Winterwanderung von Sachrang auf die Karspitze

Wanderung: Sachrang, Müllner Peter – Wildbichler Alm – Karspitze und zurück

Da schon etwas Schnee liegt, sollte der Gipfel nicht zu hoch sein, aber trotzdem eine schöne Aussicht bieten. Eine Hütte auf dem Weg wäre auch nett und insgesamt sollte die Tour um die 500 Höhenmeter haben und nicht zu weit von München entfernt sein. Da passt doch diese kleine Winterwanderung: Vom Bergsteigerdorf Sachrang zur Wildbichler Alm und weiter auf die 1239 Meter hohe Karspitze.

Der Blick auf das Inntal und weit in die Alpen hinein vom Gipfel der Karspitze

Der Blick auf das Inntal und weit in die Alpen hinein vom Gipfel der Karspitze

Die Wanderung beginnt südlich von Sachrang beim „Müllner Peter“, einem Gasthof und Bauernhof direkt gegenüber vom Skilift. Direkt hinter dem Bauernhof beginnt der Bergwald und der etwas ruppige Fahrweg zieht sich rechts steil bergauf. Am großen Weidetor nehmen wir den Weg nach rechts bergauf.

Zu Beginn geht es auf breitem Weg bergauf

Zu Beginn geht es auf breitem Weg bergauf

Auf dem Weg sind nicht alle Abzweigungen beschildert, teilweise sind die Schilder auch etwas versteckt. Als Faustregel kann man sich an Abzweigungen tendenziell rechts halten, sofern es nicht anders ausgeschildert ist.

Unter einem ungestürzten Baum hindurch folgen wir dem Wegweiser auf den schmalen Pfad

Unter einem ungestürzten Baum hindurch folgen wir dem Wegweiser auf den schmalen Pfad

Noch bleibt der Weg breit, aber an einer Kurve wechseln wir, einem Schild zur Wildbichl-Alm folgend, nach rechts auf einen kurzen, schmalen Bergpfad. Dieser führt steil und über einige Felsen und Wurzeln bergauf bis zu einem großen Holzwegweiser, auf dem die Wildbichl-Alm wieder ausgeschildert ist.

Links ab am großen Holzwegweiser

Links ab am großen Holzwegweiser

Der Bergsteig zieht sich einfach und ohne große Steigung durch den Wald. Wir passieren ein Drehkreuz und direkt dahinter einen Grenzstein. Ab nun führt die Wanderung über Tiroler Gebiet.

Ab jetzt wandern wir auf Tiroler Gebiet

Ab jetzt wandern wir auf Tiroler Gebiet

Ein schön rund gebogener Baumstamm liegt im Wlad

Ein schön rund gebogener Baumstamm liegt im Wlad

Der Weg verzweigt sich nun vielfach, über Wurzelgeflecht suchen wir uns einen angenehmen Aufstieg entlang des Weidezauns und gehen auf eine Lichtung zu.

Die Nordwände des Zahmen Kaisers zum Greifen nah

Die Nordwände des Zahmen Kaisers zum Greifen nah

Auf der Lichtung angekommen, führt der Weg nach links bergauf. Vorher nutzen wir aber den Durchgang im Zaun, um auf eine Weise zu gelangen, von der aus wir einen tollen Blick auf die massige Nordwand des Zahmen Kaisers, das Inntal und die Alpenkette haben. Welch ein Anblick!

Die Hütte, die am unteren Ende der Wiese steht, ist unbewirtschaftet, das ist noch nicht die Wildbichler Alm!

Ein schöner Blick ins Inntal

Ein schöner Blick ins Inntal

Der Weg führt nun weiter bergauf auf einen Grashang zu. Dieser Hang ist bei unserem Besuch schon schneebedeckt, ein Pfad führt kurz und steil nach oben, wo wir wieder nach rechts auf einen breiten Wanderweg gelangen. Jetzt sehen wir auch schon das Dach der Wildbichler Alm.

