Noch einmal: Der Best Blog Award

Den Best Blog Award habt Ihr sicher schon auf einigen anderen Blogs gesehen. Und soger hier im Blog steht schon ein Artikel dazu: Der Best Blog Award. Und jetzt gleich nochmal? Wird er jetzt langsam vergesslich, der Herr Uli? Nein, keine Sorge. Aber nachdem ich den letzten Artikel geschrieben habe, wurde ich noch zweimal mit diesem Blogstöckchen beworfen!

Zur Zeit sind einige Outdoor-Blogstöckchen unterwegs

Zur Zeit sind einige Outdoor-Blogstöckchen unterwegs

Nachdem mich für den letzten Artikel die Minimulis und der Hund Xaver beworfen haben, sind es nun Madlen von Puriy und Fabian von awesomatic. Beide haben sich je elf Fragen ausgedacht, die ich jetzt beantworte will. Mal länger, mal knapper.

Nach welchem Motto reist Du?
Ganz ohne Motto. Manchmal möchte ich die Natur erleben, manchmal eine neue Stadt kennenlernen. Oder ich fahre an einen Ort, den ich schon gut kenne und versuche dort, Neues zu finden. Die Mischung macht es aus.

Warum hast Du mit dem Bloggen angefangen? Gab es einen Anlass?
Zunächst habe ich mir dieses „bloggen“ angesehen, um mich mit der Technik dahinter zu befassen, auch aus beruflichen Gründen. Aber welches Thema? Dann habe ich mir gedacht, dass ich über das schreiben kann, was ich sowieso mache: Rausgehen in die Natur, wandern und alles drum herum. So ist im Jahr 2007 dieses Blog entstanden.

Welches Reiseziel hat Dich überrascht?
Prag. Mit Ausnahme vom Osten Deutschlands war Prag mein erstes Reiseziel im ehemaligen Ostblock. Eine großartige Mischung aus großer Vergangenheit und einer modernen Stadt. Mit viel Kultur und, teilweise noch etwas morbidem, Charme. Zwei Dinge möchte ich Euch besonders empfehlen: Fahrt mit der historischen Straßenbahnlinie. Da seht Ihr fast alle wichtigen Orte im Vorbeifahren und dazu kommt Ihr an Orte, die abseits der üblichen Touristenpfade liegen. Und besucht die Lucerna-Passage. Die liegt direkt am Wenzelsplatz, ist aber eine eigene Welt für sich. Groß, verwinkelt und ruhig. Und sie sieht an vielen Stellen noch so aus, als hätte sich seit dem Bau im Jahr 1920 nichts verändert. Bis auf das neue Reiterstandbild des heiligen Wenzel von David Černý.

Planst Du lieber oder lässt Du Dich treiben?
Halb-halb. Die Unterkunft ist üblicherweise schon geplant, also im Voraus gebucht. Aber besonders in Städten lassen ich mich gerne treiben und biege dorthin ab, wo es gerade interessant erscheint. Bin ich länger an einem Ort, versuche ich von dort, Neues zu entdecken.

Im Abstieg vom Schönbichler Horn

Im Abstieg vom Schönbichler Horn

Was war der höchste Gipfel, auf dem Du bisher warst?
Für einen Berg- und Outdoorblogger ist der erstaunlich niedrig. Zu Fuß war ich auf dem Schönbichler Horn in den Zillertaler Alpen, dem höchsten Punkt des Berliner Höhenwegs. Das ist 3134 Meter hoch, immerhin ein Meter mehr als der Cerro Torre! Als Kind war ich mal auf dem Stubaier Gletscher, ich weiß allerdings nicht mehr, wie hoch ich da war. Und außerdem mit der Bergbahn, das zählt also nicht.

Was war Deine größte Reisepanne?
Hmm, was besonderes fällt mir da gar nicht ein.

Mit wem würdest Du nie verreisen?
Die Frage hat sich mir noch nicht gestellt. Oder hab ich es verdrängt? Kurz gesagt, wen ich nicht mag, mit dem mag ich auch nicht verreisen. Aber das mache ich ja auch nicht.

