! Wann soll man denn das alles lesen zwischen Arbeit, Kinder, Bloggen und Bergwandern und so? Oder besser: Wann liest Du das alles? Zu Andracks Frage mit den Mountainbikern: Auf jeden Fall. Wir sind doch auch nur sportliche Naturfreunde. LG Ute

  3. Eine tolle Übersicht, aber stell mir wie Ute auch die Frage…wann ;)?!
    Dann die Frage von Andrack: Warum nicht, wenn sie zuerst Grüßen ;)!
    Bin ja auch besgeisterter Motorradfahrer und kommt schon auch hin und wieder vor das ich mal einen Rollerfahrer grüße wenn er dies wünscht.
    Ok…vielleicht etwas weit hergeholt, aber kommt in etwa aufs gleiche raus ;)!

    In diesem Sinne ein frohes Fest und guten Rutsch,
    Chris

  4. Tolle Buchtipps und @Chris…glaub der Vergleich hinkt doch ein wenig ;)?!
    Also ich hab nichts dagegen Moutainbiker zu grüßen…warum auch nicht, schadet mir ja nicht!!

    Gruß,
    Moritz

    PS: Ebenfalls Mery X-Mas und guten Rustch ;)!

  5. Hallo,

    danke für den Tipp mit dem Buch von Andrack.
    Wollte mir eigentlich demnächst peu à peu die Bücher zulegen, aber wenn es beide in einem gibt umso besser ;)!

    BEsten Dank und ebenfalls frohes Fest und guten Rutsch,
    Dom

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