Weiter bergauf, mal auf breitem Weg, dann schmal und steil

Weiter bergauf, mal auf breitem Weg, dann schmal und steil

Am Zaun entlang geht es wieder hoch zum Fahrweg, der vom Parkplatz Ritzgraben/Rettenschöss hinaufführt. Jetzt sind es nur noch wenige Meter zur Wildbichler Alm, die auf einer großen Almfläche liegt. Nach einer guten Stunde Wanderung haben wir die Alm und damit unser Zwischenziel erreicht.

Nach einer Stunde erreichen wir die Wildbichl-Alm

Nach einer Stunde erreichen wir die Wildbichl-Alm

Von der Terrasse der Alm haben wir wieder einen großartigen Blick auf den Kaiser, das Inntal mit dem Pendling sowie die Alpenkette. Dazu haben wir nun den Ausblick auf die Berge des bayerischen Inntals und weiter in die Voralpen.

Toller Alpenblick von der Wildbichl-Alm

Toller Alpenblick von der Wildbichl-Alm

Der Blick nach Westen von der Wildbichl-Alm

Der Blick nach Westen von der Wildbichl-Alm

Nach der Pause mit Suppe und Spinatknödeln von der reichhaltigen Karte der Wildbichler Alm setzen wir unsere Wanderung Richtung Karspitze auf dem breiten Fahrweg fort.

Am Almgebäude vorbei führt dieser in einigen Kurven leicht bergauf. Bei unserer Wanderung war der Weg verschneit, aber gut gewalzt und leicht begehbar.

Aufstieg zur Karspitze auf dem breiten Fahrweg

Aufstieg zur Karspitze auf dem breiten Fahrweg

Nach etwa einer halben Stunde zeigt ein Wegweiser auf einen steilen Bergpfad hinauf zur Karspitze. Wir haben uns entschieden, weiter auf dem Fahrweg aufzusteigen und sind dann auf dem Rückweg wieder hier rausgekommen. Umgekehrt geht es aber auch.

Am Abzweig zur Karspitze

Am Abzweig zur Karspitze

Wir gehen also weiter auf dem Fahrweg durch die verscheite Winterlandschaft, bis wir nach einer halben Stunde plötzlich das Gipfelkreuz der Karspitze und eine neu errichtete Kapelle direkt vor uns haben. Jetzt sind es nur noch wenige Meter auf einen kleinen Buckel und wir haben unser Ziel erreicht.

Kapelle und Gipfelkreuz der Karspitze

Kapelle und Gipfelkreuz der Karspitze

Gipfelkreuz, Kapelle und die zwei Bänke stehen allerdings nicht ganz oben auf dem Gipfel, der liegt noch ein paar wenige Meter weiter oben auf dem größeren Buckel. Aber sie stehen am Aussichtspunkt mit einem hervorragenden Fernblick und damit goldrichtig.

Vom sonnigen Gipfel auf das im Dunst liegende Kufstein blicken: Passt!

Vom sonnigen Gipfel auf das im Dunst liegende Kufstein blicken: Passt!

Wieder blicken wir auf den Zahmen Kaiser, dazu breitet sich nun vor uns das gesamte Inntal aus und wir sehen Kufstein mit dem Festungsberg und den Inn unter einer Dunstglocke.

Abstieg von der Karspitze. Zwischen den Gipfelbuckeln hindurch …

Abstieg von der Karspitze. Zwischen den Gipfelbuckeln hindurch …

… in den Wald und zurück zum Abzweig

… in den Wald und zurück zum Abzweig

Zurück nehmen wir nun den kurzen Weg, der zwischen den zwei Bergkuppen direkt in den Wald und leicht steil bergab führt. Nach nur zehn Minuten stehen wir wieder auf dem Fahrweg am Wegweiser.