Wohin würdest Du nie reisen?
Gegenden, die ich für mich als zu gefährlich ansehe, meide ich. Das kann ein komplettes Land sein, aber auch der zu ausgesetzte Gratweg vor meiner Nase.

Was fotografierst Du am liebsten?
Die Bergregionen auf meinen Wanderungen. Üblicherweise in den Alpen, aber vielleicht kommt ja irgendwann noch entfernteres dazu. Und ich versuche auch mal, kleine, interessante Dinge zu finden.

Stadt, Wald, Wasser, Luft – wo fühlst Du Dich am wohlsten?
Draußen an der Luft, in der Natur.

Was willst Du 2014 besser machen?
Wie immer: Mehr rausgehen! Noch mehr Neues entdecken!

Welches Buch und/oder welcher Film hat eure Reiselust am meisten befeuert?
Sicher kein Buch über Extremtouren, auch kein Bergsteigerbuch. Wenn ich „Die Weiße Spinne“ lese, reizt es mich nicht, die Eiger-Nordwand zu durchklettern. Weil ich weiß, dass ich das nie machen werde. Eher „Normalbücher“. Wenn ich „Mit zwei Elefanten über die Alpen“ lese, denke ich mir, dass ich sowas auch mal machen sollte. Oder „Hysterie des Körpers“ von Joey Kelly. Darin beschreibt er unglaubliche Läufe, die ich niemals machen würde, aber er geht auch quer durch Deutschland. Zumindest so ähnlich könnte ich mir das auch mal vorstellen, allerdings doch mit etwas mehr Komfort.

Die Karwendeldurchquerung steht auch dieses Jahr wieder auf der Wunschliste. Irgendwann wird es klappen.

Die Karwendeldurchquerung steht auch dieses Jahr wieder auf der Wunschliste. Irgendwann wird es klappen.

Was steht für 2014 auf eurer Bucketlist (wenn ihr keine habt, dann biete ich euch hier einen Anlass eine anzufertigen)?
Wie in jedem Jahr steht die Karwendeldurchquerung auf meiner Liste. Und da sie jedes Jahr dort steht, stehen die Chancen gut, dass es diesmal auch wieder nichts wird. Am Gardasee möchte ich jetzt endlich mal auf den Monte Altissimo di Nago. Und dann möchte ich auch endlich mal wieder nach Südtirol und das als Wanderregion entdecken. Vielleicht auf dem Meraner Höhenweg? Ansonsten: Risserkogel, Schinder, Guffert.

Führt ihr auf Reisen ein Tagebuch? Wenn ja, wie darf man sich das vorstellen? Wie wärs mit einem Foto.
Nein. Als ich angefangen habe, meine Wanderungen hier im Blog zu beschreiben, habe ich mir auf dem Weg Zettel geschrieben, damit ich mir die Strecke merke. Jetzt mache ich an markanten Punkten ein schnelles Foto, um anhand der Zeitstempel zu sehen, wie lange ich für bestimmte Abschnitte gebraucht habe. Für komplette Reisen schreibe ich auch kein Tagebuch.

Welches Fernreiseziel würdet ihr mir für die Monate Juli/August empfehlen?
Wangerooge. Oder Mikronesien.

Habt ihr euch schon mal auf Reisen unsterblich in jemanden verliebt. Und wieso seid ihr nicht mehr zusammen?
Hmm, nein.

Welches eurer Abenteuer würdet ihr jedem zur Nachahmung empfehlen?
Pfingsten auf einen holländischen Campingplatz am Meer zelten. Noch verrückter geht’s wirklich nicht, oder?
Ernsthaft: Ich möchte kein bestimmtes „Abenteuer“ empfehlen. aber ich kann Euch grundsätzlich empfehlen, mal eine Mehrtageswanderung zu machen, eine Zelt- oder Hüttentour. Ob im Mittelgebirge, in den Alpen, an einem Fluss entlang oder auf einem Pilgerweg, das ist wohl zweitrangig. Mt wenig, vor allem dem, was man auf dem Rücken trägt, auskommen. Eine überschaubare Wegstrecke pro Tag. Intensiv die Umgebung mitbekommen und in eine Art von „Flow“ oder wie man es auch nennen mag, kommen. Das sollte jeder mal gemacht haben.

Was ist nach dem Reisen, die zweitbeste Sache, die man auf der Welt machen kann?
In der Sonne liegen, ausruhen, abhängen, faulenzen, ein Buch lesen.

Wovor habt ihr auf Reisen am meisten Angst (Flug, Spinnen, deutsche Touristen o.ä.)?
Mit dem Fliegen habe ich bisher keine Probleme gehabt, allerdings bin ich auch noch nicht nach Lukla geflogen. Deutsche Touristen, das kann schon hart sein. Andererseits ist man ja selbst einer, aber selbstverständlich völlig anders als alle anderen. Wobei ich festgestellt habe, dass es diesen Typ „Deutsche Touristen“ auch in Form anderer Nationalitäten gibt. Wir sind uns irgendwie doch alle ähnlich. Viehzeugs wie Mücken oder Kakerlaken in großen Mengen finde ich allerdings schon wirklich grenzwertig. Daher wähle ich die Alternative „Spinnen“.

Wenn ihr durch die Zeit reisen könntet, wann würde es hingehen?
Eine Woche in die Zukunft, dort die Ziehung der Lottozahlen mitschreiben, dann zurückkommen. Zählt das? OK, hab ich mir gedacht. Ich war vor vielen Jahren in Athen, auf dem Peloponnes und auf Kreta. Ich würde gerne die Zeit sehen, in der die vielen Tempel, Theater, Stadien und sonstige Bauten, die heute Ruinen sind, entstanden sind und genutzt wurden. Und den Gardasee vor 100 oder 120 Jahren würde ich auch gerne mal erleben. In dieser eigentlich recht kurzen Zeitspanne muss sich das Leben dort völlig verändert haben, mehr als bei uns oder im umliegenden Norditalien.

Der Klassiker – Auf eine einsame Insel würde ich folgende drei Dinge mitnehmen:
Ein „So überlebe ich auf einer einsamen Insel“ Buch, das schadet sicher nicht. Ein Schweizer Taschenmesser mit Machete. Und vielleicht auch ein solarbetriebenes Satellitentelefon. Falls ich doch wieder weg will.

Auf diesen Luxus kann ich auf Reisen nicht verzichten, sorry:
Normalerweise ein bequemes Bett und eine gut funktionierende Dusche, sonst fühle ich mich etwas unleidlich. Ausnahme ist natürlich, wenn’s auf die Hütte geht oder zum Zelten, was ich mal wieder öfter machen sollte.

So, jetzt bleibt mir noch, das Stöckchen weiterzuwerfen. Wen soll es diesmal treffen? Um das Stöckchen wieder mehr in den Reise- und Abenteuerbereich zu werfen, bekommt es Bruder Leichtfuss Timo. Dazu werfe ich das Stöckchen an Chris von Alpinfieber und an Martin von Einfachdraussen. Und das sind meine Fragen an Euch, manche habe ich einfach von oben übernommen:

  1. Warum hast Du mit dem Bloggen angefangen?
  2. Welchen Ausrüstungsgegenstand kannst Du besonders empfehlen oder hast Du immer dabei?
  3. Berge oder Meer? In kalten oder heißen Gegenden? Wo bist Du am Liebsten?
  4. Welche für Dich neue Sportart würdest Du gerne mal ausprobieren?
  5. Hast Du eine absolute Lieblingstour?
  6. Gibt es eine Tour oder Reise, von der Du so enttäuscht warst, dass Du uns Lesern davon abraten würdest?
  7. Wovor hast Du auf Reisen am meisten Angst (Flug, Spinnen, deutsche Touristen o.ä.)?
  8. Warst Du auf Deinen Touren oder Reisen mal in einer Situation, die Du im Nachhinein als viel zu gefährlich ansiehst?
  9. Die Zeitreisefrage: Wohin würdest Du in der Zeit reisen?
  10. Hast Du besondere Reise- oder Tourenpläne für 2014?
  11. Gibt es noch ein Traumreiseziel, das Du auf jeden Fall irgenwann besuchen möchtest?

Ich bin sehr gespannt auf Eure Antworten! Und hier könnt Ihr die Antworten von Martin bei Einfachdraussen lesen.

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