Zwanzig Minuten später sitzen wir schon wieder auf der Terrasse der Wildbichler Alm, um noch etwas Wintersonne und warme Getränke zu tanken.

Zurück zur Wildbichler-Alm

Zurück zur Wildbichler-Alm

Zurück geht es nun wieder auf dem Aufstiegsweg. Nach einer knappen dreiviertel Stunde stehen wir wieder auf dem Wanderparkplatz beim Müllner Peter. Alternativ kann man auch auf dem breiten Weg zum Wanderparkplatz Ritzgraben/Rettenschöss absteigen und von dort aus zurück in Richtung Sachrang wandern.

Für diese Winterwanderung waren die Schneeverhältnisse ideal. Im unteren Bereich schneefrei und trocken, kurz unterhalb der Wildbichler Alm begann die Schneedecke und weiter oben sind wir durch eine verschneite Winterlandschaft gewandert. Bei anderen Schneeverhältnissen können Schwierigkeit und Gehzeiten sicher abweichen.

Dauer und Schwierigkeit:
Für den Aufstieg von Sachrang zur Wildbichler Alm haben wir etwa eine Stunde gebraucht. Für den Weg zum Gipfel über den Fahrweg eine weitere Stunde. Wieder hinunter zur Wildbichler Alm in etwa einer halben Stunden, hinunter nach Sachrang in gut einer dreiviertel Stunde. Insgesamt etwa 3:15 Stunden. Überwiegend ist der Weg leicht zu gehen. Etwas schwieriger, auch abhängig von den Bodenverhältnissen bei möglicher Nässe ist der schmale, steile Abschnitt im unteren Bereich vor dem Holzwegweiser. Der kurze steile Abschnitt vor dem Gipfel ist bei schlechten Bedingungen auf dem Fahrweg umgehbar.

Höhenangaben:
Wanderparkplatz Müllner Peter in Sachrang: 740 Meter
Wildbichl Alm: 1050 Meter
Gipfel Karspitze: 1239 Meter

Das Gipfelkreuz der Karspitze

Das Gipfelkreuz der Karspitze

Essen und Trinken:
Auf der Wildbichl Alm findet Ihr gute Küche mit kalten und warmen Speisen, Kuchen und Getränken.

Wo muss ich besonders aufpassen:
Auf den steilen Abschnitten ist etwas Trittsicherheit gefragt. Bei Nässe sind diese unangenehm.

Steiler Aufstieg über Fels und Wurzeln im unteren Teil

Steiler Aufstieg über Fels und Wurzeln im unteren Teil

Wandern mit Hund:
Im Winter gab es auf der Wanderung keine Trinkmöglichkeiten. Auf der Wildbichl Alm steht ein Trinknapf bereit. Der Weg ist für wanderfreudige Hunde sehr gut geeignet.

Hundespass im Schnee

Hundespass im Schnee

Wie komme ich hin?
Mit der Bahn: Sinnvolle Bahn- und Busverbindungen für eine Tagestour nach Sachrang habe ich bislang nicht finden können. Besonders am Wochenende ist der Ort mit dem ÖPNV praktisch kaum erreichbar. Eigentlich eine Schande. Immerhin ist Sachrang ein Bergsteigerdorf.
Mit dem Auto: Auf der A8 von München bis zur Ausfahrt Frasdorf, dann über Aschau und Hohenaschau in Richtig Sachrang fahren. Nicht in den Ort fahren, sondern in Richtung Kössen weiterfahren. Am Südende des Ortes liegt rechts ein Skigebiet, unmittelbar dahinter links die Müllner Alm und der Müllner Hof. Dort kann man am Weg parken. An der Alm oder im Hofgebäude gibt es Parktickets für 2 Euro.

Links:
DIe Wanderung bei hoehenrausch und bei tourentipp
Im Sommer zur Wildbichl-Alm bei zwerg-am-berg

Buchtipps und Wanderkarte:

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